Anzeige
Fauna Marin GmbH Kölle Zoo Aquaristik AQZENO Aquafair Mrutzek Meeresaquaristik

Opistognathus randalli Brunnenbauer

Opistognathus randalli wird umgangssprachlich oft als Brunnenbauer bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
293 
Wissenschaftlich:
Opistognathus randalli 
Umgangssprachlich:
Brunnenbauer 
Englisch:
Black Cap Jawfisch 
Kategorie:
Brunnenbauer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Opistognathidae (Familie) > Opistognathus (Gattung) > randalli (Art) 
Erstbestimmung:
Smith-Vaniz, 2009 
Vorkommen:
Bandasee, Borneo (Kalimantan), Indonesien, Komodo, Malaysia, Philippinen, Sulawesi 
Größe:
9 cm - 10 cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Bosmiden (Rüsselflohkrebse), Cyclops (Ruderfußkrebse), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Krill (Euphausiidae), Lobstereier, Mysis (Schwebegarnelen) 
Aquarium:
~ 200 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2006-09-25 20:50:08 

Haltungsinformationen

Opistognathus randalli Smith-Vaniz, 2009

Allgemeines zu Kieferfischen:
Die Familie der Kieferfische (Opistognathidae), hierzulande auch Brunnenbauer genannt gehört zu den Barschverwandten (Percomorphaceae). Sie besteht aus drei Gattungen mit ca. 80 Arten.
Brunnenbauer kommen im tropischen Atlantik und im Indopazifik, im Golf von Kalifornien und an der Pazifikküste Mittelamerikas von Mexiko bis Panama vor.

In der Aquaristik werden diverse Brunnenbauer gepflegt, manche sogar sehr erfolgreich Nachgezüchtet z.B. durch Wolfgang Mai.

Kieferfische leben vowiegend im flachem Wasser meist oberhalb von 30 Metern auf Sand und Geröll. Sie bauen senkrechte Wohnröhren was bedeutet, dass der Pfleger den Boden entsprechend wählen muss.
Nur feiner Sand geht dabei kaum gut, denn die Innenwände der Höhlen werden mit Hilfe von Steinen, Korallenstückchen, Muschelschalen oder anderem befestigt. Der Bodengrund sollte auch mind. 10 cm Höhe haben, wenn nicht gar mehr.

Viele Arten leben oft in kleinen Kolonien in Kleinrevieren, einige andere sind Einzelgänger.

Die Höhlen werden meist nur auf sehr kurze Distanz verlassen, etwa um Nahrung aufzuschnappen oder aber auch um das Revier zu verteidigen. Meist sieht man nur Ihren Kopf aus der Höhle schauen.
Alle Brunnenbauer sind protogyne Zwitter, die im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht vom Weibchen zum Männchen wandeln. Sie sind Dauerfresser (Plankton)


Haltungserfahrung von Frank E.
Am Anfang problematisch, da er zu ängstlich war.
Er schaute nur aus seiner senkrechten Höhle heraus und schnappte nur das, was ihm quasi auf den Kopf fiel. Am Anfang fraß er nur gröberes
Frostfutter, wie Mysis, zu kleines Futter beachtete er nicht. Dieses ängstliche Verhalten hielt rund die ersten drei Wochen an, wurde aber mit der Zeit immer besser. Mittlerweile schwimmt er komplett aus seiner Höhle raus, um sich umherschwimmendes Futter zu holen.
Er geht jetzt an alles, was ich ihm gebe: Frostfutter, Flockenfutter, Granulatfutter,...
aber am liebsten nimmt er immer noch an die etwas größeren Stücke. Er schießt aus seinem Loch heraus und schnappt sich blitzschnell
das Futter, um wieder in seiner Höhle zu verschwinden.

Sozialverhalten:
Eigentlich sieht man von diesem Fisch immer nur seinen schwarzen Kopf mit den großen blind wirkenden Augen mit der rötlich schimmernden
Umrandung. Nur zum Fressen verlässt er seine Höhle. Er droht schon mal gegenüber anderen, in seine Nähe kommenden, Fische, greift aber nie an.
Im Vergleich mit Gelbkopfbrunnenbauern kann er sein Maul beim Drohen wesentlich weiter aufreißen, was denen scheinbar sehr imponiert.

Er klaut ihnen so ohne Probleme die Höhlen und hat sich deren beste unter den Nagel gerissen, aber ohne, dass es zu Gewaltausschreitungen gekommen ist. Zeitweise wohnte er aber auch nur 5cm neben einem Gelbkopfbrunnenbauer ohne, dass es zu Problemen kam. Selber eine Höhle bauen sehen hab ich noch nicht.
Er sollte auf keinen Fall mit ruppigen oder aggressiven Fischen zusammengehalten
werden.

Er braucht auch seine Zeit, um genug Futter aufzunehmen. Allgemein gelten aber die selben Dinge, wie für die Gelbkopfbrunnenbauer, nur das diese Art ängstlicher ist.

Krankheitsanfälligkeit:
bis jetzt hatte er keine, zu lesen ist immer, dass sie recht robuste Tiere sind.


Systematik:
Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Opistognathidae (Family) > Opistognathus (Genus) > Opistognathus randalli (Species)

Bilder

Allgemein

1
1
1
1
1
1
1
1

Erfahrungsaustausch

Chironexfleckeri am 24.05.06#3
Hallo, ich hatte schon mal meine Eindrücke bzw. Erfahrungen über diese bizarren Brunnenbauern geschrieben. Auch der engl. Name Black Cap Jawfisch sagt schon alles. Sie haben sich jetzt eine Höhle geteilt, jedoch hat jeder seinen eigenen Eingang. Das sieht lustig aus, auch wenn sie zum fressen rausschwimmen und dann blitzschnell rückwärts wieder in die Höhle finden, das ist einfach toll. Also ich finde sie absolut geil, auch, wenn ich Besuch habe schauen sie aus ihrem Loch und man kann deutlich sehen, wie sie den Kopf verdrehen um einen hinterherzuschauen. Selbst, wenn sie einige cm aus ihrem Loch kommen, stellen sie sich aufrecht hin und wedeln buchstäblich mit dem Schwanz. Ich interpretiere das als Drohgebärde. Falls jemand näheres darüber weiß, würde ich mich über seine Erfahrungen und Tipps freuen. Ich würde auch gern ein Foto präsentiern, weiß aber nichtob dies hier möglich ist. MfG
ulka am 02.05.06#2
Ich musste meinen wieder abgeben. Er ist extrem schreckhaft und braucht ein Becken ohne grosse bzw. agressive Fische. Bei mir wurde er zwar nicht angegriffen, aber ständig gestört. Die Drohgebärden beruhigen ihn nicht. Futteraufnahme und Krankheitsanfälligkeit sind als normal einzustufen. Bei mir nahm er sofort Artemia und Mysies und war auch gesund. Die 250l sind für ein Artbecken bzw. für geringen und harmlosen Besatz gedacht. Ansonsten braucht er gröberen Bodengurnd zum Bauen seiner Höhlen.
Chironexfleckeri am 09.02.06#1
Hallo, ich pflege seit ca 2 Jahren 2 dieser bizarren Brunnenbauern. Ich musste jedoch feststellen, das es sich um 2 Männchen handelt. Sie dulden sich, aber wenn einer in die Höhle des anderen will, reißen sie das Mail weit auf, so dass ich meinen Zeigefinger reinstecken könnte. Am Anfang wollte einer immermal wieder rausspringen, weil er sich noch nicht eingewöhnt hatte. Sie haben immermal einen Standort, den sie wieder verlassen und nicht wieder hinfinden. Ich dachte erst sie wären blind, doch bei einer Fingerattacke von mir rissen sie ihr Maul sperreweit auf. Sie fühlen sich warscheinlich durch meine Doktoren gestöhrt, so das sie ihren verlassenen Bau nicht wieder beziehen. Der Putzerlippi versucht sie zu putzen, jedoch fühlen sie sich dadurch gestört, denn er hört nicht auf sie zu bedrängen. Es sind sehr bizarre Fische, die sehr große Steine bewegen können im Verhältnis zur Größe. Einer schob schonmal ,eine Koralle samt Ablegerstein von seinem Unterstand weg, weil sie warscheinlich zu nah an seinem Bau stand. Es passiert heute noch, das einer immermal wieder an der Wasseroberfläche langschwimmt und den Kopf aus dem Wasser steckt. Sie haben bei mir eine Größe von ca 11 cm.
3 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen

Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Opistognathus randalli

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Opistognathus randalli