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Acanthurus achilles Achilles - Doktor

Acanthurus achilles wird umgangssprachlich oft als Achilles - Doktor bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Es wird ein Aquarium von mindestens 1500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
550 
Wissenschaftlich:
Acanthurus achilles 
Umgangssprachlich:
Achilles - Doktor 
Englisch:
Achilles Tang, Redspot Surgeonfish, Red-spotted Surgeonfish, Redtail Surgeonfish 
Kategorie:
Doktorfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Acanthuridae (Familie) > Acanthurus (Gattung) > achilles (Art) 
Erstbestimmung:
Shaw, 1803 
Vorkommen:
Amerikanisch-Samoa, Australinseln (Tubuai-Inseln und Bass-Inseln), Caroline-Atoll, Chagos-Archipel, Clipperton-Insel, Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Gambierinseln, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Golf von Kalifornien / Baja California, Golf von Mexiko, Guam, Hawaii, Howlandinsel, Japan, Johnston-Atoll, Kiribati, Linieninseln, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Mexiko (Ostpazifik), Midwayinseln, Mikronesien, Neukaledonien, Niue, Nördliche Mariannen, Palau, Phoenixinseln, Pitcairn Gruppe, Rapa, Samoa, Tahiti, Tokelau, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, United States Minor Outlying Islands, Vietnam, Wake-Atoll, Wallis und Futuna 
Meerestiefe:
0 - 10 Meter 
Größe:
23 cm - 24 cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Algen, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Krill (Euphausiidae), Löwenzahn, Mysis (Schwebegarnelen), Nori-Algen, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 1500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-01-08 09:03:23 

Haltungsinformationen

Shaw, 1803

Der Achilles-Doktorfisch (Acanthurus achilles) ist eine Art aus der Familie der Doktorfische (Acanthuridae) und gehört in dieser der Unterfamilie der Acanthurinae an.

Dieser, für eine Acanthurus Art recht kleine Fisch mit "nur" 24 cm, wird in manchen Büchern als haltbar beschrieben. Roberts Erfahrung nach sind das aber eher große Ausnahmen. Meist gelingt die längerfristige Haltung des sehr heiklen Doktor nicht und ist meist als Ausnahme anzusehen.

Es gilt hier das Gleiche, wie bei dem Weisskehldoktor. FINGER WEG!!

Viel zu viele sterben nur dafür, dass einige von 50 Tieren es mal schaffen und in einem Becken länger überleben. Das muss sicherlich nicht sein. Dieser Fisch stirbt meist viel zu schnell, ist dazu auch recht anfällig gegen Pünktchen. Er hat vor allem nichts in zu kleinen Becken zu suchen, das stresst den heiklen Fisch enorm.

Jetzt werden einige sagen, bei mir hält er....... aber bei wie vielen nicht? Einzelhaltung!?

Wenn überhaupt, dann als ganz, ganz junges Tier kaufen, da sind die Chancen am höchsten.

Nimmt oft schnell Futter auf, sowohl Frost- als auch Flockenfutter. Benötigt allerdings auch deutlich mehr Nahrung als andere. Siehe Kommentare unten.

ein Kommentar von Harald Bänsch:
Der vielleicht schönste Doktorfisch den es gibt aber auch mit Sicherheit einer der schwierigsten. Ich persönlich kenne keinen Aquarianer der diesen Fisch über einen nennenswerten Zeitraum hinweg gut halten konnte. Der Achilles scheint eine recht niedrige Reizschwelle zu besitzen und dadurch leicht zu stressen. Das macht ihn für viele Ekto- und Endoparasiten anfällig. Einmal infiziert schreitet der Befall rasant voran und selbst bei schnell eingeleiteten Maßnahmen ist der Fisch meist nicht mehr zu retten. Sollte man aber es geschafft haben den Fisch stabil in der Riffgemeinschaft eines Aquariums etabliert zu haben, kann der Achilles anderen Mitbewohnern oder Neuankömmlingen gegenüber sehr ungehalten reagieren.

Ein Exemplar das ich über längere Zeit bei einem befreundeten Aquarianer beobachten konnte reagierte auf jede Veränderung im Aquarium, wie etwa eine neue Koralle oder Änderungen im Riffaufbau, mit massivem Stress. Der Fisch legte sich auf die Seite und zeigte innerhalb kürzester Zeit Pünktchen. Ich teile die Ansicht von Robert das der Aufwand für den Otto-Normal-Aquarianer auf Dauer nicht zu stemmen ist um diesen Fisch pflegen zu können. Daher würde auch ich jedem abraten sich diesen Fisch ins Becken zu holen.

Synonyme:
Acanthurus achillas Shaw, 1803
Acanthurus aterrimus Günther, 1872
Hepatus achilles (Shaw, 1803)
Hepatus aterrimus (Günther, 1872)
Teuthis achilles (Shaw, 1803)
Teuthis aterrimus (Günther, 1872)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Acanthuridae (Family) > Acanthurinae (Subfamily) > Acanthurus (Genus)

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Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Schmulzo am 14.01.18#14
Update nach vier Jahren ist unverändert, der Fisch ist fit wie eh und je. Ein Versuch die Anlage komplett ohne UV laufen zu lassen, wie das früher der Fall war, musste ich dem Achilles zuliebe aufgeben und lasse nun ein wenig UV ständig mitlaufen da er sonst doch ein Paar Ichtyos mit der Zeit bekommt.
Jack1234 am 08.01.18#13
Halte 3 Tiere in einem 5000 Liter Becken .. viel Schwimmraum, viel Strömung , Futter bis zu 8 mal täglich , fressen bei mir nur Granolat und Algen angewachsen auf Steinen.. gehen an Lebendfutter Mysis , Artemia usw nicht ran ,nehmen auch bei mir keine Flocken oder Norialgen, sehr heikel in der Eingewöhnung , einmal eingewöhnt gut haltbar ..kann sehr empfindlich auf neue Fische die ohne Quarantäne eingebracht werden reagieren und schnell eingehen . Becken am besten in Ruhe lassen und auf gute Wasserqualität achten .. nix für kleine Riffaquarien in meinen Augen .. Bei mehreren Tieren kommt es oft zu aggressivem Verhalten ..
Schmulzo am 31.12.15#12
Ich halte den Achilles inzwischen seit 2 Jahre in einem Bunt gemischten Becken in dem auch diverse andere Doktorfische schwimmen. Nach der Eingewöhnungsphase in der mein Japonicus und vor allem der Weiskehldoktor ihn schon recht heftig attackierten, hat er sich nach einigen Wochen gut eingelebt. Pünktchen die er durch den Stress bekam wurden mit einschalten der UV Anlage wieder eliminiert und seitdem habe ich keine Probleme mit ihm. Mir ist nur aufgefallen das er extrem viel frisst gegenüber den anderen und dies auch scheinbar benötigt da er extrem viel schwimmt. Ich füttere speziell wegen ihm Sinkfutter das er ständig vom Boden aufnimmt und wohl auch benötigt. Fressen tut er alles was reinkommt wobei sein Wachstum eher langsam von statten geht. Für mich ein toller Fisch der meiner Meinung nach nicht einfach aber trotzdem gut zu halten ist. Es sollten sich nur erfahrene Aquarianer diesem Fisch zuwenden die über genügend UV verfügen und auf die Fütterung des Achilles ein besonderes Augenmerk legen, da er sonst sehr schnell abmagern und verenden kann. Im zweifel lieber Finger weg.
14 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Acanthurus achilles

biologe am 14.01.19#1
Thema achilles, der fisch ist haltbar das ist mal klar, natürlich mit genügend Sachverstand und einer besonderen intensiven Beobachtung und gezielten Besatz an fischen stellt dieser fisch in einem genügend grossen Becken zwar eine Herausforderung da aber es ist nicht unmöglich. Stress entsteht nur bei zu wenig Freiraum und falschem Besatz von fischen einer schlechten Ernährung und zu wenig sinnvoll geschaffenen Habitat. Ich halte Weisskehl, Achilles und Pinzettfisch (diverses andere anspruchsvolle) alles fische wo immer wieder in der Literatur als schwierig heikel anfällig und sämtlichen anderen Superlativen bezeichnet werden. wenn man die Natur versteht und sinnvoll die Materie studiert stellen die fische keine Probleme da. oft ist es die Lobby von Händlern die Käufern fische verkaufen ohne den Hintergrund von wissen zu erfragen. solche komplexen Hobbys sollten und müssen nur von menschen ausgeführt werden so wie es mit alles Lebewesen sein sollten die mit sinn und verstand dahinter sind. der Fisch oder diese fische sind keine Tiere für ein kurzes buntes Hobby sondern sollten mit theoretischen und praktischen Fachwissen gehalten werden und gehören einfach nicht in Hände ohne dieses beschriebene erreicht zu haben. Die macht ein Tier zu kaufen aufgrund von Geld und Angebot ist die heikle frage und genau da muss angesetzt werden. Grüsse aus der Schweiz vom Biologe.
Ps. ich habe jahrelang Kolibris gezüchtet, es gab Züchter mit viel Geld und riesen Glashäusern die hatten einen Todesfall nach dem anderen und kauften sich immer wieder Vögel,... ich züchtetet die Vögel in kleinen Käfigen bei vollster Gesundheit,.. wieso wohl?l aufgrund von Sachverstand und jahrelangen studiertem Fachwissen und einem gewissen Händchen mit Beobachtungsgabe das soll aufzeigen um was es geht! Achtsamkeit, kein verkauf ohne Bewilligung wie in der Schweiz bei solchen vögeln üblich dies sollte auch bei solchen fischen eingeführt werden.!!!!!!

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