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Lysmata amboinensis Weißbandputzergarnele, Indopazifische Putzergarnele

Lysmata amboinensis wird umgangssprachlich oft als Weißbandputzergarnele, Indopazifische Putzergarnele bezeichnet. Die Haltung gilt als einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
1180 
Wissenschaftlich:
Lysmata amboinensis 
Umgangssprachlich:
Weißbandputzergarnele, Indopazifische Putzergarnele 
Englisch:
Cleaner Shrimp, Pacific Cleaner Shrimp, Scarlet cleaner shrimp 
Kategorie:
Garnelen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Hippolytidae (Familie) > Lysmata (Gattung) > amboinensis (Art) 
Erstbestimmung:
De Man, 1888 
Vorkommen:
Französisch-Polynesien, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Hawaii, Indonesien, Indopazifik, Japan, Okinawa, Philippinen, Rotes Meer 
Meerestiefe:
1 - 120 Meter 
Größe:
bis zu 6cm 
Temperatur:
24°C - 26°C 
Futter:
Aas, Allesfresser (omnivor), Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Detritus, Debris (totes organisches Material), Fischeier, Flockenfutter, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Frostfutter (große Sorten), Futtergranulat, Krill (Euphausiidae), Lobstereier, Mysis (Schwebegarnelen), Parasiten (Parasiten auf der Haut von Wirtstieren), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera) 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
einfach 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-10-29 09:57:54 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Lysmata amboinensis sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Lysmata amboinensis interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Lysmata amboinensis bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

(de Man, 1888)

Die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) aus dem Infopazifik ist eine auffallend gefärbte Garnelenart aus der Gattung (Lysmata) innerhalb der Familie der Putzergarnelen und Marmorgarnelen (Hippolytidae). Man findet sich gewöhnlich in Höhlen und Spalten ab etwa 10 Metern Tiefe. Sie leben im Meer immer Paarweise oder in großen Gruppen.

Die wohl bekannteste der Putzergarnelen ist an sich leicht zu halten und stellt keine großen Ansprüche an die Aquariengestaltung.
Die Putztätigkeit ist im Meer sowie im Aquarium besonders wichtig, damit Fische von Parasiten und infizierter Haut befreit werden können.
Sie krabbeln dabei auch sehr grossen Fischen (Räubern) in den Mund, um sie dort zu putzen, und ihnen geschieht nichts.

Grundsätzliches zu den Garnelen der Gattung Lysmata:
Diese Garnelen sind Hermaphroditen, sprich Zwitter, da sie weibliche Eierstöcke und männliche Hodengewebe haben, sich aber selber nicht befruchten können.

Unterscheidungsmerkmal zu Lysmata grabhami:
Lysmata grabhami lebt im Atlantik und Karibik. Bei L. grabhami ist der weiße Rückenstrich, durchgehend von Kopf bis Schwanzende. Der Schwanz zeigt links und rechts je einen weißen Streifen.

Bei L. amboinensis geht der weiße Rückenstrich vom Kopf nur bis zum Schwanzanfang und endet dort mit einem Querstrich.
Der Schwanz zeigt links und rechts je 2 weiße Punkte und sie hat einen durchgehenden, weissen Strich auf dem Rücken, der bei L. amboinensis unterbrochen ist.

Man sollte seinen Fischen immer eine Putzgelegenheit bieten, da sie sich wesentlich wohler fühlen. Wichtig ist, dass sie vorsichtig und langsam an das Aquariumwasser angepasst werden, da sie Dichteschwankungen nicht gut vertragen, wie alle Krebstiere.

Bitte auf keinen Fall mehr als zwei Garnelen in ein Aquarium einsetzen, da diese Garnelen dazu neigen, alle anderen Garnelen der gleichen Art zu töten. Das geschieht - so ein Bericht von zwei Wissenschaftlern - immer dann wenn, sie am wehrlosesten sind, z.B. bei der Häutung.

Bekannte Arten:

Lysmata amboinensis
Lysmata anchisteus
Lysmata ankeri
Lysmata argentopunctata
Lysmata bahia
Lysmata boggessi
Lysmata californica
Lysmata chica
Lysmata debelius
Lysmata dispar
Lysmata galapagensis
Lysmata grabhami
Lysmata gracilirostris
Lysmata guamensis
Lysmata hochi
Lysmata holthuisi
Lysmata intermedia
Lysmata kempi
Lysmata kuekenthali
Lysmata lipkei
Lysmata moorei
Lysmata morelandi
Lysmata multiscissa
Lysmata nayaritensis
Lysmata nilita
Lysmata olavoi
Lysmata pederseni
Lysmata philippinensis
Lysmata porteri
Lysmata rafa
Lysmata rathbunae
Lysmata rauli
Lysmata seticaudata
Lysmata splendida
Lysmata stenolepis
Lysmata ternatensis
Lysmata trisetacea
Lysmata udoi
Lysmata uncicornis
Lysmata vittata
Lysmata wurdemanni
Lysmata zacae

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Pleocyemata (Suborder) > Caridea (Infraorder) > Alpheoidea (Superfamily) > Hippolytidae (Family) > Lysmata (Genus)

Bilder

Allgemein


Haltungserfahrung von Benutzern

HeikoErnst am 04.01.17#39
Ich muss euch jetzt mal an meiner Begeisterung teilhaben lassen :-D...
Ich habe gerade zwei Weißband-Putzergarnelen eingesetzt. Eigentlich ja nix besonderes. Ich hatte echt bedenken, dass mein Igelfisch (ein 25cm Prügel ;-)) die beiden gleich verschlingt... Aber nix! Nichtmal angeschaut hat er die :-). Dafür standen der Rest der Mannschaft sofort parat. Schon nach wenigen Sekunden (!!!) drängelte der Rotmeer-Doc nach Hautpeeling und dahinter stellten sich ganz brav die beiden Fähnchenfalter und der Chelmon an und haben sich der Reihe nach putzen lassen. Bin mal gespannt ob sich der Igel auch putzen läßt :-)
Ich hätte nie gedacht, dass das so schnell geht und bin erstaunt, wie das in der Natur der Fische liegt, sich von einer Garnele putzen zu lassen... Auf alle Fälle sind diese Tiere eine wichtige Bereicherung für jedes Aquarium :-)
anutsch am 15.03.16#38
Hallo zusammen,

eine unserer beiden Weißbandputzergarnelen hat gestern Nachmittag innerhalb von 14 Tagen im 60er Cube von Dennerle das zweite mal ihren Nachwuchs in die Freiheit entlassen .

Diesmal ist es uns gelungen, das "Ablaichen" der Minigarnelchen zu filmen. Die vielen weißen Punkte sind übrigens die Minigarnelchen.

(Zumindest für uns) ein tolles Erlebnis.


Viel Spaß beim schauen, auch wenn die Qualität nicht sonderlich berauschend ist, da alles so schnell gehen musste :


youtu.be



Leider wurden die Zwerge durch die Strömungspumpe dann in kürzester Zeit stark dezimiert und es gibt wohl auch nur wenig Chancen, dass die Zwerge durchkommen :-(.


Viele Grüße
Anutsch
NanoJan am 06.02.16#37
Ein sehr ruhiger und schnell zufridenstellbarer Zeitgenosse, der wenn Es nach mir geht in jedem Becken ab einer bestimmten Größe nicht fehlen sollte. Ich halte in meinem 120L Becken ein Pärchen. Anfangs waren beide noch recht scheu und zogen sich fast dauerhaft in eine Höhle am Fuße meines Riffs zurück. Bis auf wenige Ausnahmen sah ich sie nur nachts. Nach kurzer Zeit wurden sie langsam Mutiger sie trauten sich immer häufiger aus ihrer Hölle zogen auch bald in eine neue um. Mittlerweile ist immer in. Eine von ihnen draußen und läuft zu mindestens über ihrer Hölle auf und ab. Die andere sitz meistens in den Löcher des LG und guckt noch immer ein wenig skeptisch raus. Es gibt immer häufiger Momente in denen beide draußen sind und wirklich durchs ganze Becken Laufen, sind dabei aber nicht selten sehr rabiat zu den Koralle. Durch diese teils sehr langen Spritztouren durchs Becken kann ich sagen dass mein Beckenvolum schon grenzwertig für die beiden ist, also sollte man diese Tiere nach meiner Meinung min. In einem Becken mit 100L und keiner alt zu kleinen Grundfläche halten. Im Moment sind im Becken noch ein Pärchen L.Wurdemannis mit denen verstehen sie sich recht gut, um nicht zu sagen, dass die Wurdemannis doch die Oberhand im Becken haben. Die L.Amboinensis trauen sich mittlerweile nicht mehr in ihre alte Höhle da diese von L.Wurdemanmi besetzt ist.

Letztendlich muss man sagen, dass dieses Tier was Wasserwerte angeht recht tolerant ist und im generellen Umgang auch Anfängerfehler verzeiht. Ist auf jeden fall ein für Anfänger geeignetes Tier.

Salzige grüße Jan
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Unterhaltung

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Deniz am 19.03.18#1
ich habe vor einiger Zeit mein Becken komplett umgestaltet. Dadurch ist mein Ocellaris-Pärchen samt Anemonen vom oberen Beckenzentrum an den Rand zwangsumgesiedelt worden. Da mein Ocellaris-Weibchen massiv von meinem Zebrasomas Scopas bedrängt wird, traut sie sich nicht mehr ins Freiwasser um Futter zu holen. Also muss ich sie extra per Hand füttern, was schon ganz

gut klappt. Das haben auch meine Lysmata-Garnelen mitgekriegt. Obwohl sie den ganzen Tag und die halbe Nacht im ganzen Becken unterwegs sind, versammeln sie sich pünktlich zur Fütterungszeit um die Ocellaris-Anemone um sich einen Teil der Sonderration für die Clownies zu sichern. Manchmal sind sie so penetrant, dass sie mir das Futter sogar aus den Fingern reißen. Mich fasziniert, dass sie anscheinend genau wissen, wann und wo es Futter gibt.

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