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Chlorurus gibbus Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch

Chlorurus gibbus wird umgangssprachlich oft als Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2982 
AphiaID:
219088 
Wissenschaftlich:
Chlorurus gibbus 
Umgangssprachlich:
Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch 
Englisch:
Heavybeak Parrotfish 
Kategorie:
Papageifische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Scaridae (Familie) > Chlorurus (Gattung) > gibbus (Art) 
Erstbestimmung:
(Rüppell, ), 1829 
Vorkommen:
Ägypten, Eritrea, Israel, Jemen, Jordanien, Mosambik, Palau, Rotes Meer, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
2 - 30 Meter 
Größe:
bis zu 70cm 
Gewicht :
4,0 kg 
Temperatur:
24,6°C - 29°C 
Futter:
Algen, Korallen(polypen) = korallivor 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-07-01 09:49:10 

Haltungsinformationen

Dieses Foto sandte uns Henning Wiese zu, welches im Roten Meer entstanden ist.

Es handelt sich hier um einen Chlorurus gibbus.
Aquaristisch ist dieser Papageifisch eher uninteressant, aufgrund der zu erwartenden Größe und der zu befürchtenden "Korallenschädigungen" im Aquarium.

Es gibt weitere Papageifische aus dieser Art, die dem Chlorurus gibbus sehr ähneln, jedoch in anderen Gebieten vorkommen.

- Chlorurus strongylocephalus im Indischen Ozean
- Chlorurus microrhinos im West-Zentral Pazifischen Ozean


Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Chlorurus gibbosus (Rüppell, 1829)
Scarus gibbus Rüppell, 1829

Bilder

Weiblich

1
1
1

Männlich

1
1
1

Juvenil (Jugendkleid)

1

Initialphase


Allgemein


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