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Meiacanthus erdmanni Säbelzahnschleimfisch

Meiacanthus erdmanni wird umgangssprachlich oft als Säbelzahnschleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Foto: Tridacna Atoll, Cenderawasih Bay, West Papua. Indonesien

Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Mark V. Erdmann & Dr. Gerry R. Allen Bilddetail


Steckbrief

lexID:
10627 
AphiaID:
712831 
Wissenschaftlich:
Meiacanthus erdmanni 
Umgangssprachlich:
Säbelzahnschleimfisch 
Englisch:
Erdmann's Fangblenny 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Blenniidae (Familie) > Meiacanthus (Gattung) > erdmanni (Art) 
Erstbestimmung:
Smith-Vaniz & Allen, 2011 
Meerestiefe:
3 - 65 Meter 
Größe:
bis zu 3,6cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Fischbrut, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Mysis (Schwebegarnelen), Parasitäre Lebensweise / Schmarotzer, Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-04-13 22:00:31 

Haltungsinformationen

Smith-Vaniz & Allen, 2011

Meiacanthus erdmanni wurde zu Ehren nach dem Ichthyologen, Dr. Mark V. Erdmann, benannt.
Diese Art wurde anhand eines einzigen Exemplars in der Cenderawasih Bay, einem großer Meerbusen im Norden der indonesischen Region Westneuguineas, bestimmt.

Säbelzahnschleimfischen der Gattung Meiacanthus wird nachgesagt, dass sie giftig sind, sie haben in der Tat einen Giftcocktail, der für Menschen allerdings nicht gefährlich ist.
Aktuelle Untersuchungen der flüssigen Substanz haben zur Identifikation von 3 Chemikalien geführt, die dem Säbelzahnschleimfischen bei ihrer Attacke gegen andere Fische, bei der sie den Opferfischen kleine Hautstückchen aus dem Körper herausbeißen, helfen.

Die drei Komponenten sind:
Phospholipase: Diese Enzyme schädigen tierische Zellmembranen ermöglicht die Einleitung der anderen beiden Substanzen beim Biss erleichtern bzw. ermöglichen, einem Neuropeptid und Enkephalin.

Neuropeptid Y, ein Peptid, dass dafür sorgt, dass der Blutdruck der Opfertiere schnell seht stark absinkt (bei einem Test mit Mäusen erfolgte ein Rückgang des Blutdrucks von 40%).
Die Aktivität der Opfertiere wird durch eine Senkung des Blutdrucks deutlich eingeschränkt und gibt den kleinen Schleimfischen die Möglichkeit, sich nach ihrem Angriff relativ sicher zurück zu ziehen.

Enkephalin, ebenfalls ein Opioid, dass, ähnlich wie Heroin und Morphin, schnell zu einer starken Schmerzlinderung der Bissbegleiterscheinungen
bei den Opfertieren führt.
Die Natur hat hier einen erstaunlich rücksichtsvollen und humanen Schutzmechanismus eingeführt, die Opfer werden geschont und der Schleimfisch kann ungehindert entkommen.


Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Blennioidei (Suborder) > Blenniidae (Family) > Blenniinae (Subfamily) > Meiacanthus (Genus) > Meiacanthus erdmanni (Species)

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