Haltungsinformationen
Für unerfahrene Schnorchler, Taucher und Badegäste sollte grundsätzlich "nur gucken - nicht anfassen" gelten. Gefahren im Meer gehen nicht nur von Raubfischen wie z. B. Haien aus, nein, es gibt eine Vielzahl von kleinen, ehr völlig harmlos aussehenden Tieren, die über ein extrem starkes Gift verfügen, dass selbst Menschen innerhalb weniger Minuten töten kann.
Hier die Top 10 der giftigsten Meerestiere:
Die giftigste Qualle: Seewespe, Chironex fleckeri Southcott, 1956: Nesselzellen injizieren das Gift in die Haut der Opfer
Der giftigster Fisch: Kugelfisch, Vergiftung nur, wenn Eingeweide von Kugelfischen gegessen werden
Der giftigste Fisch: Echter Steinfisch (Synanceia verrucosa) Stiche in die Haut injizieren das Gift in die Haut der Opfer
Der giftigste Fisch: Skorpionfisch Stiche in die Haut injizieren das Gift in die Haut der Opfer
Die giftigsten Rochen: Der graue und amerikanische Stechrochen, Stiche in Haut und Muskeln injizieren das Gift in die Haut der Opfer
Der giftigste Krake: Blauring-Kraken (Hapalochlaena lunulata, H. maculosa, H. fasciata, H. nierstraszi) injizieren das Gift durch einen Biss in die Haut
Die giftigste Schnecke: Marmor-Kegelschnecke (Conus marmoreus Linnaeus, 1758), Gift wird durch eine Harpune in die Haut der Opfer injiziert
Die giftigste Seeschlange: Die Dubois-Seeschlange (Aipysurus duboisii), Bisse injizieren das Gift in die Haut der Opfer
Der giftigste Sepia: Die Prachtsepia (Metasepia pfefferi), Vergiftung nur, wenn das Fleisch gegessen wird
Die giftigste Koralle: Krustenanemonen der Gattung Palythoa
Gifte der Tiere: Tetrodotoxin, Palytoxin, Myotoxin, Neurotoxin
Oft langen bereits wenige Mikrogramm des Gifts, um einen Menschen zu töten, insbesondere wenn kein Gegengift (Antidot) zur Verfügung steht.
Auch um die Kegelschnecke (Conus obscurus), die normalerweise nur kleine Fische fängt, sollte man einen Bogen machen.
Die Schnecke lebt unter Felsvorsprüngen, in kleine Höhlen, unter Steinen in der Gezeitenzone oder in Riff-Steinbrüchen, in erster Linie auf seewärtigen Riffen.
Aktiv giftige Tiere verfügen über einen Giftapparat, der dazu dient, das toxische Sekret direkt in den Organismus der Beute respektive des Feindes einzubringen. Dies erfolgt zumeist durch Giftzähne mit Leitbahn für das Giftsekret (Giftschlangen), sonstige Kieferwerkzeuge (Schwarze Witwe), Stachel (Honigbiene, Gelber Mittelmeerskorpion, Feuerfische) oder Nesselzellen (Seewespe). Kegelschnecken applizieren ihr Toxingemisch über einen Stachel, der harpunenartig auf Beute oder Feinde geschossen wird. Das Gift wird in Giftdrüsen von sekretorischen Epithelzellen oder Bakterien produziert und gespeichert. Bei Nesseltieren verbleibt der Giftvorrat in den einzelnen Nesselzellen. Aktiv giftige Tiere werden im Englischen als "venomous" bezeichnet.
Passiv giftige Tiere
Passiv giftige Tiere verfügen nicht über einen Giftapparat. Das Gift kann also nicht aktiv von dem Tier in einen anderen Organismus eingebracht werden. Das Gift dient nicht dem Beuteerwerb. Um eine Intoxikation zu bewirken, ist es erforderlich, dass der Feind das Tier in das Maul nimmt oder auffrisst. Teilweise können Toxine auch über die Haut resorbiert werden. Das Gift wird entweder in Drüsen gespeichert (Baumsteigerfrösche) oder wird in bestimmten Körperteilen/Organen, etwa der Leber, angereichert (Kugelfische). Auch hier kann das Giftsekret sowohl von eigenen sekretorischen Zellen, als auch von Mikroorganismen gebildet werden oder es wird (zumindest teilweise) über die Nahrung aufgenommen (Raupen des Jakobskrautbären). Passiv giftige Tiere werden im Englischen als "poisonous" bezeichnet.
Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Gifttier
Synonyme:
Conus (Gastridium) obscurus G. B. Sowerby I, 1833· accepted, alternate representation
Conus halitropus Bartsch & Rehder, 1943
Protostrioconus obscurus (G. B. Sowerby I, 1833)