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Sparisoma chrysopterum Rotschwanz-Papageifisch

Sparisoma chrysopterum wird umgangssprachlich oft als Rotschwanz-Papageifisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 3500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
4331 
AphiaID:
273774 
Wissenschaftlich:
Sparisoma chrysopterum 
Umgangssprachlich:
Rotschwanz-Papageifisch 
Englisch:
Redtail Parrotfish 
Kategorie:
Papageifische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Scaridae (Familie) > Sparisoma (Gattung) > chrysopterum (Art) 
Erstbestimmung:
(Bloch & Schneider, ), 1801 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Antigua und Barbuda, Äquatorialguinea, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Brasilien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Französisch-Guayana, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Guyana, Haiti, Honduras, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Martinique, Montserrat, Nicaragua, Panama, Puerto Rico, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Suriname, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, USA, Venezuela, West-Atlantik  
Meerestiefe:
1 - 15 Meter 
Größe:
bis zu 30cm 
Temperatur:
23°C - 27°C 
Futter:
Algen, Frostfutter (große Sorten) 
Aquarium:
~ 3500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-11-17 21:14:05 

Haltungsinformationen

Sparisoma chrysopterum (Bloch & Schneider, 1801)
Redtail parrotfish
Rotschwanz-Papageifisch

Die Aufnahme wurde von Goonie zur ID eingestellt mit der Anmerkung: Aufgenommen vor Playa del Carmen, Mexiko

Die ID gelang über Gerrit mit folgender Anmerkung:
Ich hätte auf Grund der Schwanzflossenzeichnung und dem Blauen Strich an der Seitenflanke, beginnend bei den Brustflossen auf einen Sparisoma chrysopterum getippt.

Allgemeines:
Die Papageifische(Scarinae) sind eine Unterfamilie der Lippfische (Labridae) und gehören zu den Barschartigen (Perciformes). Aquaristisch werden Papageifische durchaus in größeren Becken gepflegt und sind an sich gut haltbar.
Wird von 25 bis 46 cm groß. Daher auch kein Fisch für ein kleines Heimnaquarium.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Scarus brachialis Poey, 1861
Scarus chrysopterus Bloch & Schneider, 1801
Scarus flavescens Bloch & Schneider, 1801
Scarus squalidus Poey, 1860
Sparisoma abildgaardi (Bloch, 1791)
Sparisoma brachiale (Poey, 1861)
Sparisoma chrysopterus (Bloch & Schneider, 1801)
Sparisoma flavescens (Bloch & Schneider, 1801)
Sparisoma squalidum (Poey, 1860)
Sparus abildgaardi Bloch, 1791

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Labroidei (Suborder) > Scaridae (Family) > Sparisomatinae (Subfamily) > Sparisoma (Genus) > Sparisoma chrysopterum (Species)





Weiterführende Links

  1. Fishbase (multi)

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