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Papageifische

Allgemeine Informationen

Papageifische sind mit der Familie der Lippfische nah verwandt. Sie haben, ähnlich wie diese, eine zirkumtropische Verbreitung. Es gibt insgesamt ca. 70 Arten, die in 8 Gattungen eingestellt sind.
An sich sind alle Arten Algenfresser, sie schaben Algen von den Steinen.
Sie benutzen dazu ihren ihren kräftigen "Papageienschnabel".
Dieser ist hart und hinterlässt auf den Steinen sichbare Spuren.
Sicherlich nehmen sie durch das Abschaben auch andere Lebewesen mit auf, nämlich mikroskopisch kleinste Organismen.

Viele Arten stehen im Ruf, auch Steinkorallen zu fressen, wobei immer noch nicht sicher ist, ob sie das Gewebe interessiert oder die Zooxanthellen.
Nach Magenuntersuchungen besteht der Inhalt von Papageifischen zu 80% aus einer feingemalenen Mischung von Kalksteinen, Sand und Detritus (Hobson 1974).
Arten der Gattungen Sparisoma, Scarus sowie der Büffelkopf-Papageifisch (Bolbometopon muricatum) ernähren sich vor allem von lebenden Korallen.

Weibchen sind öfters schöner ausgefärbt, als die Männchen.
Papageifische sind durch ihre knalligen Farben echte Hingucker. Aufgrund ihres Steinkorallennagens und der zu erwartenden Grösse sollten Papageifische nur in Grossanlagen ohne Steinkorallen gepflegt werden.

Papageifische müssen innerhalb des Lebenszyklus drei verschiedene Phasen durchlaufen.
Die erste Phase, die Juvenilphase, besteht aus sexuell unreifen Jugendlichen, die eine charakteristische graue Farbe haben.
Die zweite Phase wird als Initialphase (Anfangsphase) bezeichnet und besteht aus geschlechtsreifen Männchen und Weibchen.
Die Terminalphase besteht nur aus reifen, erwachsenen Männchen, sie haben ein sehr komplexes Fortpflanzungssystem.
Sie leben in einer Haremsgruppe, wobei ein einzelnes männliches Terminal in einer Gruppe von Frauen dominant ist. Dieses dominante Männchen sich paart sich mit den Weibchen in der Gruppe und schadet anderen männlichen Konkurrenten.
Die Art ist diandrisch, was bedeutet, dass die Population primäre und sekundäre Männchen umfasst. Ein primäres Männchen wurde mit diesem Geschlecht geboren. Ein sekundäres Männchen ist jedoch ein fischgeborenes Weibchen, das sich in ein Männchen verwandelt.
Die Umwandlung eines weiblichen Fisches in einen männlichen Fisch erfolgt nach dem Tod eines männlichen Terminalfisches. Sein Tod signalisiert dem größten Weibchen der Initialphase, dass sie morphologische und Verhaltensänderungen erfährt, und sich in ein Männchen verwandelt.
"Sneak Spawning" kann ebenfalls auftreten, wobei sich einige Männchen der Initialphase als Weibchen tarnen, um in den Harem zu gelangen. Beim Spitzenlaichen setzen sie eine Wolke von Keimzellen frei, um die Befruchtung durch die Männchen der Endphase zu verhindern.
Sie sind für diesen Prozess besonders geeignet, da sie größere Hoden haben als das Männchen der Terminalphase und somit mehr Gameten produzieren als letzteres, was ihre Chance auf Befruchtung der Eizellen des Weibchens erhöht.

Bolbometopon

Calotomus

Cetoscarus

Chlorurus

Cryptotomus

Hipposcarus

Nicholsina

Scarus

Sparisoma