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Seewalzen

Allgemeine Informationen

Mit mehr als 1.200 Arten sind Seegurken, auch Seewalzen genannt, die artenreichste Gruppe der Stachelhäuter.

Man findet Seegurken an vielen Stellen, vom Spülsaum bis in Tiefen von mehreren 1.000 Metern. Die meisten Seegurken leben am Boden.

Farblich sind sie sehr variabel, von rosa über gelb und schwarz bis hin zu mehrfarbigen Arten ist alles vertreten.
Wie der Name schon sagt, sehen alle Seegurken von der Form her aus, wie die schon besagte Gurke.

Seewalzen gelten, ähnlich wie Einsiedlerkrebse oder Schlangensterne, als die Gesundheitspolizei im heimischen Aquarium, da sie den Bodengrund sauberhalten.

Sie sind aquaristisch gesehen eigentlich eine Besonderheit, da die meisten von ihnen durchaus in der Lage sind, einen ganzen Fischbestand dahinzuraffen. Dies liegt nicht nur – wie zunächst oft vermutet wird – an einer Beschädigung oder am Tod der Seewalze, sondern kann auch durch das Ablaichen der Seewalze geschehen.

Und wer weiss vorher schon warum, und vor allem wann, ein Tier laicht? Das kann bisweilen sogar auf Grund eines Unwohlseins geschehen –die Seewalze versucht dann, ihre Nachkommschaft zu sichern...

Es sollte daher jedem Pfleger der Tiere klar sein, dass die Haltung vieler Seewalzenarten eine, für den Fischbestand nicht zu unterschätzende, potentielle Gefahr darstellt.

Die bekanntesten Gifte sind dabei das Holothurin oder Holotoxin.
Beide Gifte greifen die empfindlichen Epithelien der Fischkiemen an. Hierbei kommt es zu einer Blockade der Sauerstoffaufnahme und zum Ersticken der Fische.

Aus diesem Grund sollte auf die Pflege von Seegurken in Fischbecken ganz verzichtet werden.

Es gibt vermutlich Ausnahmen in Bezug auf die Giftigkeit – die aber unserer Ansicht nach nicht zu 100% gesichert sind.
So nahmen wir Aquarianer lange Zeit an, dass die Gelbe Seewalze (Colochirus robustus etc.) nicht zu den giftigen Arten gehört – aber auch hier gibt es vereinzelte Berichte zu Unfällen.

Diese Seewalze filtriert Plankton aus der Umgebung und bleibt meistens an der einmal eingenommenen Stelle sitzen.
Um das Tier nicht verhungern zu lassen, muss in jeden Fall zugefüttert werden: Plankton, Planktonersatz und Staubfuttersorten wären hier eine geeignete Möglichkeit.

Ebenso beliebt in der Aquarienhaltung ist die Rosa Seewalze (Holothuria edullis). Sie eignet sich nämlich hervorragend zur Reinigung des Bodengrundes.

Aber auch hier gilt: Vorsicht! Sie ist vermutlich ebenfalls dazu in der Lage, den kompletten Fischbestand dahinzuraffen.

Abyssocucumis

Actinopyga

Afrocucumis

Apostichopus

Aslia

Astichopus

Australostichopus

Bohadschia

Cercodemas

Chirodota

Colochirus

Cucumaria

Eostichopus

Euapta

Holothuria

Isostichopus

Lissothuria

Massinium

Neopentadactyla

Ocnus

Opheodesoma

Parastichopus

Pearsonothuria

Polyplectana

Pseudocolochirus

Psolus

Squamocnus

Stichopus

Synapta

Synaptula

Thelenota

Thyonidium