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Ecsenius markalleni Schwarzband-Korallenblenny

Ecsenius markalleni wird umgangssprachlich oft als Schwarzband-Korallenblenny bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Journal of the Ocean Science Foundation

Foto: Raja-Ampat-Inseln, West-Papua, Indonesien

/ ca. 5cm Länge / Fotograf: Gerry Allen
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Journal of the Ocean Science Foundation . Please visit www.oceansciencefoundation.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18431 
AphiaID:
Wissenschaftlich:
Ecsenius markalleni 
Umgangssprachlich:
Schwarzband-Korallenblenny 
Englisch:
Blackband Coral Blenny 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Ecsenius (Gattung) > markalleni (Art) 
Vorkommen:
Alor, Andamanen und Nikobaren, Ashmore- und Cartierinseln, Bali, Dampier-Archipel, Flores, Indonesien, Japan, Malaysia, Okinawa, Östlicher Indischer Ozean, Papua Barat (West-Neuguinea / West Papua), Philippinen, Ryūkyū-Inseln, Südchinesisches Meer, Taiwan, Thailand, Vietnam, West-Australien 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
3 - 30 Meter 
Habitate:
Algenzonen, Korallenriffe, Röhrenwurm-Behausungen, Zonen mit hohen Schwamm-Anteilen 
Größe:
bis zu 6,47cm 
Temperatur:
27°C - 30°C 
Futter:
Herbivor (pflanzenfressend) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-06-25 15:34:01 

Haltungsinformationen

Ecsenius markalleni wurde im Juni 2026 anhand von 28 Exemplaren mit einer Standardlänge (SL) von 19,7–64,7 mm beschrieben, die im Nordwesten Australiens, in Taiwan und in Japan gesammelt wurden.
Der neue Korallenblenny gehört zur Lineatus-Gruppe der Gattung Ecsenius, die bislang nur die einzige Art Ecsenius lineatus umfasste
Die Gruppe zeichnet sich durch ein Farbmuster aus, das entweder aus einem durchgehenden, dunklen, oberen mittelseitlichen Band über den Oberkörper besteht, das manchmal in eine Reihe dunkler Segmente unterteilt ist, und sich als dunkles postorbitales Band auf den Kopf erstreckt.

Die neue Art hat eine tief eingekerbten Rückenflosse, 16–18 segmentierten Rückenflossenstrahlen, 18–20 segmentierten Afterflossenstrahlen sowie 34–36 Wirbel.

Ecsenius markalleni unterscheidet sich von ihrer Schwesterart Ecsenius lineatus, die im zentralen und südwestlichen Indischen Ozean vorkommt, durch die Färbung sowohl der adulten als auch der juvenilen Tiere.
Das erwachsene Exemplar von Ecsenius markalleni lässt sich am besten von Ecsenius lineatus dadurch unterscheiden, dass das dunkle Seitenband typischerweise ununterbrochen ist, während es bei Ecsenius lineatus in deutliche Segmente unterteilt ist.

Die Tiere wurden auf einer Vielzahl von Substraten sitzend beobachtet, darunter Algen, Manteltiere, Schwämme und Steinkorallen,bei Störungen zogen sie sich in verlassene Wurmgänge zurück.

Kurzbeschreibung:
Von knapp hinter dem Auge über die obere Körpermitte seitlich bis zur Mitte der basalen Schwanzflossenstrahlen erstreckt sich ein breites, dunkelbraunes bis schwärzliches Band, deren Breite zur Körpermitte hin allmählich zunimmt, nach hinten hin allmählich abnimmt und in einer spitzen Verlängerung an der Schwanzflossenbasis endet.

Bei einigen Exemplaren mit gewellten Rändern, die teilweise zu miteinander verschmolzenen Segmenten werden oder, seltener, mit getrennten Segmenten vor allem in der hinteren Körperhälfte;

Der Körper oberhalb des dunklen Bandes ist hellbraun oder gräulich bis dunkelbraun oder rotbraun und durch einen schmalen gelben Streifen geteilt, der vom oberen Augenrand nach hinten verläuft und auf Höhe der mittleren Rückenflosse in einen eher gräulichen oder blassen Streifen übergeht, der sich bis zum Schwanzstiel fortsetzt.

Ein zweiter kurzer, schmaler, gelber Streifen unmittelbar hinter der Augenmitte, angrenzend an den oberen Rand des postokularen Abschnitts des dunklen Seitenstreifens; gelegentlich auch ein diffuser gelblicher Bereich, zieht sich entlang der Rückenkante des dunklen Streifens auf der vorderen Körperhälfte.

Ein dritter gelber Streifen verläuft direkt unterhalb des vorderen Randes des dunklen Streifens, und zieht sich von hinter dem Auge bis zur hinteren Körperseite, dabei an Breite zunimmt und nach hinten hin an Intensität verliert;

Der Rest von Kopf und Körper (die unteren zwei Drittel des Kopfes und die untere Körperhälfte) ist weiß, mit Ausnahme des Unterkiefers, des Kinns und des angrenzenden Isthmus, die gelblich sind.

Die Iris des Auges weist ein dunkles Band auf, das nahtlos in das dunkle Seitenband übergeht, unterhalb des Irisbands befindet sich ein weißlicher oder gelblicher Bereich, oberhalb des Irisbands ein schmaler gelber Streifen, der nahtlos in den zweiten Kopfstreifen übergeht.

Die Flossen sind größtenteils durchscheinend mit hellgrauen Flossenstrahlen, die Nasenborsten sind weiß.

Frisch gesammelte Exemplare aus Japan ähneln der beschriebenen Lebendfärbung, sind jedoch im Allgemeinen dunkler, und das Seitenband ist weniger kontrastreich, die schmalen gelben Streifen, die das postokulare dunkle Band säumen, fehlen entweder ganz oder sind deutlich verblasst.

Geschlechtsdimorphismus.
Es gibt keine offensichtlichen Farbunterschiede zwischen Männchen und Weibchen, doch Springer (1971) erörterte mehrere geschlechtsspezifische morphologische Merkmale, die für Ecsenius und andere Blenniiden-Gattungen typisch sind.
Dazu gehört ein Unterschied in den urogenitalen Strukturen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der erste Stachel der Afterflosse bei Weibchen stark reduziert und äußerlich nicht sichtbar ist, sondern von einem fleischigen Lappen umhüllt wird, der eine große urogenitale Öffnung und eine Papille enthält.

Im Gegensatz dazu sind bei den Männchen beide Stacheln der Afterflosse deutlich ausgeprägt und die urogenitale Öffnung ist eine winzige Öffnung an der Spitze eines kurzen, schlanken Schlauchs.
Zudem neigen geschlechtsreife Männchen dazu, an den meisten Strahlen der Afterflosse dicke, fleischige Spitzen zu entwickeln – ein Merkmal, das bei Weibchen fehlt. Schließlich werden die oberen und unteren Lappen der Schwanzflosse bei Männchen im Allgemeinen mit zunehmender Größe und Reife immer länger.

Etymologie.
Die neue Art wurde zu Ehren des Sohnes des Erstautors, Dr. Mark Gregory Allen, benannt, in Anerkennung seiner unschätzbaren Unterstützung bei zahlreichen Expeditionen sowie seines unermüdlichen Enthusiasmus und Engagements für die Fischbiologie und den Artenschutz.
Dr. Mark Gregory Allen war zudem Mitentdecker des Holotyps.

Literaturfundstelle:
Greenfield D.W., Erdmann, M.V. & Liu, S.-Y. V. (2026) Ecsenius markalleni, a new species of coral blenny (Teleostei: Blenniidae) from the eastern Indo-west Pacific Ocean. Journal of the Ocean Science Foundation, 46, 111-128.
https://doi.org/10.5281/zenodo.20766698

Bilder

Adult


Juvenil (Jugendkleid)


Semiadult


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