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Sparisoma viride Stoplicht-Pagageienfisch, Grüner Papageifisch, Ampel-Papageifisch

Sparisoma viride wird umgangssprachlich oft als Stoplicht-Pagageienfisch, Grüner Papageifisch, Ampel-Papageifisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 5000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
4477 
Wissenschaftlich:
Sparisoma viride 
Umgangssprachlich:
Stoplicht-Pagageienfisch, Grüner Papageifisch, Ampel-Papageifisch 
Englisch:
Dark Green Parrotfish, Moontail, Parrot Chub, Redbelly, Stoplight Parrotfish 
Kategorie:
Papageifische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Scaridae (Familie) > Sparisoma (Gattung) > viride (Art) 
Erstbestimmung:
Bonnaterre, 1788 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Bolivien, Brasilien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Florida, Französisch-Guayana, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Guyana, Haiti, Honduras, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Martinique, Montserrat, Nicaragua, Niederländischen Antillen, Panama, Puerto Rico, Saba und Sint Eustatius, Saint Martin / Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Süd-Amerika, Suriname, Trindade und Martim Vaz (Insel der Dreifaltigkeit), Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, USA, Venezuela, West-Atlantik  
Meerestiefe:
1 - 50 Meter 
Größe:
38 cm - 64 cm 
Gewicht :
1,6 kg 
Temperatur:
22°C - 26°C 
Futter:
Algen 
Aquarium:
~ 5000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-02-25 15:25:03 

Haltungsinformationen

(Bonnaterre, 1788)

Woher der Name "Stoplicht"-Papagei stammt konnten wir leider nicht genau ermitteln, die Hinweise auf die sogenannten "Trivialnamen" bei Sparisoma viride beziehen sich allerdings auf das besonders auffällige Schuppenkleid dieser Art.

Dieser Papageifisch lebt in Korallenriffen bis in eine Tiefe von bis zu 50 Meter.

Er ernährt sich von Algen, die er mit seinem kräftigen Gebiss von Steinen und auch Steinkorallen abbeißt.
Zurück bleibt dann nur noch feiner Sand.

Aus diesem Grund wird deutlich, dass eine Aquariumhaltung, wenn überhaupt, nur mit Weichkorallen versucht werden sollte.

Junge Papageifische sucht den Schutz von Seegraswiesen und halten sich dort in kleinen Gruppen auf.

Jungtiere und Weibchen kommen in einem dunklen, graugeschuppten Kleid mit einer rötlichen Unterseite und roten Brust- und Schwanzflossen vor, erwachsene Männchen sind grün.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Scarus catesby Lacepede, 1802
Scarus coccineus Bloch & Schneider, 1801
Scarus melanotis Bleeker, 1862
Scarus viridis Bonnaterre, 1788
Sparisoma albigaardi (Bloch, 1791)
Sparus aureoruber Lacepede, 1802
Sparus catesby Lacepede, 1802


Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Labroidei (Suborder) > Scaridae (Family) > Sparisomatinae (Subfamily) > Sparisoma (Genus) > Sparisoma viride (Species)

Bilder

Terminalphase

1

Juvenil (Jugendkleid)

1
1
1
1

Initialphase

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1
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Semiadult

1

Adult

1

Allgemein

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1
1
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Unterhaltung

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