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Acanthurus leucosternon Weißkehldoktor

Acanthurus leucosternon wird umgangssprachlich oft als Weißkehldoktor bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 1200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
542 
Wissenschaftlich:
Acanthurus leucosternon 
Umgangssprachlich:
Weißkehldoktor 
Englisch:
Blue Surgeonfish, Powderblue Surgeonfish, Powder Blue Surgeonfish, Powder-blue Tang, Powder Blue Tang 
Kategorie:
Doktorfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Acanthuridae (Familie) > Acanthurus (Gattung) > leucosternon (Art) 
Erstbestimmung:
Bennett, 1833 
Vorkommen:
Andamanensee, Bangladesch, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Chagos-Archipel, Golf von Oman / Oman, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Iran, Jemen, Kenia, Kokos-Keelinginseln, Komodo, Komoren, La Réunion, Madagaskar, Malediven, Mauritius, Mayotte, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nikobaren, Ost-Afrika, Seychellen, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Taiwan, Tansania, Thailand, Weihnachtsinsel  
Meerestiefe:
1 - 25 Meter 
Größe:
bis zu 30cm 
Temperatur:
23°C - 27°C 
Futter:
Algen, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Krill (Euphausiidae), Löwenzahn, Mysis (Schwebegarnelen), Nori-Algen, Salat 
Aquarium:
~ 1200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-10-23 08:45:16 

Haltungsinformationen

Bennett, 1833

Der Weißkehl-Doktorfisch ist eine Art aus der Familie der Doktorfische. Man findet ihn überwiegend im Flachwasser rund um das Korallenriff. Sie leben im Meer von Fadenalgen, also sind eigentlich reine Vegetarier. Sie sind Einzelgänger, bilden aber im Meer durchaus Fressschwärme. Dieses Verhalten erlaubt ihnen sich Nahrungsgründe zugänglich zu machen, in denen sie alleine sonst nichts bewirken könnten.

Acanthurus leucosternon ist zweifelsohne einer der empfindlichsten Doktoren.
Von diesem wunderschönen Doktor kommen leider nur ganz wenige durch, vor allen dann in gut besetzten Riffaquarien oder Fischaquarien. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass er empfindlich gegen Nesselgifte sein soll. Das stimmt unserer Ansicht nach nicht, sonst würden viele, die ihn im vollen Korallenbecken halten, wohl eher Verluste haben.

Er ist aus unserer Sicht eher empfindlich gegen klitzekleine Veränderungen. Es reicht schon Kalkwasser hinzu zugeben und der Fisch bekommt Pünktchen. Damit uns keiner falsch versteht, wir sehen ihn ab und an in diversen Becken schwimmen, was soviel heißt, dass er hin und wieder auch eine Weile überlebt.

Zur Haltung ließe sich noch sagen, dass er recht "giftig" gegenüber anderen Doktoren werden kann. Der Weisskehldoc versucht oftmals der "Chef" eines Aquariums zu werden. Man sollte sich daher den Kauf gut überlegen. Er nimmt auf jeden Fall schnell Futter auf, von Salat über Frost - und Flockenfutter. Am besten ist, wenn er Chef sein darf, dann reagiert er weniger anfällig, als wenn er dauernd unter Stress steht.

Man sollte zudem immer eine UV-Anlage am laufen haben, und das Wasser sollte möglichst die besten Voraussetzungen liefern!

Es versteht sich zudem von selbst dass ein Weisskehl Doktor ein ausreichend großes Becken bekommen sollte, die angegebenen 1.200 Liter sind eigentlich noch zu wenig.

Der Weisskehl Doktor ist daher auf keinen Fall ein Anfängerfisch und nur in gut einem ausreichend großen und auch eingefahrenen Becken mit Top-Technik zu halten. Schon der Einfluss von lauten und brummenden Strömungs- oder Förderpumpen verursacht Stress, so dass sie Pünktchen bekommen können.

Synonyme:
Acanthurus delisiani Valenciennes, 1835
Acanthurus delisianus Valenciennes, 1835
Acanthurus leucosternum Day, 1889
Hepatus leucosternon (Bennett, 1833)
Rhombotides leucosternon (Bennett, 1833)

Systematik:
Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Acanthuridae (Family) > Acanthurinae (Subfamily) > Acanthurus (Genus)




Bilder

Juvenil (Jugendkleid)

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Allgemein


Erfahrungsaustausch

robertbaur am 23.01.19#50
Werter Vorposter Biologe,

nach nun 30 Jahren Meerwasseraquaristik, einigen Tauchgängen und vielen Kontakten zu Tauchern - aber vielmehr zu Meerwasserfachgeschäften und Pflegern von Tieren, muss ich der von Dir gemachten Angabe, dass ein Weisskehl Doktor Korallen frisst, ganz klar widersprechen.
Dem ist nicht so. Der eindruck mag entstehen da Doktoren algen fressen, aber sie fressen ganz sicher keine Korallenpolypen.

Gruß Robert
biologe am 19.01.19#49
Es ist wie immer ,....und das auch bei diesem Fisch mit Sachverstand und Hintergrundwissen an die Sache heran zu gehen, mal Krankheit und Hospitalismus auf der Seite gelassen finde ich den Fisch haltbar,... wie ich schon beim Achilles beschrieben von mir ,..bedarf es wirklich Fachwissen und ein biologisches Verständnis, Habitat, Futter, Freiraum, Schwimmraum, Fischbesatz usw. was ich heute vielmehr thematisieren möchte ist das verhalten vom Weisskehldoc in Bezug auf Korallen,....bzw. anfressen verschiedenster Korallen,... immer wieder höre ich,... der geht an alle Korallen!,... das habe ich nie gelesen und gehört! Wichtig!!!! bitte auch Fachbücher lesen und nicht nur internetseiten,.. schlechte Lexikon infos,... sonder wirklich gezielt mit Fischforschern und Biologen reden. Denn viele Doktoren und gerade eben der Weisskehl fressen und das ist ganz normal gerne Korallen. In allen formen und Farben wird munter drauflos gefressen.
Mich wundert also immer wieder die Empörung und das beschriebene,.. das zeigt mir,... uninformierte Händler und uninformierte Käufer.
Wenn also Doktorfische Korallen fressen, Fazit = das ist ganz normal, warum? Ich als Taucher habe es in der freien Natur immer wieder gesehen, direkt vor meiner Nase die in meiner Taucherbrille eingehüllt war. lieben Gruss aus der Schweiz der Biologe.
Heimes2 am 08.10.17#48
Hallo zusammen.
Nun nach einigen Jahren , kann ich sargen,das der Weißkehldoktor nicht unbedingt sehr schwer zu halten ist.
Er sollte nur nicht in neu eingerichtete Becken einziehen und vor allen Dingen genügend Platz bekommen. Da ich mein 1200 Liter Becken bald entleeren muss , da ich eine neue Rückwand einbauen möchte , werde ich dies nutzen und einen Acanthurus Nigricans dazu setzten.
Es sind auch noch andere Doktorfische im Becken, mit denen er sich gut verträgt.
Also eigentlich ist er nicht schwer zu halten,wenn man einige Dinge beachtet.
Man muss sich nur im klaren sein , das es mit der Ruhe im Becken meist vorbei ist , da er immer versucht , sich mit den anderen Doktoren zu messen.
Ansonsten ist es einer der schönsten Doktorfischen.
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Unterhaltung

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AndreLuty am 21.01.19#2
Sorry, aber ich kann mit den Bemerkungen von "Biologe" nix anfangen, das stört, muss das hier stehen bleiben?

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