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Scolopsis lineata Würfel-Scheinschnapper

Scolopsis lineata wird umgangssprachlich oft als Würfel-Scheinschnapper bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Es wird ein Aquarium von mindestens 600 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

Wissenschaftlich:
Scolopsis lineata 
Umgangssprachlich:
Würfel-Scheinschnapper 
Englisch:
Black-and-white Monocle Bream , Black-and-white Spinecheek, Green-lined Spine-cheek, Latticed Monocle Bream, Lined Monocle Bream, Lined Spinecheek , Striped Monocle Bream, Striped Monocle Bream , Striped Spinecheek 
Kategorie:
Scheinschnapper 
Synonyme:
  • Scolopsides cancellatus (Cuvier, 1830)
  • Scolopsis cancellatus (Cuvier, 1830)
  • Scolopsis lineatis (Quoy & Gaimard, 1824)
  • Scolopsis lineatus (Quoy & Gaimard, 1824)
 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Nemipteridae (Familie) > Scolopsis (Gattung) > lineata (Art) 
Erstbestimmung:
Quoy & Gaimard, 1824 
Vorkommen:
Ashmore- und Cartierinseln, Andamanensee, Australien, Bali, Banggai-Inseln, Brunei Darussalam, Caroline-Atoll, China, Flores, Gilbertinseln, Guam, Hong Kong, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kambodscha, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komodo, Korea, Malaysia, Marshallinseln, Maumere, Mikronesien, Myanmar, Nauru, Neukaledonien, Nikobaren, Nördliche Mariannen, Ogasawara-Inseln, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Paracel-Inseln, Philippinen, Queensland, Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Singapur, Spratly-Inseln, Sumatra, Taiwan, Thailand, Timor-Leste, Togian-Inseln, Tuvalu, Vanuatu, Vietnam, West-Pazifik 
Meerestiefe:
1 - 20 Meter 
Größe:
bis zu 13cm 
Temperatur:
20°C - 28°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Cyclops (Ruderfußkrebse), Felsgarnelen, Fischbrut, Fischeier, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Futtergarnelen, Garnelen, Invertebraten (Wirbellose), Kleine Fische, Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Lobstereier, Mückenlarven, Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Würmer (Polychaeten + Annelida), Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 600 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
mittel 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
CITES:
nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
zuletzt bearbeitet:
2018-01-10 15:06:31 

Haltungsinformationen

Scolopsis lineata ist verbreitet zu finden vom östlichen Indischen Ozean, südlich über Cocos-Keeling Islands bis nach Nordwest Australien, westlich bis Ryukyu Islands und wieder südlich bis zu den Marshall Inseln und Vanuatu.

Juvenile Scolopsis lineata haben einen dunklen Rücken und einem weißen Bauch sowie mehrere dünne, horizontale gelbe Streifen oberhalb des Seitenlinienorgans.

Die Farben der Streifen verblassen bis ins Erwachsenenalter und werden mehr und mehr durchbrochen.

Zur Haltung ist sehr wenig bekannt, sie sollten allerdings durchaus für ein Riff-Aquarium geeignet sein, obgleich bekannt ist, dass sie Garnelen nicht verachten.

Klasse: Actinopterygii
Ordnung: Percoidei
Familie: Percoidei
Genus: Scolopsis
Spezies: S. lineata
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Bilder

Allgemein


Haltungserfahrung von Benutzern

AndreLuty am 10.01.18#1
Ich habe inzwischen 3 Würfel-Scheinschnapper (Scolopsis lineata) über mehrere Monate lang in 2 Riffbecken pflegen können. Sie sind in der Eingewöhnung etwas empfindlicher gegenüber Lymphocystes-Viren. Es kann trotz guter Wasserbedingungen 2 – 3 Monate dauern, bis die Viren verschwunden sind. Hier muss man auf Streßfreiheit für die Fische achten, da sonst die Viren länger auftreten.
Gefressen wurde am Anfang vor allem mit Frost- und Lebendfutter (Artemia, Mysis, Gammariden, rote und weiße Mückenlarven, Cyclops, Fisch- und Krebseier) . Sie benötigen 2 – 3 kleine Portionen pro Tag. Sehr wichtig erscheint die Verfügbarkeit von feinem Sand im Aquarium zu sein, der regelmäßig auch aufgenommen und durchgekaut wird – deswegen wird wahrscheinlich auch das Granulatfutter wieder ausgespuckt.
Die Art benötigt als ca. 10 cm langer Fisch Beckengrößen von mindestens 500 Litern für Einzeltiere und ab 800 Liter für die Pflege von Paaren. Wenn zwei unterschiedlich große Jungtiere zusammen eingesetzt werden, ist die Paarbildung durch den Geschlechtswechsel eigentlich kein Problem, sofern man ausreichend füttert und den Tieren reich strukturierte Rifflandschaften anbietet. Die Verwandten Pentapodus emeryii scheinent etwas friedlicher untereinander zu sein als Scolopsis. Meine ca. 10 cm langen Scolopsis lineata pflege ich derzeit in einem mittig als Raumteiler dekorierten Becken mit einer seitlichen "Blaukammer" für Filtrierer. Beide Fische schwimmen im Gegensatz zu Pentapodus nur sehr selten zusammen. Meist zieht sich der kleinere etwas blassere Fisch in die Blaukammer zurück und wird dort kaum vom größeren Fisch beachtet. Kommt der kleinere jedoch zum Füttern ins Freiwasser, wird er – wenn die Futterdichte nachlässt – sehr heftig in seine Ecke verscheucht. Nur nachmittags versucht der Größere den kleineren Artgenossen auch anzubalzen, indem er neben ihn schwimmt und die Flossen beim ruckartigen Parallelschwimmen präsentiert. Scolopsis lineatus ist auch nachts im Aquarium aktiv.
Hinsichtlich der gemeinsamen Pflege mit anderen Fischen und Wirbellosen habe ich noch keine negativen Erfahrungen gemacht. In einem 1800-Liter-Aquarium habe ich 1 Scolopsis mit 2 Pentapodus auch zusammen gepflegt – ohne Probleme, sie sind sogar zusammen durch die Dekoration geschwommen. Putzergarnelen, Einsiedler, Muscheln, Schnecken, Seeigel, Schlangensterne und verschiedenste Stein- und Lederkorallen. Scheibenanemonen, Krusten und Riffanemonen wurden noch nicht sichtbar geschädigt. Allerdings wird die Bodenfauna im Aquarium deutlich reduziert. Mit Acanthurus japonicus, Zebrasoma flavescens, Ctenochaetus truncatus, Scarus quoyi. Amphiprion ocellaris, Cryptocentrus cyanotaenia, Chrysiptera-Riffbarschen, Pseudochromis-Zwergbarschen und Halichoeres-Lippfischen gab es bisher keinerlei Probleme.
Auch für junge Scolopsis lineata könnte man sich aufgrund der Färbung eine Mimikry mit Meiacanthus grammistes vorstellen, so wie es für S. bilineata beschrieben ist.
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