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Lutjanus gibbus Buckel-Schnapper

Lutjanus gibbus wird umgangssprachlich oft als Buckel-Schnapper bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2699 
AphiaID:
218480 
Wissenschaftlich:
Lutjanus gibbus 
Umgangssprachlich:
Buckel-Schnapper 
Englisch:
Humpback Red Snapper, Paddletail Snapper, 
Kategorie:
Schnapper 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Lutjanidae (Familie) > Lutjanus (Gattung) > gibbus (Art) 
Erstbestimmung:
(Forsskål, ), 1775 
Vorkommen:
Admiralitätsinseln, Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Australien, Banggai-Inseln, Bangladesch, Brunei Darussalam, Caroline-Atoll, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), China, Cookinseln, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Französisch-Polynesien, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Golf von Oman / Oman, Guam, Hawaii, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kenia, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komodo, La Réunion, Linieninseln, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Mosambik, Nauru, Neukaledonien, Niue, Nördliche Mariannen, Okinawa, Ost-Afrika, Pakistan, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Rotes Meer, Salomon-Inseln, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Sumatra, Tahiti, Taiwan, Tasmanien, Thailand, Timor-Leste, Tokelau, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, Vanuatu, Vietnam, Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel  
Meerestiefe:
1 - 150 Meter 
Größe:
bis zu 50cm 
Temperatur:
23°C - 27°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Kleine Fische 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-08-27 16:08:48 

Haltungsinformationen

(Forsskål, 1775)

Das erste Foto entstand bei einem Tauchgang vor Thudufushi (Malediven).

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonym:
Anthias heraldi Schultz, 1953
Diacope axillaris Valenciennes, 1830
Diacope borensis Cuvier, 1828
Diacope coccinea Cuvier, 1828
Diacope lineata Quoy & Gaimard, 1824
Diacope melanura Rüppell, 1838
Diacope rosea Valenciennes, 1830
Diacope striata Cuvier, 1828
Diacope tiea Lesson, 1831
Genyoroge bidens MacLeay, 1882
Lutianus gibbus (Forsskål, 1775) (misspelling)
Lutianus tahitiensis Seale, 1906
Lutjanus coccineus (Cuvier, 1828)
Lutjanus comoriensis Fourmanoir, 1957
Mesoprion janthinurus Bleeker, 1854
Sciaena gibba Forsskål, 1775

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Lutjanidae (Family) > Lutjanus (Genus) > Lutjanus gibbus (Species)

Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


Allgemein

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