Anzeige
Fauna Marin GmbH AQZENO Aquafair Mrutzek Meeresaquaristik Kölle Zoo Aquaristik

Chromis mamatapara Tiefsee-Riffbarsch, Michels Riffbarsch

Chromis mamatapara wird umgangssprachlich oft als Tiefsee-Riffbarsch, Michels Riffbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
13029 
AphiaID:
1437128 
Wissenschaftlich:
Chromis mamatapara 
Umgangssprachlich:
Tiefsee-Riffbarsch, Michels Riffbarsch 
Englisch:
Michel´s Chromis 
Kategorie:
Riffbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Pomacentridae (Familie) > Chromis (Gattung) > mamatapara (Art) 
Erstbestimmung:
Shepherd, Pinheiro, Phelps, Easton, Pérez-Matus & Rocha, 2020 
Vorkommen:
Chile, Endemische Art, Osterinsel (Rapa Nui), Süd-Amerika (Ost-Pazifik) 
Meerestiefe:
90 - 230 Meter 
Größe:
14,2 cm - 14,9 cm 
Temperatur:
17°C - 27,7°C 
Futter:
Algen, Krill (Euphausiidae), Mikroalgen, Phytoplankton (Pflanzliches Plankton), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-05-25 10:23:21 

Haltungsinformationen

Von der Erstentdeckung dieser neuen Riffart in den Gewässern um die Osterinsel (Rapa Nui) bis zur Veröffentlichung der Erstbeschreibung der neuen Riffbarschart Chromis mamatapara gehen schnell mal einige Jahre ins Land, in diesem Fall sogar über 3 Jahre, vom ersten Foto am 11. März 2017 bis zum 14. Mai 2020!
Neben einer morphologoschen sowie einer DNA-Unterschung müssen auch alle im gleichen Lebensraum vorkommenden Riffbarsch-Arten abgeglichen werden, um eine Art als neue Art zu identifizieren.
Die Erstellung einer Erstbeschreibung erfolgt anhand von genauen Vorgaben und dauert ebenfalls.

Chromis mamatapara ist eine neue Tiefsee-Chromis-Art, die in um die Osterinsel und um die Sala y Gómez (Isla Sala y Gómez), beide gehören zu Chile in sehr großen Tiefen in einem mesophotischen Korallen-Ökosystem anhand von drei Exemplaren beschrieben wurde.
Um die Osterinsel leben Riffbasche über sandigen Böden in einem Tiefenbereich bis 90 Meter, in einer Tiefe von 230 Metern konnten die Tiere mit Hilfe eines ROV-Tiefseetauchboots fotografiert und gesammelt werden.
In dieser Tiefe gehörten azooxanthellate Stichopthes-Peitschenkorallen zu den häufig vorkommenden Korallen , die Barsche wurden in felsigen Fleckenriffen umgeben von sandigen Gebieten, um Rhodolithen und Feldern von Peitschenkoralle (Stichopathes), entlang von Felswänden, die von sandige Gebieten durchsetzt waren, und tote Leptoseris im der Umgebung hatten.

Färbung von adulten Tiere
Der Körper ist insgesamt metallisch hellblau bis lavendelfarben; die Basis der Rückenflosse, das oberes Drittel des Körpers und Kopf oben und hinteere Augenhöhle sind überwiegend goldbraun; die Hinterränder von Schuppen mit gelben Highlights, besonders ausgeprägt auf Kopf und dorsal zwei Drittel des Körpers; Oberkiefer blassgelb; Iris gelb, schwach gelber Balken durch den Interorbitalraum, Mitte der Augenhöhle und quer zum Operculum; distaler Rand dorsal Flosse, Brustflossen, Schwanzstiel und Schwanzflosse überwiegend gelb; vorwiegend Becken- und Afterflossen goldbraun mit blassem Gelb zwischen den Flossenstrahlen, besonders Körpernah; Brustflossenbasis vorwiegend braun; Afterflossenbasis vorwiegend metallisch blau-lavendelblau.

Unterwasserfotos lebender Exemplare:
Körper insgesamt grünlich-gelb, weniger braun und mehr gelb dorsal, mehr ventral blau; kaudaler Stiel und Schwanz gelb; distaler Rand von Schwanzstiel an der Verbindung der hinteren Rückenflosse mit einem großer weißer Fleck, sein Durchmesser entspricht etwa der Breite der Augenhöhle; pektoral Flossen gelb, Beckenflossen blau; Spitze der Augenhöhle und interorbital
Raum gelb; unter der Augenhöhle, entlang Wange und Kehle blau.
Schuppen auf der ventralen Körperhälfte sind zentral abgedunkelt und bilden eine Serie von 5-7 schwachen Streifen von hinter der Brustflosse bis zur Schwanzflossenbasis.
Gelegentlich werden Exemplare in Unterwasseraufnahmen in situ aufgenommen, diese zeigen einen zweiten, weniger ausgeprägten, kleineren, weißen Fleck auf dem Körper knapp unterhalb des Mittelpunkts der Rückenflosse.

Färbung von Jungtieren im Leben basierend auf Farbvideo und Fotos von lebenden Exemplaren: Juvenile Fisvhe sind ähnlich wie Erwachsene in der Färbung, aber insgesamt blasser;
der Körper ist blau bis lavendelfarben, der kaudale Stiel und die Schwanzflosse sind gelb; distaler Rand des Schwanzesstiel am Übergang der hinteren Rückenflosse mit einem grossen weissen Fleck, dessen Durchmesser ungefähr der Breite der Augenhöhle entspricht; Median und paarige Flossen mit weniger gelb als bei Erwachsenen.

Lebensraum und Verbreitung
Von Chromis mamatapara sind derzeit nur zwei bekannte Vorkommen in Rapa Nui (Osterinsel), um die Isla Salas y G'omez, und über dem Seeberg Pukao (~85 km westlich von Rapa Nui).
bekannt.
In 90 Metern Tiefe leben die Barscge in einem felsigen Fleckenriff, das von einem großen Sandbereich umgeben ist, über dem Seeberg Pukao wurden die Fische in felsigen Fleckenriffen
umgeben von sandigen Gebieten, um Rhodolithen und Felder von Peitschenkoralle (Stichopathes), entlang von Felswänden, die von sandige Gebiete durchsetzt und toten oder meist toten Riffe von Leptoseris.

Als Folge des hohen Endemismus in der Region Rapa Nui glauben die Autoren, dass Chromis mamatapara endemisch für die mesophotische Ökosysteme von Rapa Nui, Isla Salas y G'omez und nahe gelegene Seebergen ist, und damit die Notwendigkeit von Erhaltungsmaßnahmen nötig sind.

Das spezifische Epitheton ist ein zusammengesetztes Wort.und bedeutet ''gelber Riffbarsch'' (m¯amata para) in Rapanui, in Bezug auf die gesamte Körperfärbung im Leben.
Zu behandeln als Substantiv in Apposition. Das vorgeschlagene gemeinsame englische Name, Michel's Chromis (Casta˜neta de Michel auf Spanisch), ist zu Ehren des verstorbenen Michel Garcia, der unsere Feldarbeit in Rapa Nui unterstützt und ist leider im Mai 2018 verstorben ist.

Literaturfundstelle:
A New Species of Chromis (Teleostei: Pomacentridae) from Mesophotic Coral Ecosystems of Rapa Nui (Easter Island) and Salas y Gómez, Chile
Bart Shepherd, Hudson T. Pinheiro, Tyler A. Y. Phelps, Erin E. Easton, Alejandro Pérez-Matus, Luiz A. Rocha
14 May 2020
https://bioone.org/journals/copeia/volume-108/issue-2/CI-19-294/A-New-Species-of-Chromis-Teleostei--Pomacentridae-from-Mesophotic/10.1643/CI-19-294.full

Bilder

Adult


Juvenil (Jugendkleid)


Allgemein


Erfahrungsaustausch

0 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen

Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Chromis mamatapara

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Chromis mamatapara