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Acropora echinata Kleinpolypige Steinkoralle

Acropora echinata wird umgangssprachlich oft als Kleinpolypige Steinkoralle bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
616 
Wissenschaftlich:
Acropora echinata 
Umgangssprachlich:
Kleinpolypige Steinkoralle 
Englisch:
Acropora echinata 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Acroporidae (Familie) > Acropora (Gattung) > echinata (Art) 
Erstbestimmung:
(Dana, 1846) 
Vorkommen:
Australien, Great Barrier Riff, Indonesien, Philippinen 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
24°C - 27°C 
Futter:
Plankton, Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
kein Anfängertier 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2007-05-08 14:08:00 

Haltungsinformationen

Acropora echinata
Dana, 1846

Korallen der Gattung Acropora
Steinkorallen sind riffbildende, in den Weltmeeren lebende wirbellose, sessile und koloniebildende Nesseltiere, die ein Kalkskelett ausbilden.
Sie leben über ihre Zooxanthellen hauptsächlich von Licht, sind aber auch in der Lage, mit ihren Polypen Plankton zu fangen.
Sie entziehen dem Meerwasser Calcium und, in geringerem Maße, auch andere Elemente und produzieren so mehrere Gramm Kalk am Tag,
wodurch sie auch im großen Ausmaß die heute bekannten Korallenriffe bildeten.

Die Arten der Gattung Acropora sind häufig sehr farbenfreudig und ihre längerfristig erfolgreiche Haltung gilt seit vielen Jahren als hohe Kunst.
Schon seit Ende der 1980er Jahre werden sie in Aquarien gehalten und im Laufe der 1990er Jahren dann sogar vielfach gezüchtet.
Die Haltung und asexuelle Vermehrung über Ableger wurde sehr schnell beliebt, weshalb heute neben kommerziellen Züchtern auch private Aquarianer Korallenableger anbieten.

Die Zucht bei Steinkorallen ist denkbar einfach, da sie letztlich nur fragmentiert werden müssen. Man bricht ein Stück der Mutterkoralle ab und der so gewonnene Ableger wächst (meist auf ein Stück Lebendgestein geklebt), ähnlich wie bei den Pflanzen, unter guten Bedingungen zu einer eigenen Koralle heran.

Steinkorallen unterscheidet man in Hobbykreisen anhand der Größe ihrer Polypen grob gesehen in Small Polyp Scleractinians (kleinpolypige oder SPS-Korallen) und in Large Polyp Scleractinians (großpolypige oder LPS-Steinkorallen).
Nicht alle SPS-Korallen sind in ihren Haltungserfordernissen gleich, auch hier gibt es Arten, die weniger empfindlich sind als andere.

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus.
Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.

Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.

Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten der Abschäumung und dem Einsatz von Lebendgestein die Möglichkeit auf, eine bessere Wasserqualität zu erzeugen, sowie mit einer besseren Beleuchtung und besserer Calziumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf.

Seit die Haltung von SPS-Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.

Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke, wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.
Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur, und durch Strömung, Licht, sowie andere Einflüsse ihr Erscheinungsbild ändern.

Zu den wichtigen Parametern:

Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen aus der Gattung Acropora benötigen eine sehr hohe Lichtstärke.
Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Acropora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 noch über 30 Grad.
Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei niemals der Pumpenauslass direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte.
Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Calcium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an.

Der Eimervergleich (2 weiße, gleich große Behältnisse, in einem frisch angesetztes Wasser, im anderen Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist, wie frisches Wasser.
Acroporas mögen nicht in einer gelben Brühe stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L, besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.

Während großpolypige Steinkorallen auch mit höheren Nährstoffwerten meist noch zurechtkommen, zeigen kleinpolypige Steinkorallen oft schnell einen Farbverlust, bzw. teilweise wird das Wachstum der Tiere gestört.
Korallen, die ehemals bunt waren, schlagen dann schnell in ein oft unansehnliches braun um. Schuld daran ist das höhere Angebot an Nährstoffen.
Je mehr Nährstoffe, desto mehr Zooxanthellen bilden sich und dunkler der Braunton des Tieres.
Besteht langfristig ein Überangebot oder Ungleichgewicht an Nährstoffen, so kann es zu Gewebsauflösungen kommen.

Zu guter Letzt:
Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier– und Umweltschutzes, den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten.
Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen aus der Natur.
Wobei sich ja auch da in den Jahren viel getan hat.
So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.

Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Hohltiere (Coelenterata)
Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Unterklasse: Zoantharia
Ordnung: Steinkorallen
Wissenschaftlicher Name: Scleractinia

Hinweis:
Eine der interessantesten Arten, schon wegen ihres Wuchs nach oben und der schlanken bzw. filigranen Gestalt

Ähliche Arten sind:
Acropora speciosa, A. subglabra, A. turaki



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Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

Der_Stevie am 08.02.09#4
Ist eine der am langsamsten wachsenden SPS. Mein Eindruck ist, dass diese Koralle mit etwas erhöhten Nährstoffwerten besser klar kommt als mit zu niedrigen. Bei zu starkem Absinken der Nährstoffwerte reagiert diese Koralle bei mir als erste mit teilweisem Absterben.
Kristine Friesen am 12.04.07#3
Wir pflegen einen Ableger seit ca. einem halben Jahr unter 250Watt HQI und der Tunze-Wavebox. Er zeigt volle Farbe wächst aber wegen schwacher Calciumwerte schlecht. Seit kurzer Zeit haben wir den Jetstream Kalkreaktor und einen stabilen Calciumwert, daß Wachstum hat sich verdoppelt.
Benjamin am 07.11.06#2
Habe zweimal Ableger dieser wunderschönen Geweihkoralle von einen befreundeten Vereinsmitglied bekommen . Konnte beide male die Koralle , trotz guter Wasserwerte nicht etablieren . Meine Vermutung reagiert auch auf geringste Mileuveränderungen mit absterben . Leider , leider !
4 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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