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Hippocampus comes x barbouri Kimmichs Seepferdchen (Hybrid)

Hippocampus comes x barbouri wird umgangssprachlich oft als Kimmichs Seepferdchen (Hybrid) bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
5803 
Wissenschaftlich:
Hippocampus comes x barbouri 
Umgangssprachlich:
Kimmichs Seepferdchen (Hybrid) 
Englisch:
Hippocampus comes x barbouri 
Kategorie:
Seepferdchen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Hippocampus (Gattung) > comes (Art) 
Erstbestimmung:
Cantor, 1849 
Vorkommen:
Zuchttier 
Größe:
bis zu 12cm 
Temperatur:
22°C - 26°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Cyclops (Ruderfußkrebse), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
CITES:
Anhang II 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2013-07-25 22:43:29 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Hippocampus comes x barbouri sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Hippocampus comes x barbouri interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Hippocampus comes x barbouri bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Ben Kimmich ist ein ausgesprochener Seepferdchen-Fachmann und ihm ist eine ganz besondere Nachzucht gelungen.
Wir bedanken uns herzlich für die Bilder von Ben und seinen nachfolgenden, sehr interessanten Bericht:

Hippocampus kimmich gibt es erst seit 2010. Sie wurden von Ben Kimmich aus hippocampus barbouri und hippocampus comes gezüchtet.
Es gibt sie in vielen Farben mehrheitlich in gelb-orange-rot-braun-grau-schwarz. Die Farben sind jedoch nicht fix und können sich je nach der Umgebung oder Stimmung verändern.
Hippocampus kimmich haben die typische stachelige Krone der H. barbouri und zudem das gestreifte Maul der H. comes.
Die Männchen tragen die Eier 14 Tage aus. Gegen Ende dieser Phase ist die Brusttasche meist prall gefüllt und der Körperdurchmesser verdoppelt sich dadurch fast. Die Geburt findet in der Regel morgens statt. 50 Jungtiere pro Wurf sind keine Seltenheit.
Die Pferdchen sind nach der Geburt hell und 7-10mm gross. Sie schwimmen zu Beginn meistens mit aufgerolltem Schwanz. Das Aufzuchtbecken sollte schwach belüftet werden und die Wassertemperatur 26C betragen. Die Strömung im kleinen Becken lässt sich wie in den allgemeinen Infos beschrieben auch über die Belüftung regulieren. Die Wasserqualität ist das Wichtigste. Empfehlung: Maximal 30 Pferdchen pro Aufzuchtbecken.

Mindestens 2x pro Tag sollte man Copepoden zugeben. Jedes einzelne neugeborene Pferdchen hat einen gewaltigen Hunger und frisst bis zu 2000 Copepoden am Tag. Artemianauplien können je nach der Grösse der Neugeborenen von Anfang an mitgefüttert werden.
Wer von Anfang an Artemianauplien füttern muss, der beachte folgendes: Da die kleinen Seepferdchen die Nauplien nicht gut verdauen können, dürfen nur wenige ganz frisch geschlüpfte Nauplien angeboten werden, damit diese lange genug im Verdauungstrakt bleiben und verdaut werden können.
Ab dem ersten Tag muss etwas zum Festhalten ins Aufzuchtbecken geben werden. Die Pferdchen werden schnell schwarz und bleiben es oft auch 2 Monate lang.
Am besten geht es den freischwimmenden Pferdchen. Diejenigen, die an der Oberfläche kleben haben oft Luft im Bauch. Manchmal kommen sie trotzdem durch, doch oftmals sind es Todeskandidaten und ein Anzeichen für schlechtes Wasser oder eine ungünstige Strömung.
Pferdchenbabies die am Boden sitzen und nicht regelmässig nach Futter suchen können sich inerhalb eines Tages trotzdem wieder erholen. Unkontrollierte Zuckungen kann man beobachten, wenn die Pferdchen versuchen mit dem Schwanz Copepoden vom Körper abzustreifen.
Nach 2 Wochen sind die Pferdchen bereits gut doppelt so lang wie bei der Geburt. Die erste Hürde ist überstanden.
Nun ist Konstanz in der Pflege gefragt. Mit einer Grösse von ca. 4 cm können die Pferdchen auf Frostfutter umgewöhnt werden. Wenn dies erfolgreich war, ist das Gröbste überstanden.
Nach 5 Monaten sind die Geschlechter feststellbar. Vom Moment an, in dem die Männchen durch einen feinen Strich als solche erkennbar sind, bis zur ersten Geburt dauert es nur etwa 3 Monate.
Noch am selben Tag der Geburt oder am Tag danach findet in der Regel schon wieder die Eiübergabe statt. Das Männchen bebalzt das Weibchen oft schon einen Tag vor der Geburt. Danach zeigt es, durch Kontraktion des Körpers, dass die Bruttasche leer ist und bietet diese weit geöffnet dem Weibchen zur Befüllung an.
Das Männchen ist sehr hartnäckig und so dauert dieses Ritual oft 30 Minuten. Wenn die Positionen stimmen, legt das Weibchen von oben die Eier in die Bruttasche des Männchens.
Während dieses Vorganges steigt das Paar langsam bewegungslos auf. Wenige Sekunden später ist die Eiübergabe vollbracht. Das Männchen verteilt die Eier nun mittels schüttelnder Bewegungen in seiner Bruttasche.
Quelle:http://www.kimmich.ch/hippocampuskimmich.htm

Achtung: Ben hat extra darauf hingewiesen, dass er keine Hybride verkauft!
Ben hält seine Seepferdchen bewußt in einem 400-Liter-Becken, den Tieren zuliebe!

Weiterführende Links

  1. Homepage Ben Kimmich (deut.)

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