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Centropyge argi Blauer Zwergkaiserfisch

Centropyge argi wird umgangssprachlich oft als Blauer Zwergkaiserfisch bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Es wird ein Aquarium von mindestens 250 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
268 
Wissenschaftlich:
Centropyge argi 
Umgangssprachlich:
Blauer Zwergkaiserfisch 
Englisch:
Cherubfish 
Kategorie:
Zwergkaiser 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Pomacanthidae (Familie) > Centropyge (Gattung) > argi (Art) 
Erstbestimmung:
Woods & Kanazawa, 1951 
Vorkommen:
Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Cayman Inseln, Costa Rica, Dominikanische Republik, Florida, Französisch-Guayana, Golf von Mexiko, Guadeloupe, Haiti, Honduras, Indonesien, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Nicaragua, Niederländischen Antillen, Panama, Puerto Rico, USA, Venezuela, West-Atlantik  
Meerestiefe:
5 - 80 Meter 
Größe:
6 cm - 7 cm 
Temperatur:
25°C - 28°C 
Futter:
Algen, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Lobstereier, Löwenzahn, Mysis (Schwebegarnelen), Nori-Algen, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 250 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-09-29 08:17:00 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Centropyge argi sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Centropyge argi interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Centropyge argi bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Woods & Kanazawa, 1951

Centropyge argi lebt im tropischen Westatlantik an der Küste Floridas, Bermudas, im Golf von Mexiko und in der Karibik, bis an die Küste Französisch-Guayanas. Der Blaue Zwergkaiserfisch erreicht eine Länge von ca. 8 cm. Bei Juvenlien ist der gelbe Farbbereich am Kopf größer, wird aber mit zunehmendem Alter immer mehr zurückgedrängt. Lebt sehr versteckt in steilen und tiefen Außenriffen, meist Paarweise, bisweilen auch in einer kleinen Haremsgruppe. Der Blaue Zwergkaiserfisch ein protogyner Hermaphrodit, die Fische sind bei erreichen der Geschlechtsreife zunächst weiblich und werden dann mit der Zeit zum Männchen.

Centropyge argi ist neuen Fischen gegenüber teilweise recht aggressiv. Nicht nur anderen Centropygen sondern auch Fischen aus anderen Familien setzt er bei deren Eingewöhnung zu. Meist gibt sich das verhalten aber wieder.

Es gibt selten den Hinweis dass mit der Pflege von C. argi Glasrosen im Aquarium weniger werden. Wir können das allerdings noch nicht konkret bestätigen dass der Fisch aktiv Glasrosen frisst. Wir wären daher auf Ihre Erfahrung angewiesen.

Patrick Petzold fügt an:
Argi ist bereits vollständig ausgewachsen, ca 6-7 cm groß. Beide fressen einfach alles, selbst Spirulina.
Am Tage beachten sich beide eigentlich recht wenig, aber abends ist Argi immer auf der Suche und ( nicht ganz ernst nehmen ) bekommt Stromschläge, und verliert im unteren Bereich die Farbe. Acanthops wird, wenn möglich, im unteren Afterbereich angeschubst, und in die Strömung werden dann die Eier entlassen.

Beide haben bei mir noch nie an Korallen rumgeknabbert. Ich gehe davon aus, dass dies evtl. bei zu wenig Futter auftritt. Dies mag vermutlich aber von jedem einzelnen Individuum abhängen.

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Pomacanthidae (Family) > Centropyge (Genus)

Bilder

Allgemein


Haltungserfahrung von Benutzern

sasori am 20.01.15#10
Ich halte vier dieser schönen Tiere. Eines ist ein Männchen, die anderen Weibchen. Die Weibchen haben eine klarere Abgrenzung von der gelben Maske zum blau, ausserdem ist die Afterflosse meiner Meinung nach eher rund, die des Männchens ist eher spitzig. Er ist auch "bulliger" im Aussehen.
Wir haben zuerst ein Trio gekauft, welches beim Händler schon so zusammengeschwommen ist. Die Fische lagen alle auf der Seite als wir zu Hause ankamen, wiederholten sich aber während des Angleichens.
Sie picken gerne hier und da, verschmähen aber bis jetzt kein Futter (egal ob Granulat, Flocken, Frofu oder Lebendfutter).
Innerartlich gibt es manchmal rumgejage.
Als ein einzelner Argi beim Händler schwamm, beschlossen wir, ihn zu adoptieren.
Leider wurde er nur rumgehetzt, und das kleine Weiblein (deutlich kleiner als die anderen drei) war irgendwann erschöpft, ich habe sie dann rausgefangen und in eine Schwimmschule gesetzt. Sie wurde dort separat gefüttert und vom Standort immer mal wieder verändert. Eine Woche lang beschäftigten sich einige Weiber nur mit der Schwimmschule, massive Angriffe gegen die Schwimmschule waren an der Tagesordnung. Als sich die Situation beruhigte, entliess ich das kleine Ding. Es gab eine kurze Jagd, sie flüchtete in die Steine. Am nächsten Tag schwamm sie immer in der Nähe der anderen, wurde ab und zu verscheucht. Nun gehört sie aber zum Trupp dazu, ich erkenne sie nurnoch an der Grösse.
Sie balzen sehr oft. Der Bock (von uns "Pünktlein" genannt, da er einige Flecken im Gesicht hat), zeigt spezielle Schwimmweise, er schwimmt um die Weiber herum, jagt sie in kleinen Kreisen, zeigt einen ganz weissen/silbrigen Bauch. Andere Fische werden in dieser Zeit verjagdt (bei uns oft die S. Nematoptera, da sich diese im Freiwasser befinden). Es wirkt so, als wolle er "Platz" schaffen. Er versucht die Weiber ins Freiwasser zu locken, wenn sie bereit sind, stupst er sie hinten an, sie entlässt Eier, er Sperma, ruckzuck vorbei. Dann beginnt das Spiel nochmals von vorne oder die nächste Dame zeigt sich interessiert.
Bis jetzt wurden noch keine Korallen geschädigt, ausser eine Fungia. Dort blieb oft Granulat liegen und sie haben dann sehr oft gepickt, ich habe aber noch 2 andere im Becken die problemlos gedeihen. Glasrosen habe ich nach wie vor.
Einmal musste ich ein Weib aus dem Ablaufschacht fischen, das geschah aber nie wieder (Becken ist umrandet).
Für mich sind es sehr schöne Fische, bei denen es sich lohnt, sie im Harem zu pflegen. Gegenüber anderen Fischen, zeigt sich der Bock als Chef bei uns (auch deutlich grösseren Fischen gegenüber). Neuankömmlinge werden streng begutachtet und teilweise gehetzt, legt sich aber wieder.
ichbinsnochmal am 20.01.10#9
Nachdem ich in einem Forum drauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich drauf geachtet:
seit ich C. argi pflege, habe ich keine Glasrose mehr im Hauptbecken entdeckt, wohl aber im Technikabteil.
Ansonsten wohnen keine glasrosenfressende Tiere bei mir.
thor am 14.07.09#8
Ich bekam mein C. argi-Pärchen im Juni 2008.Damalige Größe : - Männchen 2,5cm
- Weibchen 2,0cm
Nach genau einem Jahr mißt das Männchen 6,5cm
das Weibchen 4,0cm.
Manche Literaturangabe von 6cm ist deshalb etwas ungenau,bzw. voreilig.
Ansonsten kann auch ich bestätigen,daß C. argi neuen Fischen gegenüber teilweise sehr aggressiv begegnet.Nicht nur anderen Centropygen (C. loriculus musste umgestzt werden),sondern auch Fischen aus anderen Familien (z.B. bei mir Amphiprion allardi)setzt er bei deren Eingewöhnung zu.
Auch bei der Ernährung kann ich die anderen Kommentare bestätigen : problemloser Allesfresser,der bei mir keinerlei Stein- oder Weichkorallen schädigt.

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