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Ostorhinchus wassinki Kardinalbarsch

Ostorhinchus wassinki wird umgangssprachlich oft als Kardinalbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber François Libert, Frankreich

Foto: Bohol, Philippinen

Jungtiere in einem Federstern
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers François Libert, Frankreich . Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
8269 
AphiaID:
712693 
Wissenschaftlich:
Ostorhinchus wassinki 
Umgangssprachlich:
Kardinalbarsch 
Englisch:
Kupang Cardinalfish 
Kategorie:
Kardinalbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Apogonidae (Familie) > Ostorhinchus (Gattung) > wassinki (Art) 
Erstbestimmung:
(Bleeker, ), 1861 
Vorkommen:
Australien, Banggai-Inseln, Indonesien, Malaysia, Northern Territory (Australien), Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Sulawesi, Timor-Leste, West-Australien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 22 Meter 
Habitate:
Geschützte Riffe, Korallenriffe, Unterwasserhöhlen 
Größe:
bis zu 7cm 
Temperatur:
27.6°C - 29.3,°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Krill (Euphausiidae), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-10-07 10:07:44 

Haltungsinformationen

(Bleeker, 1861)

Ostorhinchus wassinki kommt in der Regel in geschützten Küstenkorallenriffen bis zu einer Tiefe von 22 m vor. Man findet ihn oft paarweise oder in kleinen Gruppen zwischen verzweigten Korallen wie Acropora. Die Tiere suchen tagsüber Schutz zwischen den Korallen oder in Höhlen und kommen nachts heraus, um sich von Zooplankton und benthischen Wirbellosen zu ernähren.
Diese Art zeigt während der Balz eine ausgeprägte Paarbindung. Die Männchen brüten die befruchteten Eier im Maul, bis sie schlüpfen (IUCN).

Kardinalbarsche sind Maulbrüter und interessante Aquariumpfleglinge, die allerdings dämmerungsaktiv bzw. nachtaktiv sind.

Wenn man das Glück hat, eine kleine Gruppe Kardinalbarsche zu erhalten, dann wird sich nach einiger Zeit ein balzendes Päarchen zeigen, das Männchen übernimmt die Brutpflege, indem es die befruchteten Eier in seinem Maul pflegt, belüftet und schützt.

Nach dem Entlassen der Jungtiere suchen diese in der Natur Schutz zwischen den Stacheln von Seeigeln oder zwischen den Tentakel von Seeanemonen, im Aquarium wird jede passende Schutzmöglichkeit, wie zum Beispiel Korallen, angenommen.

Synonym:
Apogon wassinki Bleeker, 1861

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Apogonidae (Family) > Apogoninae (Subfamily) > Ostorhinchus (Genus) > Ostorhinchus wassinki (Species)

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. Flicker Homepage zsispeo (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  3. IUCN Red List of Threatened Species (multi). Abgerufen am 07.10.2025.
  4. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Adult

Copyright Ditch Townsend,  Malaysia, Tunku Abdul Rahman Park
1
Copyright Jim Greenfield, Foto Bali, Indonesien
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Copyright Jim Greenfield, Foto Bali, Indonesien
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Copyright Ditch Townsend, Monkey Bay, Tioman Island, Malaysia
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Copyright Dr. J. E. Randall, Foto Indonesia, N. Sulawesi
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Juvenil (Jugendkleid)

Foto: Bohol, Philippinen
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