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Halichoeres chloropterus Grüner Junker

Halichoeres chloropterus wird umgangssprachlich oft als Grüner Junker bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 1500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
212 
Wissenschaftlich:
Halichoeres chloropterus 
Umgangssprachlich:
Grüner Junker 
Englisch:
Black-blotched wrasse, Dark-blotch wrasse, Java wrasse, Pastel-green wrasse 
Kategorie:
Lippfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Labridae (Familie) > Halichoeres (Gattung) > chloropterus (Art) 
Erstbestimmung:
(Bloch, ), 1791 
Vorkommen:
Australien, Banggai-Inseln, Great Barrier Riff, Indonesien, Kambodscha, Kokos-Keelinginseln, Komodo, Malaysia, Myanmar (ehem. Birma), Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Salomon-Inseln, Singapur, Thailand, Vietnam, West-Pazifik 
Meerestiefe:
1 - 10 Meter 
Größe:
bis zu 18cm 
Temperatur:
25°C - 29°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Cyclops (Ruderfußkrebse), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Krabben, Krill (Euphausiidae), Muscheln (Mollusken), Mysis (Schwebegarnelen), Seeigel 
Aquarium:
~ 1500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2006-03-01 21:38:46 

Haltungsinformationen

Halichoeres chloropterus (Bloch, 1791)

Ein recht typischer groß werdender Lippfisch. Braucht wie alle Lippfische unbedingt Sand um sich zu vergaben, und richtet sich erst mit der Zeit nach dem Abschalten der Beleuchung.
Dann geht er schlafen und ist im Sand vergraben.

Er zeigt die typischen Unarten, die manche großen Arten an den Tag legen können (Muscheln anfressen, umdrehen, Seeigel umwerfen).
Beachten Sie bitte hierzu das Statement von Stefan Cermak unter Kommentare.

Adulte Tiere lassen neue Fische nicht ungeschont und drangsalieren diese, teilweise bis zu deren Tod.

Synonyme:
Halichoeres bleekeri Günther, 1861
Halichoeres gymnocephalus (Bloch & Schneider, 1801)
Halichoeres modestus (Bleeker, 1847)
Julis cuvieri Bleeker, 1847
Julis modestus Bleeker, 1847
Labrus chloropterus Bloch, 1791
Labrus gymnocephalus Bloch & Schneider, 1801
Platyglossus chloropterus (Bloch, 1791)
Platyglossus guttulatus MacLeay, 1883

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Labridae (Family) > Corinae (Subfamily) > Halichoeres (Genus)



Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

The_Birdeater am 16.02.19#11
Und nochmal ein Update meines grünen Junkers.
Ja ich habe "Mr. Green" immer noch. Trotz seiner teils negativen Eigenschaften kann ich mich dennoch nicht von ihm trennen.
Obwohl ich bereits über seine übelen Marotten und Allüren berichtet habe, möchte ich trotzdem nochmal ein paar Zeilen über diese Art schreiben.
Der Bursche hat nun gut 18cm erreicht und scheint auch nicht mehr zu wachsen. Zum Glück!
Seine schöne grüne Farbe hat er beibehalten und die rosa-pinke Gesichtsmaske ist nun richtig ausgeprägt. Auch Rücken- und Afterflosse sind nun stärker ausgefärbt. Ich würde ihn ja gerne mal fotografieren und hier verlinken, aber leider ist er ziemlich kamerascheu und macht sich sofort aus dem Staub wenn er nur das Smartphone in meiner Hand sieht. Es ist echt erstaunlich wie der Fisch auf bestimmte Dinge außerhalb des Beckens reagiert.

Über die Jahre konnte ich sein Verhalten nun genau studieren. Er killt oder bekämpft nicht jeden neuen Fisch. Das muss ich revidieren.
Instinktiv hasst er aber scheinbar alle Fische, die in irgendeiner Weise natürliche Nahrungskonkurrenten sind. Spitzkopfkugelfische, Feilenfische, bestimmte Barsche z.B. gehen bei mir absolut nicht. Dagegen funktionierte das nachträgliche Integrieren eines roten Korallenwächter-Pärchens (N. armatus) absolut problemlos. Auch ein Arzur-Riffbarsch (C. hemicyanea) konnte ohne Probleme einziehen. Korallen werden zwar weiterhin in Ruhe gelassen, allerdings wirbelt ein knapp 20cm langer Sandschläfer einiges an Zeugs auf, wenn er sich abends zum schlafen in den Boden eingräbt. Korallen, Anemonen etc. in unmittelbarer Nähe müssen dann oft wieder freigepustet werden. Eine weitere Unsitte ist das Bewegen von Einrichtungsgegenständen. Manchmal schiebt er Steine einfach bei Seite oder dreht sie sogar um, um darunter nach etwaigen Leckereien zu suchen. Ab und an findet er tatsächlich Borstenwürmer, die er dann lange durchkaut ehe er sie verzehrt. Auch attackiert er teilweise SEHR HEFTIG die Frontscheibe, wenn ich direkt vor dem Becken stehe und von oben hantiere. Er mag wohl auch mich nicht wirklich, dabei habe ich ihm nie seine Nahrung streitig gemacht. Egal, ich mag ihn trotzdem!
Henry am 28.05.16#10
Dieser hübsche Fisch ist bei mir leider nur 3 Jahre alt geworden. Er war nie agressiv, allerdings habe ich in der Zeit von 2012 bis 2015 nur einen juvenilen Pygoplites hinzugesetzt, der ist sowieso sehr selbstbewußt. Fische sind eben Individualisten - meiner war ein absoluter Fresssack, das wurde ihm wohl auch zum Verhängnis, er hatte eine exzellente Wampe. Die Leber war vergrößert und verfettet.
The_Birdeater am 28.05.16#9
Es ist nun fast zwei Jahre her, als wir damals den grünen Junker kauften. Damals berichtete ich bereits etwas ausführlich über die Art. Der Fisch ist nun gut 16cm lang und männlich. Am Grundverhalten hat sich eigentlich nichts geändert. Allerdings ist er um einiges aggressiver geworden. Es ist nahezu unmöglich neue Fische, egal welche, in das Aquarium zu integrieren. Diese werden entweder getötet oder heftigst unterdrückt und dabei teilweise schwer verletzt. Fische jeglicher Art, die bereits vor ihm im Becken waren, werden problemlos akzeptiert und toleriert. Der einzige Fisch, der nachträglich einzog und sich erfolgreich durchsetzen konnte, ist ein junger indischer Goldringdoktorfisch (Ctenochaetus truncatus). Dieser ist selbstbewusst und wehrhaft genug und schafft es den grünen Junker halbwegs in Schach zu halten. Halichoeres chloropterus sollte m.M.n. immer als letztes in das Becken einziehen. Andersherum kann er zu einem Tyrannen werden, der seine alten Mitbewohner zwar nicht behelligt, aber keine neuen Fische mehr toleriert. Dann zeigt er sein wahres Gesicht.
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