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Serranus pulcher Sägebarsch

Serranus pulcher wird umgangssprachlich oft als Sägebarsch bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

Wissenschaftlich:
Serranus pulcher 
Umgangssprachlich:
Sägebarsch 
Englisch:
Basslet 
Kategorie:
Sägebarsche 
Vorkommen:
Ghana, Golf von Guinea, Ost-Atlantik, São Tomé und Principé, West-Afrika 
Meerestiefe:
1 - 30 Meter 
Größe:
7 cm - 9 cm 
Temperatur:
0°C - 24°C 
Futter:
Fischbrut, Futtergranulat, Garnelen, Invertebraten (Wirbellose), Kleine Fische, Krill (Euphausiidae), Muscheln (Mollusken), Mysis (Schwebegarnelen), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche oder längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
keine 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
zuletzt bearbeitet:
2017-05-06 17:29:35 

Haltungsinformationen

Wirtz & Iwamoto, 2016

Wir bedanken uns für seine Foto von Serranus pulcher bei Prof.Dr. Peter Wirtz, der diesen kleinsten Sägebarsch des Ost-Atlantiks Ende April 2016 mit seinem Kollegen Tomio Iwamoto erstbeschrieben hat.

Serranus pulcher bevorzugt Regionen mit harten Untergrunden mit Sand, Kies, Korallenbruch und Maerl, einem Sand-Kies gemisch mit einen hohen Anteil an Rotalgen
Juvenile Sägebarsche halten sich oft oberflächennah, wärend adulte Sägebarsche tiefere Regionen bis zu 30 Metern präferieren.

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Serranidae (Family) > Serraninae (Subfamily) > Serranus (Genus) > Serranus pulcher (Species)

Quelle: http://researcharchive.calacademy.org/research/izg/PCAS%20v63%20Apr16%20Online%20150dpiFS%20LRes.pdf

Bilder

Juvenile


Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

The_Birdeater am 31.10.17#2
Nach nun 6 Monaten Haltung möchte ich nochmal was zu Serranus pulcher schreiben.
Der Fisch ist nach wie vor ein sehr dankbarer und äußerst robuster Beckenbewohner. Seine Größe von ca. 10cm hat er beibehalten. Diese Art bleibt also tatsächlich recht klein.
Dennoch ist er Bursche mit Vorsicht zu genießen, denn seit er im Becken ist, ist das Integrieren von neuen Bewohnern kaum noch möglich.
Wie bei vielen territorialen Riffbewohnern hat er ohne Probleme die Fische akzeptiert, die bereits vor ihm im Becken waren, aber kürzlich wurde ein neueingesetzter Amblyglyphidodon aureus innerhalb weniger Stunden von ihm getötet. Auch beim Einsetzen eines Leierfisches, die ja eigentlich immer irgendwie außen vor sind, gab es kurz Probleme. Glücklicherweise hat er ihn dann aber akzeptiert. Barschartige Fische, die in irgendeiner Weise revierbildend sind, werden von ihm aber nicht toleriert. Inzwischen hat er praktisch das ganze Becken für sich eingenommen und selbst den großen, inzwischen gut 16cm langen Halichoeres chloropterus vom "Thron" gestoßen. Die beiden schenken sich nichts, begegnen sich aber mit gegenseitigem Respekt.

Im Futter ist er nach wie vor völlig problemlos. Miesmuschelherzen werden dank seines riesigen Mauls einfach im ganzen runtergeschlungen.
Auch sonst frisst er praktisch alles was vor's Maul kommt und irgendwie passt. Bei der Fütterung steht er immer als erstes stramm vor der Scheibe.
Für Freunde von großen Zacken- und Sägebarschen, die aber nicht den nötigen Platz für solche Ungetüme haben, ist Serranus pulcher eine echte Alternative, da er sowohl das Verhalten als auch die Form seiner großen Verwandten hat, aber tatsächlich nur um die 10cm groß wird. Klein aber oho!
Leider ist über diese Art wohl nicht viel bekannt und sie ist wohl auch nur recht selten zu bekommen, daher bin ich echt froh, dass ich das Glück habe einen zu besitzen.

The_Birdeater am 21.04.17#1
Diesen hübschen kleinen Sägebarsch habe ich gestern in einem Zoogeschäft erworben, nachdem er dort viele Monate keinen Abnehmer fand.
Eine genaue Bezeichnung konnte man mir aber nicht nennen. Man sagte mir, dass er ausgewachsen ist und das es ein "Zwergzackenbarsch" sein soll.
Nachdem der etwa 10cm lange Sägebarsch eingesetzt wurde, wurde er erstmal vom Ctenochaetus truncatus attackiert und verjagt.
Auch der gut 14cm lange Halichoeres chloropterus ging ihn an. Kurze Zeit später schaltete sich auch schon die Beleuchtung aus und es kehrte Ruhe ein.
Die eingewöhnten Tiere zogen sich wie üblich in ihre Verstecke zurück. Der kleine Barsch jedoch schwamm noch viele Stunden nervös umher.

Am nächsten Morgen dann die Überraschung. Weg war der Barsch!
Ich befürchtete schon das Schlimmste, aber zu meiner Freude fand ich den Sägebarch nach längerem Suchen hinter einem schräg angelehnten Klumpen Lebendgestein.
Diesen hat er nun wohl als Revier und Versteck ausgewählt. Die übrigen Fische drohten ihm beim Anblick zwar noch, aber der Sägebarsch lies sich nicht beirren und drohte nun auch mit abgespreizten Kiemnedeckeln und aufgerissenem Schlund eindrucksvoll zurück. Es gab in den frühen Morgen- und Mittagsstunden noch die ein oder anderen Auseinandersetzungen mit dem indischen Goldring-Doktor und dem grünen Junker, aber diese wurden nach und nach weniger. Kein Fisch wurde dabei verletzt. Inzwischen ist er voll integriert und akzeptiert.
In unmittelbarer Nähe wohnt noch ein adulter Gramma loreto in einer kleinen Tonhöhle. Beide Barsche drohen sich bei Anblick mit aufgerissnem Schlund, aber jeder hat sein Versteck und bisher kam es nicht zu gröberen Übergriffen.

Bei der Fütterung dann die nächste Überraschung!
Mutig und völlig furchtlos stürmte der Sägebarsch hinter dem Stein hervor und schnappte sich Futterflocken.
Auch geschälte TK-Sandgarnelen und Miesmuschelfleisch wurden gierig genommen. Er nahm sogar schon nach nichteinmal einem Tag Futter von der Pinzette!
Serranus pulcher ist kein sonderlich guter Schwimmer. Er schwimmt eher unbeholfen und liegt viel lieber auf dem Grund oder auf Felsbrocken und beobachtet aufmerksam die Umgebung innerhalb und auch außerhalb des Beckens. Sein Verhalten erinnert stark an das der Korallenwächter. Er wirkt irgendwie clever!
Interessant ist auch seine variabele Färbung und Zeichnung, die sich in kurzer Zeit ändern kann. Je nach Laune kann er sich von blass rosa bis dunkel rot verfärben.
Auch die Zeichnung kann dabei stärker werden, aber auch komplett verschwinden.

Obwohl Serranus pulcher nur um die 10cm groß wird, scheint er ein typischer Zacken- bzw. Sägebarsch zu sein.
Furchtlos, mutig, robust und auch verfressen. Auf mich wirkt er jetzt schon recht unkompliziert und ich habe selten einen Fisch erlebt, der sich so schnell eingelebt hat und auch größere integrierte Riffbewohner eindrucksvoll in ihre Schranken weist. Aggressionen gehen von ihm bisher nicht aus, aber er setzt sich mutig zur Wehr, wenn er bedroht wird.
Ich lasse nun etwas Zeit vergehen und werde nochmal nach längerer Haltung berichten.

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