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Enneapterygius sericus Dreiflossen-Schleimfisch

Enneapterygius sericus wird umgangssprachlich oft als Dreiflossen-Schleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. Hiroyuki Motomura, Japan

Foto:nördlich des Somachi-Hafens, Shiomichi, Insel Kikai, Amami-Inseln, Präfektur Kagoshima, Japan

Paratype, 22.1 mm Seitenlänge (SL), 4 Mai 2015, KAUM-I. 72307,
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Hiroyuki Motomura, Japan

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
16358 
AphiaID:
Wissenschaftlich:
Enneapterygius sericus 
Umgangssprachlich:
Dreiflossen-Schleimfisch 
Englisch:
Triple-finned Blenny 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Blenniiformes (Ordnung) > Tripterygiidae (Familie) > Enneapterygius (Gattung) > sericus (Art) 
Erstbestimmung:
Dewa, Harazaki & Motomura, 2024 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Japan, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Salomonen, Taiwan, West-Pazifik 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
3 - 15 Meter 
Habitate:
Felsenriffe, Flache Riffe, Gezeitentümpel / Felsenpools 
Größe:
bis zu 2cm 
Temperatur:
26°C - 28°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Bosmiden (Rüsselflohkrebse), Cyclops (Ruderfußkrebse), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 50 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2024-03-22 11:25:42 

Haltungsinformationen

Der Dreiflossen-Schleimfisch Enneapterygius sericus wurde 2024 anhand von 51 Exemplaren von den Ryukyu Inseln, Taiwan, Indonesien, Australien und den Salomonen erstbeschrieben.

Die neue Art kommt in relativ flachen, felsigen Riffgebieten vor.

Auf der Insel Yakushima wurde das Ablaichen dieser Art von Februar bis April beobachtet, und es wurden nuptial gefärbte Männchen mit schwarzem Kopf und Abdomen beobachtet.

Der Artname "sericus" bedeutet auf Lateinisch "Seide" was sich von dem glänzenden weißen Körper der Art ableitet.

Wir bedanken uns besonders herzlich bei Prof. Dr. Hiroyuki Motomura, der uns freundlicher Weise ein Foto der neuen Schleimfischart zukommen ließ!

Literaturfundstelle:
Dewa, Y., Harazaki, S. & Motomura, H.
Enneapterygius sericus, a new species of triplefin (Perciformes: Tripterygiidae) from the western Pacific Ocean.
Ichthyol Res (2024). https://doi.org/10.1007/s10228-023-00945-X

Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


Bilder

Männlich


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