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Enypniastes eximia Tiefsee-Seegurke (Hühnermonster)

Enypniastes eximia wird umgangssprachlich oft als Tiefsee-Seegurke (Hühnermonster) bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Foto: Golf von Mexiko
Foto von NOAA Ocean Explorer Gallery
Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Gemeinfrei (Gemeinfrei) Bilddetail


Steckbrief

lexID:
12059 
Wissenschaftlich:
Enypniastes eximia 
Umgangssprachlich:
Tiefsee-Seegurke (Hühnermonster) 
Englisch:
Pink swimming sea cucumber, ‘Headless Chicken Monster’ 
Kategorie:
Seewalzen / Seegurken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Echinodermata (Stamm) > Holothuroidea (Klasse) > Elasipodida (Ordnung) > Pelagothuriidae (Familie) > Enypniastes (Gattung) > eximia (Art) 
Erstbestimmung:
Théel, 1882 
Vorkommen:
Britische Inseln, Europäische Gewässer, Golf von Mexiko, Indischer Ozean, Kapverdische Inseln, Neuseeland, Pazifischer Ozean, Südlicher Ozean 
Meerestiefe:
516 - 5689 Meter 
Größe:
7 cm - ? cm 
Temperatur:
1,5°C - 6,4°C 
Futter:
Detritus, Debris (totes organisches Material), Filtrierer, Invertebraten (Wirbellose), Sedimentfresser 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-03-30 12:32:42 

Haltungsinformationen

2007 wurde im Rahmen einer Tiefseevideountersuchung der "Expedition to the Deep Slope 2007" im Golf von Mexiko in großer Tiefe eine ganz besondere Seegurke aufgenommen, die in mehrere Hinsichten besonders interessant ist.
Im Gegensatz zu den allermeisten Seegurken ist Enypniastes eximia in der glücklichen Lage, sich auch schwimmend fortzubewegen, glücklich deshalb, da sie sich hierdurch vor Fressfeinden in Sicherheit bringen kann, was anderen, sich nur langsam beweglichen, Seewalzen nicht gelingt.

Zudem ist diese kleine Seegurke auch in der Lage, sich, wie mit kleinen Füßen, relativ schnell auf dem schlammigen Meeresboden zu bewegen.

Eine weitere Besonderheit von Enypniastes eximia ist ihre Möglichkeit zu fluoreszieren, wobei allerdings noch zu klären ist, wozu dieses Leuchten benutzt wird.
Da die Walze ein Sedimentfresser ist, der Verwertbares aus dem aufgenommen Bodensubstrat konsumiert, wird das Fluoreszieren nicht dem Anlocken potentieller fressbarer Organismen dienen, möglicherweise aber zum Anlocken und Finden von Sexualpartnern oder zur eigenen Orientierung.

Seegurken der Gattung Holturina enthalten ein Gift, das Holoturin, dass beim Sterben der Seegurke auch Tiere im direkten Umfeld töten kann, vielleicht soll das deutliche Leuchten auch eine potentielle Warnung vor Vergiftung für Fressfeinden sein?

Auch australische Wissenschaftler konnten diese Seegurke im Südlichen Ozean per Videokamera dokumentieren, es ist zu erwarten, dass die Distribution der Seegurke deutlich größer ist, als bisher bekannt, das Tier ist möglicherweise als "zirkumglobal2 einzustufen.

Synonyme:
Enypniastes atlanticus (Heding, 1940)
Enypniastes decipiens Koehler & Vaney, 1910
Enypniastes diaphana (Gilchrist, 1920)
Enypniastes ecalcarea (Sluiter, 1901)
Enypniastes globosa Hansen & Madsen, 1956
Enypniastes obscura (Koehler & Vaney, 1905)
Euriplastes atlanticus Heding, 1940
Euriplastes obscura Koehler & Vaney, 1905
Pelagothuria Bouvieri Hérouard, 1906
Peniagone ecalcarea Sluiter, 1901
Planktothuria diaphana Gilchrist, 1920

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