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Leptogorgia martirensis Gorgonie

Leptogorgia martirensis wird umgangssprachlich oft als Gorgonie bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber ZooKeys

Holotyp NMNH-1638556


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers ZooKeys

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13729 
AphiaID:
1482604 
Wissenschaftlich:
Leptogorgia martirensis 
Umgangssprachlich:
Gorgonie 
Englisch:
Gorgonian 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Gorgoniidae (Familie) > Leptogorgia (Gattung) > martirensis (Art) 
Erstbestimmung:
Hernández, Gómez-Gutiérrez & Sánchez, 2021 
Vorkommen:
Golf von Kalifornien / Baja California 
Meerestiefe:
1 - 20 Meter 
Größe:
bis zu 6,1cm 
Temperatur:
15°C - 30°C 
Futter:
Gelöste anorganische Stoffe (z.B. NaCL,CA, Mag, K, I.P), Gelöste organische Stoffe (z.B. Kohlenhydrate, Proteine, Nukleinsäuren...), Seesterne, Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Leptogorgia abietina
  • Leptogorgia acuta
  • Leptogorgia aequatorialis
  • Leptogorgia albipunctata
  • Leptogorgia annobonensis
  • Leptogorgia arbuscula
  • Leptogorgia aureoflavescens
  • Leptogorgia barbadensis
  • Leptogorgia barnardi
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-03-21 18:24:22 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Leptogorgia martirensis sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Leptogorgia martirensis interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Leptogorgia martirensis bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Der Holotyp der Gorgonie Leptogorgia martirensis stammte von der Insel Cueva Refugio, San Pedro Mártir Island, Sonora, Mexiko, eine der am weitesten vorgelagerten Inseln im Golf von Kalifornien (Teil der Midriff-Inseln im oberen Golf), wo vulkanische Felsenriffe vorherrschen.
Die Insel San Pedro Mártir ist ein UNESCO-Biosphärenreservat "Islas del Golfo de California".
Hier wurde der Holotyp in einer Wassertiefe von nur einem Meter entdeckt.

Die mikro-endemische Leptogorgia martirensis sp. nov. wurde nur in felsigen, flachen Gewässern (bis zu 10 m Tiefe) und in geringer Abundanz auf den Inseln San Pedro Mártir und San Esteban, Sonora, nachgewiesen.

Leptogorgia martirensis ist eine gelbe Kolonie mit buschigem und dichtem Wachstum mit mehreren und unregelmäßigen bräunlichen Linien.
Die Kolonie ((Abb. 4A) war 6,1 cm lang und 8,1 cm breit und hatte vier Hauptäste mit einer Länge von bis zu 11 mm und einem Durchmesser von 3 mm.
Die Hauptäste unterteilten sich in mehrere Nebenäste (bis zu 31 mm Länge, 2 mm Durchmesser). Die Endzweige waren flach und kurz (12 mm Länge, 2 mm Breite) mit spitzen Enden.
Das allgemeine Muster der Verzweigung nach oben ist seitlich im 45°-Winkel.
Die Polypenhügel sind oval und markant und bilden eine oder zwei Reihen an jeder Seite der Zweige mit 0,5 mm Höhe, 2 mm Länge und 1 mm Breite mit verlängerten Kelchen.
Die Kolonie hat mehrere Exemplare von nicht identifizierten getrockneten Ophiuroiden (< 2 mm Mundscheibendurchmesser), die an den Zweigen befestigt sind (Abb. 4A).

Die mikro-endemische Leptogorgia martirensis sp. nov. wurde nur in felsigen, flachen Gewässern (bis zu 10 m Tiefe) und in geringer Abundanz auf den Inseln San Pedro Mártir und San Esteban, Sonora, nachgewiesen.
Die Inseln liegen im nördlichen Golf von Kalifornien (als Teil der Cortez-Provinz nach Brusca und Wallerstein 1979, Hasting 2000) und sind die isoliertesten Inseln des Golfs.

Die Cortez-Provinz ist mit der niedrigsten winterlichen Meeresoberflächentemperatur den größten jährlichen Schwankungen (15°C - 30°C) und einer hohen marinen Produktivität verbunden und beherbergt eine einzigartige Makroinvertebraten-Gemeinschaft, die von endemischen Oktokorallen der Gattung Muricea dominiert wird.
Leptogorgia martirensis teilt ihren Lebensraum mit Muricea austera Verrill, 1869, Muricea plantaginea (Valenciennes, 1846), Psammogorgia teres Verrill, 1868, und Eugorgia excelsa Verrill, 1868.

Leptogorgia martirensis hat ihren Namen von der Fundstelle auf der Insel San Pedro Mártir.


Literaturfundquelle:
https://zookeys.pensoft.net/article/50619/list/8/
Hernández O, Gomez-Gutiérrez J, Sánchez C (2021)
Three new species of the sea fan genus Leptogorgia (Octocorallia, Gorgoniidae) from the Gulf of California, Mexico.
ZooKeys 1017: 1-20. https://doi.org/10.3897/zookeys.1017.50619

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