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Gymnothorax javanicus Riesenmuräne

Gymnothorax javanicus wird umgangssprachlich oft als Riesenmuräne bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.



Steckbrief

lexID:
149 
AphiaID:
217502 
Wissenschaftlich:
Gymnothorax javanicus 
Umgangssprachlich:
Riesenmuräne 
Englisch:
Giant Moray 
Kategorie:
Muränen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Anguilliformes (Ordnung) > Muraenidae (Familie) > Gymnothorax (Gattung) > javanicus (Art) 
Erstbestimmung:
(Bleeker, ), 1859 
Vorkommen:
Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Banggai-Inseln, Brunei Darussalam, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Great Barrier Riff, Guam, Hawaii, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Japan, Java, Jordanien, Kenia, Kokos-Keelinginseln, Komodo, Korallenmeer, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marquesas-Inseln, Mauritius, Mikronesien, Mosambik, Neukaledonien, Niue, Nördliche Mariannen, Northern Territory (Australien), Ost-Afrika, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Queensland (Australien), Raja Ampat, Rotes Meer, Samoa, Seychellen, Singapur, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Sumatra, Taiwan, Tansania, Thailand, Tonga, Vietnam, Wake-Atoll, Weihnachtsinsel, West-Australien 
Meerestiefe:
0 - 50 Meter 
Größe:
280 cm - 300 cm 
Temperatur:
°C - 27°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Kleine Fische, Krustentiere, Muschelfleisch 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-04-13 10:54:03 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Gymnothorax javanicus besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Gymnothorax javanicus bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Gymnothorax javanicus aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

Hierbei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um die grösste bekannte Muräne!
Bedenkt bitte die nötige Grösse des Beckens, um so ein Tier zu pflegen!

Lebt in Lagunen, Korallenriffen und im Seichtwasser bis 50 Meter Tiefe.
Wichtig sind, auch bei dem wirklich beindruckenden Tier, die angebotenen Versteckmöglichkeiten.
Muränen wachsen in Gefangenschaft ca. 20 cm im Jahr, je nach Futterangebot.
Diese Muräne zeigt sich tagsüber kaum, eher erst im Dämmerlicht..
Durch den hohen Futterumsatz sollte die Technik ausreichend sein, und man sollte an evtl. grössere Wasserwechsel denken.

Diese Art ist ein Räuber, der kleinere Fische auf dem Speiseplan hat, mit zunehmender Grösse auch größere Fische.
Das sollte man bei der Haltung immer bedenken.

Man muss sich in dem Zusammenhang das Futter vorstellen, was so ein Tier im Jahr frisst. Aufgrund ihrer Grösse können Bisse bei dieser Art gefährlich werden, grosse Muränen können in sich das Ciguatera-Gift angereichert haben.
Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Vorsicht ist bei allen grossen Muränen geboten !
$muranen
Sollten Sie eine Muräne pflegen, bitte immer eine Futtrzange benutzen, egal ob das Tier zutraulich ist oder nicht!

Hierbei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um die grösste bekannte Muräne!
Bedenkt bitte die nötige Grösse des Beckens, um so ein Tier zu pflegen!

Synonyme:
Gymnothorax javonica (Bleeker, 1859)
Sycodontis javanicus (Bleeker, 1859)
Muraena javanica Bleeker, 1859

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Anguilliformes (Order) > Muraenidae (Family) > Muraeninae (Subfamily) > Gymnothorax (Genus) > Gymnothorax javanicus (Species)

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Allgemein

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