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Eviota bikiniensis Zwerg-Grundel

Eviota bikiniensis wird umgangssprachlich oft als Zwerg-Grundel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Mark Van Nydeck Erdmann & Gerry R. Allen

Eviota bikiniensis, fresh holotype, CAS 249373, 12.7 mm SL male, Bikini Atoll, Marshall Islands (M.V. Erdmann).


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Mark Van Nydeck Erdmann & Gerry R. Allen

Eingestellt von robertbaur.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18390 
AphiaID:
1861374 
Wissenschaftlich:
Eviota bikiniensis 
Umgangssprachlich:
Zwerg-Grundel 
Englisch:
Dwarf Goby 
Kategorie:
Grundeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Gobiiformes (Ordnung) > Gobiidae (Familie) > Eviota (Gattung) > bikiniensis (Art) 
Erstbestimmung:
Erdmann, Greenfield & Ichida, 2025 
Vorkommen:
Bikini-Atoll, Marshallinseln, Pazifischer Ozean, West-Pazifik 
Meereszone:
Supratidal (Supralitoral), Spritzwasserzone oberhalb der Hochwasserlinie außerhalb des Gezeitenbereiches, die nur bei Sturmflutereignissen kurzzeitig vom Wasser bedeckt wird 
Meerestiefe:
- 32 Meter 
Habitate:
Lagunen, Schiffwracks 
Größe:
bis zu 1.6cm 
Temperatur:
23°C - 26°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 100 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-06-06 11:33:57 

Haltungsinformationen

Eviota bikiniensis
Dwarfgoby

Die Aufnahme der Eviota bikiniensis stammt freundlicherweise von Mark Erdmann, vielen Dank dafür. Diese Grundel wurde erst im Jahr 2025 Neu beschrieben.

*Eviota bikiniensis*, eine neue Zwerggrundelart mit einem markanten, blau-weißen und verlängerten ersten Rückenflossenstrahl (bei dem als Holotyp dienenden Männchen), wird anhand eines einzigen Exemplars beschrieben, das am Wrack der USS Saratoga in der Lagune des Bikini-Atolls (Marshallinseln, Pazifischer Ozean) gesammelt wurde.
„Das einzige Exemplar wurde in 32 m Tiefe am Wrack der USS Saratoga in der Lagune des Bikini-Atolls gesammelt; das Tier wurde an einem senkrechten, verrosteten Schott des Wracks entdeckt. Es ist wahrscheinlich, dass diese Art auf tief gelegenen Korallenstöcken innerhalb der Lagune vorkommt und möglicherweise auf den Marshallinseln weiter verbreitet ist; weitere Untersuchungen sind erforderlich, um das gesamte Verbreitungsgebiet zu bestimmen.“

Allgemeines zu Zwerg-Grundeln:
Es gibt derzeit über 100 kleine Zwerg-Grundeln und es werden immer wieder neue Arten entdeckt.

Innerhalb der Familie der Grundeln (Gobiidae) gehören die Eviota zu den zwergwüchsigen Grundeln.

Sie leben meist recht eng mit Korallen zusammen (Stein oder Oktokorallen) Es gibt noch eine Schwestergattung mit den Namen Sueviota.
Beide Gattungen unterscheiden sich lediglich in der Ausprägung des fünften (mittleren) Bauchflossenstrahls.

Diese kleine Grundel kommt unseres Wissen nicht gezielt in den Handel, vermutlich meist dann ohnehin nur als Beifang.
Sie sind einfach auch schwer zu fangen, da sie sich in Korallen versteckten und besonders groß sind sie ja nun auch nicht.

Sind in kleinen Aquarien mit zarten Fischen aber gut haltbar und auch leicht ans Futter zu bekommen. Hervorragend für Nano Aquarien mit ruhigem Besatz.
Man sollte aber vor allem anfangs bevorzugt kleine Futtersorten füttern, da das Tier auch nur 1,7 cm gross wird.

Erdmann, M.V., Greenfield, D.W. & Ichida, N.K. (2025). *Eviota bikiniensis*, a new dwarfgoby from Bikini Atoll, Marshall Islands (Teleostei: Gobiidae). Journal of the Ocean Science Foundation, 45, 1-5. DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.17794266
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Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. Ocean Science Foundation (en). Abgerufen am 06.06.2026.

Bilder

Allgemein


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