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Epinephelus merra Honigwaben-Zackenbarsch

Epinephelus merra wird umgangssprachlich oft als Honigwaben-Zackenbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
3173 
AphiaID:
218228 
Wissenschaftlich:
Epinephelus merra 
Umgangssprachlich:
Honigwaben-Zackenbarsch 
Englisch:
Dwarf-spotted Grouper, Honeycomb Cod, Honeycomb Grouper, Honeycomb Rock Cod, Wire-netted Reefcod, Wire-netting Cod 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Epinephelus (Gattung) > merra (Art) 
Erstbestimmung:
Bloch, 1793 
Vorkommen:
Andamanensee, Australien, Banggai-Inseln, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), China, Färöer-Inseln, Französisch-Polynesien, Guam, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Java, Kambodscha, Kenia, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komoren, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mayotte, Neukaledonien, Niue, Nördliche Mariannen, Norforkinsel, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Raja Ampat, Salomon-Inseln, Samoa, Süd-Afrika, Sulawesi, Sumatra, Tahiti, Taiwan, Tansania, Timor-Leste, Togian-Inseln, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, Vanuatu, Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel  
Meerestiefe:
1 - 50 Meter 
Größe:
bis zu 31cm 
Temperatur:
23°C - 27°C 
Futter:
Felsgarnelen, Futtergarnelen, Garnelen, Kleine Fische, Korallenfische aller Art, Krabben, Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Lebendfutter, Mysis (Schwebegarnelen), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zoochlorellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-02-10 11:06:04 

Haltungsinformationen

Bloch, 1793

Epinephelus merra ist sehr häufig in seichten Lagunen und seewärts gelegenen Riffen anzutreffen.

Juvenile Tiere halten sich gerne im Dickicht der Acropora-Korallen auf.

Gefressen werden Krebstiere und Fische.

Epinephelus merra ist beim oberflächigen Hinsehen leicht mit dem Epinephelus spilotoceps zu verwechseln, der das gleiche Verbreitungsgebiet hat.

Jedoch fehlen dem E. merra die typischen schwarzen Flecken entlang der Rückenflosse.
Auch ähnelt er dem Epinephelus quoyanus, der jedoch ausschließlich den westlichen Pazifik bewohnt.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Cephalopholis merra (Bloch, 1793)
Ephinephelus merra Bloch, 1793
Epinephalus merra Bloch, 1793
Serranus merra (Bloch, 1793)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Serranidae (Family) > Epinephelinae (Subfamily) > Epinephelus (Genus) > Epinephelus merra (Species)

Weiterführende Links

  1. Fischbase (multi)
  2. WoRMS (en)

Bilder

Allgemein

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