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Holothuria (Metriatyla) lessoni Goldene Seewalze, Lessons Seewalze

Holothuria (Metriatyla) lessoni wird umgangssprachlich oft als Goldene Seewalze, Lessons Seewalze bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Giftig.


Profilbild Urheber Bas Johan

Holothuria lessoni,Sud, NC 2025


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Bas Johan Bas Johan. Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
17973 
AphiaID:
529028 
Wissenschaftlich:
Holothuria (Metriatyla) lessoni 
Umgangssprachlich:
Goldene Seewalze, Lessons Seewalze 
Englisch:
Golden Sandfish 
Kategorie:
Seewalzen / Seegurken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Echinodermata (Stamm) > Holothuroidea (Klasse) > Holothuriida (Ordnung) > Holothuriidae (Familie) > Holothuria (Gattung) > (Metriatyla) lessoni (Art) 
Erstbestimmung:
Massin, Uthicke, Purcell, Rowe & Samyn, 2009 
Vorkommen:
Australien, Great Barrier Riff, Indien, Indonesien, Indopazifik, Kenia, Madagaskar, Neukaledonien, Ost-Afrika, Papua-Neuguinea, Seychellen 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 30 Meter 
Habitate:
Küstengewässer, Lagunen, Meerwasser, Sandige Meeresböden, Schlammige Böden / sandige Weichsubstrate, Seegraswiesen, Weiche Böden 
Größe:
35 cm - 48 cm 
Gewicht :
2,8 kg 
Temperatur:
24,7°C - 29,3°C 
Futter:
Detritus (totes organisches Material), Sedimentfresser 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
EN Stark gefährdet 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
  • Holothuria altaturricula
  • Holothuria anulifera
  • Holothuria aphanes
  • Holothuria arenacava
  • Holothuria arenicola
  • Holothuria arguinensis
  • Holothuria artensis
  • Holothuria asperita
  • Holothuria austrinabassa
  • Holothuria bacilla
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-12-17 22:06:51 

Gift


Holothuria (Metriatyla) lessoni ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Holothuria (Metriatyla) lessoni halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: Giftinformationszentrum-Nord
Übersicht Europa: European Association of Poisons Centres and Clinical Toxicologists

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Holothuria (Metriatyla) lessoni Massin, Uthicke, Purcell, Rowe & Samyn, 2009

Seewalzen der Gattung Holothuria kommen in Küstengewässern tropischer und gemäßigter Regionen vor. Sie sind weich und elastische Bodenbewohner. Sie ähneln in ihrer Form einer Gurke, weshalb sie auch oft als Seegurke bezeichnet werden. Die Gattung enthält einige Arten, die für die menschliche Ernährung kommerziell genutzt werden. Sie ernähren sich von Detritus.

Typuslokalität zur Beschreibung von Holothuria (Metriatyla) lessoni ist Hansa Bay, Madang Province, Papua New Guinea. Der Holotyp zur Beschreibung wurde auf schlammigem Grund mit spärlichem Seegrasbestand in 6 m Tiefe gesammelt.

Der Artname "lessoni" zu Ehren von Dr. R. P. Lesson vergeben,
der 1830 als Erster die Art unter dem Namen Holothuria timama erkannte und beschrieb.

Adulte Exemplare sind üblicherweise um die 25–35 cm lang, gelegentlich aber bis zu 48 cm lang. Der Körper ist leicht abgeflacht, mit deutlicher ventraler Sohle, bgerundeten Extremitäten. Mund ventral, umgeben von 20 großen Tentakeln. Papillen
um den Mund herum bei lebenden Exemplaren deutlich sichtbar, aber bei zusammengezogenen Exemplaren, wie es bei den meisten vorliegenden Exemplaren der Fall ist, schwer zu erkennen. After endständig, ohne Analzähne, fünf Gruppen von Analpapillen vorhanden.

Dorsale Oberfläche braun-beige, mit oder ohne schwarze Flecken, die manchmal von einem weißen Rand umgeben sind. Einige Exemplare sind vollständig
schwarz oder schwarz-beige-braun gefleckt.

Die Unterseite ist weiß bis beige oder bei den schwarzen Farbvarianten grau, mit einer tiefen, längs verlaufenden, mittigen Rinne, die dunkler als der Rest der Oberfläche ist. Die Ambulakralfüßchen sind braun oder schwarz und gleichmäßig über das Trivium verteilt. Die fleckige Variante weist gelegentlich schwarze Flecken auf der Unterseite auf.

Ungestörte Tiere sind dorsal von einer dünnen Sandschicht bedeckt. Die Körperwand ist glatt und bei kontrahierten Exemplaren 10–15 mm dick.

Verwechslungsmöglichkeit besteht mit Holothuria scabra. Eine sichere Unterscheidung ist durch die Variabilität von Holothuria (Metriatyla) lessoni extrem schwierig.

Holothuria (Metriatyla) lessoni ist in inneren Riffebenen, Küstenlagunen, Seegraswiesen oder Sandbänken in Tiefen von 0 bis 30 m. Überwiegend in Tiefen von 0 bis 10 m anzutreffen. Zu bestimmten Tageszeiten vergräbt sich Holothuria (Metriatyla) lessoni im Sand oder Schlammsand.

Holothuria (Metriatyla) lessoni wird kommerziell gefischt und ist deshalb eine stark gefährdete Art.

Seewalzen / Seegurken der Familie Holothuriidae besitzen, Ausnahmen bestätigen die Regel, sogenannte Cuviersche Schläuche (benannt nach dem französischer Naturforscher Georges Cuvier, * 23. August 1769 † 13. Mai 1832).
Hierbei handelt es sich um lange, dünne Schläuche, die sich am Enddarm der Stachelhäuter befinden und potentiellen Fressfeinden zur Verteidigung entgegengeschleudert werden.
Diese freigesetzten Schläuche bilden ein klebriges, zähes und dehnbares Netzwerk, in dem sich Fische, Krebstiere oder andere Beutegreifer verfangen können.
Die Klebstoffe können auch Gifte enthalten (Holothurin).

Seewalzen sind die Staubsauger der Meere, die die Meeresböden kontinuierlich reinigen, daher kann es für Aquarianer sinnvoll sein, sich eine oder mehrere Seewalzen im Aquarium zu halten, um Detritus reiche Zonen zu vermeiden.

Problem:
Viele Seewalzen der Familie Holothuriidae können bei Gefahr oder beim Sterben ihr Gift in das Aquariumwasser abgeben, Korallen werden durch das Gift überwiegend nicht geschädigt, Fische hingegen sterben meistens ab.

Holothurine können bei Hautkontakt starke, brennende Schmerzen auslösen und bei Kontakt mit den Augen zu Irritationen bis hin zur Erblindung führen. Bei systemischer Aufnahme können die Toxine zu Lähmungserscheinungen, Muskelkrämpfen und Beschwerden im Verdauungssystem sowie bei größeren Mengen zum Tod durch Atemlähmung führen.

Da Seegurken in vielen asiatischen Ländern als Delikatesse gelten, müssen die die Toxine enthaltenden Cuvierschen Schläuche vor der Zubereitung oder dem Verzehr entfernt werden

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/mathematisch-naturwissenschaftliche-faecher/biologie/unterrichtsmaterialien/sek2/studienfahrten-mit-biologischem-schwerpunkt/materialien-fuer-schuelerarbeiten-auf-einer-studienfahrt/wirbellose-tiere-im-meer/echinodermaten/infokarten-stachelhaeuter.pdf/infokarte_stachelhaeuter_verteidigung_seegurken.pdf

https://www.biologie-seite.de/Biologie/Holothurine

Synonyme:
Holothuria (Holothuria) timama Lesson, 1830 · unaccepted
Holothuria lessoni Massin, Uthicke, Purcell, Rowe & Samyn, 2009 · alternative representation

Weiterführende Links

  1. researchgate (en). Abgerufen am 17.12.2025.
  2. sealifebase (en). Abgerufen am 17.12.2025.
  3. Wikipedia (en). Abgerufen am 17.12.2025.

Bilder

Allgemein


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