Haltungsinformationen
Caranx ruber (Bloch, 1793)
Caranx ruber, auch Blaurücken-Stachelmakrele genannt, findet man von der Ostküste der USA (New Jersey) bis zu den Bermudas, im Golf von Mexiko, der Karibik und den Westindischen Inseln.Im nördlichen Golf von Mexiko findet man sie eher selten.Es gibt unbestätigte Sichtungen vor Rio de Janeiro, Brasilien.Er ist der am häufigsten vorkommende Caranx in den Gewässern der Antillen und Bahamas.
Blaurücken-Stachelmakrelen leben meist in klaren, seichten Gewässern, über Korallenriffen. Sie sind in der Regel in Schulen bzw. Schwärmen unterschiedlicher Größe im Riff unterwegs,man findet sie in wenigen Exemplaren bis zu großen Schwärmen oder Gruppen.Gelegentlich sieht man sie auch alleine schwimmen.
Häufig in klaren Inselgebieten oder Korallenriffen vor Festlandküsten. Jungtiere halten sich bevorzugt in Gebieten mit Algen (z. B. Sargassum) auf. Meist in Schwärmen, die Laichgruppen sein können; gelegentlich auch einzeln. Ernährt sich von Fischen, Garnelen und anderen Wirbellosen. Wird frisch vermarktet. Leicht zu beobachten.
Juvenile Tiere findet man oft unter den kleineren Matten des Sargassum linifolium (pelagische Braun-Alge), wo sie sich verstecken können.
Schwärme oder größere Gruppen adulter Tiere findet man unter recht großen Matten der gleichen Alge.
Caranx ruber ist ähnlich gefärbt wie Caranx hippos. Beide haben einen silbrigen Körper, mit einer grauen Tönung oben und unten weiß.Caranx ruber hat einen blauen „Balken“, wie dem Namen zu entnehmen ist, am Maul beginnend, entlang des gesamten Rücken bis in den unteren Lappen der Schwanzflosse.Juvenile Tiere erkennt man an meist 6 Balken, verteilt über den Körper, die mit zunehmendem Alter (beginnend ab einer Größe von ca. 6 cm) zu einer konvertieren.Manchmal sieht man auch adulte Tiere, meist beim Fressen am Grund, die eine Bronzefärbung aufweisen.
Die Blaurücken-Stachelmakrele erreicht eine Endgröße von ca. 50 cm, bleibt aber meist deutlich darunter (ca. 40 cm).Sie hat, was die Nahrungsaufnahme angeht, einen „ Dual-Mode“.Obwohl die Hauptnahrung aus anderen Fischen, Garnelen und Wirbellosen besteht (auch Korallenspitzen), nehmen sie auch Nahrung aus bzw. vom Boden auf.
Insbesondere bereits ältere, juvenile Tiere folgen oft Rochen und anderen „Bottom-Feeder“ und ahmen deren Fressverhalten nach.Tiere im frühen juvenilem Stadium sind Zooplanktonfresser und nehmen ihre Nahrung meist nahe der Wasseroberfläche auf.J
fishbase gibt an: Reports of ciguatera poisoning
Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.
Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:
Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.
Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.
Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.
Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!
Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.
Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.
Mehr Informationen finden Sie hier:
http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm
Aquaristisch ist der Fisch schon aufgrund seiner Endgröße uninteressant.
Synonyme:
Carangoides ruber (Bloch, 1793) · unaccepted
Elaphotoxon ruber (Bloch, 1793) · unaccepted
Elaphrotoxon ruber · unaccepted (lapsus calami)
Scomber ruber Bloch, 1793 · unaccepted
Caranx ruber, auch Blaurücken-Stachelmakrele genannt, findet man von der Ostküste der USA (New Jersey) bis zu den Bermudas, im Golf von Mexiko, der Karibik und den Westindischen Inseln.Im nördlichen Golf von Mexiko findet man sie eher selten.Es gibt unbestätigte Sichtungen vor Rio de Janeiro, Brasilien.Er ist der am häufigsten vorkommende Caranx in den Gewässern der Antillen und Bahamas.
Blaurücken-Stachelmakrelen leben meist in klaren, seichten Gewässern, über Korallenriffen. Sie sind in der Regel in Schulen bzw. Schwärmen unterschiedlicher Größe im Riff unterwegs,man findet sie in wenigen Exemplaren bis zu großen Schwärmen oder Gruppen.Gelegentlich sieht man sie auch alleine schwimmen.
Häufig in klaren Inselgebieten oder Korallenriffen vor Festlandküsten. Jungtiere halten sich bevorzugt in Gebieten mit Algen (z. B. Sargassum) auf. Meist in Schwärmen, die Laichgruppen sein können; gelegentlich auch einzeln. Ernährt sich von Fischen, Garnelen und anderen Wirbellosen. Wird frisch vermarktet. Leicht zu beobachten.
Juvenile Tiere findet man oft unter den kleineren Matten des Sargassum linifolium (pelagische Braun-Alge), wo sie sich verstecken können.
Schwärme oder größere Gruppen adulter Tiere findet man unter recht großen Matten der gleichen Alge.
Caranx ruber ist ähnlich gefärbt wie Caranx hippos. Beide haben einen silbrigen Körper, mit einer grauen Tönung oben und unten weiß.Caranx ruber hat einen blauen „Balken“, wie dem Namen zu entnehmen ist, am Maul beginnend, entlang des gesamten Rücken bis in den unteren Lappen der Schwanzflosse.Juvenile Tiere erkennt man an meist 6 Balken, verteilt über den Körper, die mit zunehmendem Alter (beginnend ab einer Größe von ca. 6 cm) zu einer konvertieren.Manchmal sieht man auch adulte Tiere, meist beim Fressen am Grund, die eine Bronzefärbung aufweisen.
Die Blaurücken-Stachelmakrele erreicht eine Endgröße von ca. 50 cm, bleibt aber meist deutlich darunter (ca. 40 cm).Sie hat, was die Nahrungsaufnahme angeht, einen „ Dual-Mode“.Obwohl die Hauptnahrung aus anderen Fischen, Garnelen und Wirbellosen besteht (auch Korallenspitzen), nehmen sie auch Nahrung aus bzw. vom Boden auf.
Insbesondere bereits ältere, juvenile Tiere folgen oft Rochen und anderen „Bottom-Feeder“ und ahmen deren Fressverhalten nach.Tiere im frühen juvenilem Stadium sind Zooplanktonfresser und nehmen ihre Nahrung meist nahe der Wasseroberfläche auf.J
fishbase gibt an: Reports of ciguatera poisoning
Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.
Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:
Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.
Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.
Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.
Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!
Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.
Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.
Mehr Informationen finden Sie hier:
http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm
Aquaristisch ist der Fisch schon aufgrund seiner Endgröße uninteressant.
Synonyme:
Carangoides ruber (Bloch, 1793) · unaccepted
Elaphotoxon ruber (Bloch, 1793) · unaccepted
Elaphrotoxon ruber · unaccepted (lapsus calami)
Scomber ruber Bloch, 1793 · unaccepted






François Libert, Frankreich