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Hippocampus nalu Sodwana Zwergseepferdchen, Afrikanisches Zwergseepferdchen, Honigtopf Seepferdchen

Hippocampus nalu wird umgangssprachlich oft als Sodwana Zwergseepferdchen, Afrikanisches Zwergseepferdchen, Honigtopf Seepferdchen bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber ZooKeys

Foto: Sodwana Bay, Südafrika

// Foto von Richard Smith // Holotyp // 14 Meter Wassertiefe // oceanrealmimages.com
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers ZooKeys

Eingestellt von klauskastl.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13108 
AphiaID:
1437127 
Wissenschaftlich:
Hippocampus nalu 
Umgangssprachlich:
Sodwana Zwergseepferdchen, Afrikanisches Zwergseepferdchen, Honigtopf Seepferdchen 
Englisch:
Sodwana Pygmy Seahorse, African Pygmy Seahorse, Honeypot Seahorse 
Kategorie:
Seepferdchen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Hippocampus (Gattung) > nalu (Art) 
Erstbestimmung:
Short, Claassens, Smith, De Brauwer, Hamilton, Stat & Harasti, 2020 
Vorkommen:
Endemische Art, Süd-Afrika, Westlicher Indischer Ozean 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
12 - 17 Meter 
Habitate:
Algenzonen, Korallenriffe, Meerwasser, Sandige Meeresböden 
Größe:
1,9 cm - 2,2 cm 
Temperatur:
°C - 24°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Lebendfutter, Mysis (Schwebegarnelen), Nahrungsspezialist, Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 50 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NT Gefährdung zunehmend 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-06-07 15:40:45 

Haltungsinformationen

Hippocampus nalu Short, Claassens, Smith, De Brauwer, Hamilton, Stat & Harasti, 2020

Das Pygmäenseepferdchen Hippocampus nalu lebt auf flachen Sandkorallenriffen bzw. sandigem Boden mit zum Teil starker Brandung. Sie bevorzugeneinen niedrigen / kurzen Algenrasen.

Bei den adulten Tieren ist eine netzartige Tarnfärbung von Honigbraun am Kopf, Rumpf und Schwanz vorherrschend. Dazu kommen noch unregelmäßige Flecken in weiß sowie einem roten Rumpfring. Bei juvenilen Tieren ist eine braune Grundfärbung vorhanden.

Quelle:
ZooKeys 934: 141-156
doi: 10.3897/zookeys.934.50924

Autoren:
Short G, Claassens L, Smith R, De Brauwer M, Hamilton H, Stat M, Harasti D (2020)
Hippocampus nalu, a new species of pygmy seahorse from South Africa, and the first record of a pygmy seahorse from the Indian Ocean (Teleostei, Syngnathidae).

Futteraufnahme
Die Fische benötigen anfangs sehr lange für die Futteraufnahme, bevor das Futter aufgenommen wird, erfolgt eine genaue Begutachtung. Nach der Eingewöhnung wird das angebotene Frostfutter ohne Probleme gefressen. Zu beachten gilt, das Wildfänge sich anders verhalten bei der Futteraufnahme als Nachzuchten. Bei den Nachzuchten spielt auch die Größe des gekauften Fisches eine Rolle für das passende Futter.

Vorschriften zur Haltung von Seepferdchen
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Seepferdchen (gem. EG-VO 338/97) des Bundesamt für Naturschutz können Sie als PDF hier herunterladen: https://meerwasser-lexikon.de/downloads/BfN_Mindestanforderung_haltung_seepferdchen_hippocampus.pdf

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


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