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Lutjanus fulvus Schwarzschwanz-Schnapper

Lutjanus fulvus wird umgangssprachlich oft als Schwarzschwanz-Schnapper bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 5000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.


Profilbild Urheber AndiV

Copyright Richard, Foto Mirbat, Oman, Arabisches Meer




Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
3868 
AphiaID:
218475 
Wissenschaftlich:
Lutjanus fulvus 
Umgangssprachlich:
Schwarzschwanz-Schnapper 
Englisch:
Blacktail Snapper 
Kategorie:
Schnapper 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Lutjanidae (Familie) > Lutjanus (Gattung) > fulvus (Art) 
Erstbestimmung:
(Forster, ), 1801 
Vorkommen:
Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Arabisches Meer / Persicher Golf, Australien, Banggai-Inseln, Bangladesch, Brunei Darussalam, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), China, Cookinseln, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Französisch-Polynesien, Golf von Oman / Oman, Guam, Hawaii, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Karolinen-Archipel, Kenia, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komoren, La Réunion, Linieninseln, Lord-Howe-Insel, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Niue, Norforkinsel, Ost-Afrika, Pakistan, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Salomon-Inseln, Salomonen, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Sumatra, Taiwan, Tansania, Timor-Leste, Tokelau, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, Vanuatu, Vietnam, Wake-Atoll, Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel 
Meerestiefe:
1 - 75 Meter 
Größe:
bis zu 40cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Garnelen, Kleine Fische, Krustentiere 
Aquarium:
~ 5000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-04-06 11:00:47 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Lutjanus fulvus besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Lutjanus fulvus bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Lutjanus fulvus aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

Lutjanus fulvus (Forster, 1801)

Die Aufnahme entstand durch Silvia beim einem Tauchgang.

Meist halten sich Schnapper in der Nähe oder zwischen Acropora-Korallen sowie Gorgonien auf.
Juvenile Tiere können oft über Sandboden oder auch Seegraswiesen sowie über den schlammigen Böden der Lagunen und Mangroven-Bereiche angetroffen werden.

Adulte Tiere sieht man während des Tages oft in Schwärmen.
Juvenile Tiere findet man oft auch in den Brackwassergebieten der Flußdeltas.

Lutjanus fulvus ernährt sich hauptsächlich von kleineren Fischen, Garnelen, Krabben und Würmern, aber auch von Schnecken und anderem Kleingetier.

Dieser Schnapper erreicht eine Endgröße von ca. 40 cm und ist darüber hinaus, aufgrund seines Fressverhaltens, eher weniger für eine Haltung im Riffaquarium geeignet.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Diacope analis Valenciennes, 1830
Diacope aurantiaca Valenciennes, 1830
Diacope flavipes Valenciennes, 1830
Diacope immaculata Cuvier, 1828
Diacope marginata Cuvier, 1828
Diacope vaigiensis Quoy & Gaimard, 1824
Diacope xanthopus Cuvier, 1829
Genyoroge nigricauda De Vis, 1884
Holocentrus fulvus Forster, 1801
Lutianus fulvus (Forster, 1801)
Lutianus marginatoides Kendall & Goldsborough, 911
Lutianus vaigiensis (Quoy & Gaimard, 1824)
Lutjanus marginatus (Cuvier, 1828)
Lutjanus vaigiensis (Quoy & Gaimard, 1824)
Mesoprion argenteus Hombron & Jacquinot, 1853
Mesoprion gaimardi Bleeker, 1859
Mesoprion kagoshimana Döderlein, 1883
Mesoprion marginipinnis MacLeay, 1883
Mesoprion maus Montrouzier, 1857
Serranus limbatus Valenciennes, 1828

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Lutjanidae (Family) > Lutjanus (Genus) > Lutjanus fulvus (Species)

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 19.08.2020.

Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


Allgemein

Copyright Richard, Foto Mirbat, Oman, Arabisches Meer
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Copyright Paul Asmann, Wakakya, Fidshi
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Copyright Paul Asmann, Wakakya, Fidshi
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Copyright J. E. Randall, Foto Enewetak, Marschallinseln
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Copyright Dr. Paddy Ryan
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Lutjanus fulvus
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