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Apogon imberbis Roter Mittelmeer-Kardinalbarsch

Apogon imberbis wird umgangssprachlich oft als Roter Mittelmeer-Kardinalbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber BioTaucher

Meerbarbenkönig, Apogon imberbis

Aufgenommen in Kaş (Türkei), 09/2012


Eingestellt von BioTaucher.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
1651 
AphiaID:
273021 
Wissenschaftlich:
Apogon imberbis 
Umgangssprachlich:
Roter Mittelmeer-Kardinalbarsch 
Englisch:
Cardinal Fish, Fucinata, King Of The Mullets, Mediterranean Cardinalfish 
Kategorie:
Kardinalbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Apogonidae (Familie) > Apogon (Gattung) > imberbis (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Algerien, Angola, Äquatorialguinea, Argentinien, Ascencion, St. Helena & Tristan da Cunha, Azoren, Benin, Bosnien und Herzegowina, Elfenbeinküste, Europäische Gewässer, Frankreich, Gambia, Ghana, Golf von Guinea, Griechenland, Guinea-Bissau, Israel, Italien, Kamerun, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Kongo, Kroatien, KwaZulu-Natal (Provinz an der Ostküste Südafrika), Liberia, Libyen, Madeira, Malta, Marokko, Mauritanien, Mittelmeer, Monaco, Montenegro, Nigeria, Nord-Afrika, Ost-Afrika, Portugal, Rotes Meer, São Tomé und Principé, Senegal, Sierra Leone, Slovenien, Spanien, Straße von Gibraltar, Süd-Afrika, Togo, Tunesien, Türkei, West Sahara, West-Atlantik, Westliche Indische Inseln, Zypern 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
10 - 200 Meter 
Habitate:
Felsige, harte Meeresböden, Meeresstrand, Riffverbunden, Schlammige, nicht verfestigte Böden, Unterwasserhöhlen 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
13,3°C - 20,9°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische 
Aquarium:
~ 1000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-06-16 21:35:06 

Haltungsinformationen

Apogon imberbis (Linnaeus, 1758)

Bildet gelegentlich Schwärme, manchmal auch solitär anzutreffen. Bewohnt schlammige oder felsige Böden und Höhlen. Eine sciaphile Art, die in einer Reihe von schattigen/dunklen Habitaten lebt und häufig Meereshöhlen besucht, wo sie große Schwärme bildet.

Ernährt sich von kleinen Wirbellosen und Fischen. Es wurde beobachtet, dass er sich in der Wassersäule und knapp über dem Boden ernährt, immer nachts; 93,4 % der beobachteten Ereignisse ereigneten sich außerhalb der Höhlen, normalerweise auf felsigen Böden und Posidonia oceanica-Wiesen und in geringerem Maße auf Kieselsteinen. Orales Brüten durch Männchen.

Kommt im Mittelmeer vor, bei Portugal, Marocco und bei den Azoren. Haltung ist uns nicht weiter bekannt, dürfte aber wie anderen Apogon-Arten zu halten sein. Meist sind Apogon transportempfindlich, aber wenn einmal etabliert, gut zu halten.

Es ist die älteste bekannte Mittelmeerart, Mittelmeeraquarianer aus früheren Jahren sollten sie noch kennen.

Synonyme:
Amia imberbe (Linnaeus, 1758) · unaccepted (misspelling)
Amia imberbis (Linnaeus, 1758) · unaccepted
Apogon (Apogon) imberbis (Linnaeus, 1758) · alternative representation
Apogon inermis (Linnaeus, 1758) · unaccepted (misspelling)
Apogon rexmullorum Cuvier, 1828 · unaccepted
Centropomus rubens Spinola, 1807 · unaccepted (synonym)
Kuhlia rubens (Spinola, 1807) · unaccepted
Mullus imberbis Linnaeus, 1758 · unaccepted

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (en). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Gruppe

Copyright Wolfram Sander, La Ciotat, Frankreich
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