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Opistognathus variabilis Kieferfisch

Opistognathus variabilis wird umgangssprachlich oft als Kieferfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 300 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
9293 
Wissenschaftlich:
Opistognathus variabilis 
Umgangssprachlich:
Kieferfisch 
Englisch:
Variable jawfish 
Kategorie:
Brunnenbauer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Opistognathidae (Familie) > Opistognathus (Gattung) > variabilis (Art) 
Erstbestimmung:
Smith-Vaniz, 2009 
Vorkommen:
Australien, Celebesesee, Indopazifik, Japan, Komodo, Malediven, Molukken, Palau, Philippinen, Raja Ampat, Sri Lanka, Sulawesi, Sumatra, Taiwan, Thailand, Vanuatu 
Größe:
bis zu 9.6cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 300 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2016-02-11 23:08:10 

Haltungsinformationen

Smith-Vaniz, 2009


Allgemeines zu den Kieferfischen:
Die Familie der Kieferfische (Opistognathidae), hierzulande auch Brunnenbauer genannt gehört zu den Barschverwandten (Percomorphaceae). Sie besteht aus drei Gattungen mit ca. 80 Arten.
Brunnenbauer kommen im tropischen Atlantik und im Indopazifik, im Golf von Kalifornien und an der Pazifikküste Mittelamerikas von Mexiko bis Panama vor.

In der Aquaristik werden diverse Brunnenbauer gepflegt, manche sogar sehr erfolgreich Nachgezüchtet z.B. durch Wolfgang Mai.

Kieferfische leben vowiegend im flachem Wasser meist oberhalb von 30 Metern auf Sand und Geröll. Sie bauen senkrechte Wohnröhren was bedeutet, dass der Pfleger den Boden entsprechend wählen muss.
Nur feiner Sand geht dabei kaum gut, denn die Innenwände der Höhlen werden mit Hilfe von Steinen, Korallenstückchen, Muschelschalen oder anderem befestigt. Der Bodengrund sollte auch mind. 10 cm Höhe haben, wenn nicht gar mehr.

Viele Arten leben oft in kleinen Kolonien in Kleinrevieren, einige andere sind Einzelgänger.

Die Höhlen werden meist nur auf sehr kurze Distanz verlassen, etwa um Nahrung aufzuschnappen oder aber auch um das Revier zu verteidigen. Meist sieht man nur Ihren Kopf aus der Höhle schauen.
Alle Brunnenbauer sind protogyne Zwitter, die im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht vom Weibchen zum Männchen wandeln. Sie sind Dauerfresser (Plankton)

Speziell zur Art Opistognathus variabilis:
Opistognathus variabilis kommt in tropisch warmen Gewässern bis in eine Tiefe von etwa 37 Metern auf sandigen und kiesigen Böden vor.

Das Tier steckt überwiegend in einer Höhle im Boden und verlässt diese nur kurz, um verschiedenes Zooplankton zun schnappen.
Männliche Kieferfische betreiben eine intensive Brutpflege, sie tragen die befruchteten Eier bis zum Schlupf der Jungfische in ihrem Maul.

Dr. Mark Erdmann hat den Fisch aktuell in Raja Ampat nachweisen können.

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Opistognathidae (Family) > Opistognathus (Genus) > Opistognathus variabilis (Species)

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