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Meiacanthus abditus Säbelzahnschleimfisch

Meiacanthus abditus wird umgangssprachlich oft als Säbelzahnschleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Foto: D'Entrecasteaux Islands, Papua-Neuguinea

Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. John Ernest (Jack) Randall, Hawaii Bilddetail


Steckbrief

lexID:
10628 
Wissenschaftlich:
Meiacanthus abditus 
Umgangssprachlich:
Säbelzahnschleimfisch 
Englisch:
Sulu fangblenny, Upside-down Harptail Blenny 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Blenniidae (Familie) > Meiacanthus (Gattung) > abditus (Art) 
Erstbestimmung:
Smith-Vaniz, 1987 
Vorkommen:
Bali, Borneo (Kalimantan), Flores, Indonesien, Malaysia, Papua-Neuguinea, Philippinen 
Meerestiefe:
30 - 40 Meter 
Größe:
bis zu 11cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Fischbrut, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Parasitäre Lebensweise / Schmarotzer, Räuberische Lebensweise, Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-04-13 22:00:03 

Haltungsinformationen

Smith-Vaniz, 1987

Zum Namen des Säbelzahnschleimfischs: "abditus" bedeutet soviel viel wie "versteckt" oder "verborgen".
Adulte Säbelzahnschleimfisch treten in kleinen Schulen entlang tiefer Außenriffwände auf und schmimmen meistens kopfüber an der Decke in größerer Höhlen, daher auch der englische Name "Upside-down Harptail Blenny".
In seinen Vorkommensgebieten gilt der Schleimfisch als häufig und verbreitet.

Säbelzahnschleimfischen der Gattung Meiacanthus wird nachgesagt, dass sie giftig sind, sie haben in der Tat einen Giftcocktail, der für Menschen allerdings nicht gefährlich ist.
Aktuelle Untersuchungen der flüssigen Substanz haben zur Identifikation von 3 Chemikalien geführt, die dem Säbelzahnschleimfischen bei ihrer Attacke gegen andere Fische, bei der sie den Opferfischen kleine Hautstückchen aus dem Körper herausbeißen, helfen.

Die drei Komponenten sind:
Phospholipase: Diese Enzyme schädigen tierische Zellmembranen ermöglicht die Einleitung der anderen beiden Substanzen beim Biss erleichtern bzw. ermöglichen, einem Neuropeptid und Enkephalin.

Neuropeptid Y, ein Peptid, dass dafür sorgt, dass der Blutdruck der Opfertiere schnell seht stark absinkt (bei einem Test mit Mäusen erfolgte ein Rückgang des Blutdrucks von 40%).
Die Aktivität der Opfertiere wird durch eine Senkung des Blutdrucks deutlich eingeschränkt und gibt den kleinen Schleimfischen die Möglichkeit, sich nach ihrem Angriff relativ sicher zurück zu ziehen.

Enkephalin, ebenfalls ein Opioid, dass, ähnlich wie Heroin und Morphin, schnell zu einer starken Schmerzlinderung der Bissbegleiterscheinungen
bei den Opfertieren führt.
Die Natur hat hier einen erstaunlich rücksichtsvollen und humanen Schutzmechanismus eingeführt, die Opfer werden geschont und der Schleimfisch kann ungehindert entkommen.

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Blennioidei (Suborder) > Blenniidae (Family) > Blenniinae (Subfamily) > Meiacanthus (Genus) > Meiacanthus abditus (Species)

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