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Enneapterygius viridicauda Grünschwanz-Dreilflossenschleimfisch

Enneapterygius viridicauda wird umgangssprachlich oft als Grünschwanz-Dreilflossenschleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Journal of the Ocean Science Foundation

Foto: lores, Indonesien

/ Holotyp, 1,94 cm / Foto: Mark Erdmann
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Journal of the Ocean Science Foundation . Please visit www.oceansciencefoundation.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16557 
AphiaID:
1758019 
Wissenschaftlich:
Enneapterygius viridicauda 
Umgangssprachlich:
Grünschwanz-Dreilflossenschleimfisch 
Englisch:
Greentail Triplefin 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Blenniiformes (Ordnung) > Tripterygiidae (Familie) > Enneapterygius (Gattung) > viridicauda (Art) 
Erstbestimmung:
Fricke, Erdmann & Sianipar, 2024 
Vorkommen:
Flores, Indonesien, Komodo, Östlicher Indischer Ozean 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 5 Meter 
Größe:
0,194 cm - 0,231 cm 
Temperatur:
28°C - 29,8°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-06-23 21:36:06 

Haltungsinformationen

Enneapterygius viridicauda ist nur aus dem Südwesten von Flores, Indonesien, bekannt.
Die Art wurde beobachtet in 1-5 Metern Tiefe in einem gemischten Lebensraum aus Korallen, Schwämmen und Algen beobachtet, der das ganze Jahr über Wellen und Brandung ausgesetzt ist.
Ihre ungewöhnliche rosa-grüne Körperfärbung dient in diesem Lebensraum als Tarnung, die Körperfarben verschmelzen mit dem Hintergrund.

Männchen von Enneapterygius viridicauda sind in der vorderen Körperhälfte rosafarben, mit drei unregelmäßigen helleren Balken, die vordere Seitenlinie ist mit einer Reihe von 9 dunkelbraunen Flecken versehen und die hintere Körperhälfte olivgrün.

Der Kopf ist vor den Augen und bis zum Brustflossenansatz mit dunkelolivbrauner Maske versehen, die Wangen sind dicht mit schwarzen Melanophoren bedeckt.

Am Ansatz der Brustflossen ist ein senkrechtverlaufender schwärzlicher Streifen erkennbar, das Hinterhaupt grünlich gelb.
Die Schnauze ist mit einigen grünen Flecken versehen, das Auge ist dunkelolivgrün und die Pupille orange umrandet.
Die vordere Membran der ersten Rückenflosse weiß, andere Membranen der Rückenflosse hingegen durchscheinend, basal dicht mit Melanophoren bedeckt.
Die Afterflosse ist schwarz, vorne weiß, die Spitzen der Flossenstrahlen sind ebenfalls weiß, während die Schwanzflosse dunkelolivgrün ist.
Alle Brustflossenstrahlen sind dunkelrot, basal weiß, die Beckenflossen weiß.

Weibchen haben eine ähnliche Färbung wie die Männchen, sind aber insgesamt heller und ohne eine dunkle Kopfmaske.

Die ähnlichste Art, Enneapterygius flavoccipitis, ist im östlichen Indischen Ozean und im westlichen Pazifik weit verbreitet, fehlt jedoch in Nusa Tenggara (Indonesien), wo sie offenbar durch Enneapterygius viridicauda ersetzt wird.
Der Erstautor verhielt von Tauchern Fotos von weiteren Exemplaren von Enneapterygius viridicauda aus der Komodo-Region und dem östlichen Sumbawa, einer der Kleinen Sundainseln.

Etymologie. Das Epitheton "viridicauda" bezieht sich auf den markanten grünen Schwanz: "viridis" (lateinisch) für "grün", und "cauda" (lateinisch) für "Schwanz".

Citation: Fricke, R., Erdmann, M.V. & Sianipar, A. (2024)
Enneapterygius viridicauda, a new triplefin (Teleostei: Tripterygiidae) from Flores, Indonesia, eastern Indian Ocean.
Journal of the Ocean Science Foundation, 41, 22–29.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


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