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Halgerda labyrinthus Labyrinth Höckerschnecke

Halgerda labyrinthus wird umgangssprachlich oft als Labyrinth Höckerschnecke bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Jenvit Seriburi

Halgerda labyrinthus,Fuji-Hakone-Izu National Park, Hachijo, Tokyo, JP 2025


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Jenvit Seriburi Jenvit Seriburi. Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18459 
AphiaID:
1666835 
Wissenschaftlich:
Halgerda labyrinthus 
Umgangssprachlich:
Labyrinth Höckerschnecke 
Englisch:
Labyrinth Nudibranch 
Kategorie:
Nacktschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Doridida (Ordnung) > Discodorididae (Familie) > Halgerda (Gattung) > labyrinthus (Art) 
Erstbestimmung:
Donohoo & Gosliner, 2023 
Vorkommen:
Australien, Japan, Okinawa, Ryūkyū-Inseln, Taiwan 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
20 - 55 Meter 
Habitate:
Korallenriffe, Koralline Böden, Korallenbruch, Meerwasser, Riffhänge 
Größe:
8,4 cm - 12 cm 
Temperatur:
25°C - 28°C 
Futter:
Es liegen keine gesicherten Informationen vor, Karnivor (fleischfressend), Nahrungsspezialist, Schwämme 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-07-05 20:57:45 

Haltungsinformationen

Halgerda labyrinthus Donohoo & Gosliner, 2023

Typuslokalität zur Beschreibung von Halgerda labyrinthus:Der Typenfundort liegt bei den Horseshoe Cliffs (Gemeinde Onna, Insel Okinawa, Ryūkyū-Inseln, Japan) in einer Tiefe von 51,8 m. Die Art kommt an steilen Riffhängen und auf Korallenschutt in Tiefen zwischen 20 und 55 m vor.

Etymologie
Das Art-Epitheton *labyrinthus* ist das lateinische Wort für „Labyrinth“ und bezieht sich auf das labyrinthartige Muster, das durch die zahlreichen feinen Linien auf dem Rücken gebildet wird.

Beschreibung:
Körper oval, halbstarr und gallertartig. Farbe der Dorsalseite weiß, durchzogen von zahlreichen dünnen, miteinander verbundenen schwarzen Linien, zwischen denen gelbe, ebenfalls verbundene Linien verlaufen.Leicht ausgeprägte, unregelmäßig verlaufende Rippen mit gelber Färbung. Gelber Randstreifen am Mantel mit sich fortsetzenden, senkrecht verlaufenden schwarzen und gelben Linien sowie erhabenen gelben Punkten und gelegentlichen schwarzen Punkten nahe dem Mantelrand. Unterseite des Mantels weiß, mit senkrechten Reihen kleiner schwarzer Punkte.

Große Kiemen umgeben den After; sie bestehen aus vier dreifach gefiederten Kiemenblättern, die in zwei hintere und zwei vordere Kiemenäste unterteilt sind.
Die hinteren Kiemenäste teilen sich weiter in jeweils zwei große Äste auf.Die Kiemenäste sind durchscheinend gelb mit durchscheinend weißen Hauptachsen und zahlreichen kleinen, unregelmäßig verteilten schwarzen Punkten. Die Kiementasche ist glatt, weiß gefärbt und weist strahlenförmig verlaufende gelbe Linien auf. Rhinophoren verjüngt und lamelliert (perfoliat), mit dickem Stiel. 25–35 weiße Lamellen mit kleinen schwarzen Punkten.

Rhinophorenstiele weiß, mit kleinen schwarzen Punkten und seitlichen schwarzen Streifen. Weiße Rhinophoren-Scheide glatt, mit gelben Rippen. Fuß breit, vorne eingekerbt und weiß, mit vereinzelten kleinen schwarzen Punkten sowie senkrechten Linien mit Punkten entlang des Fußrandes. Mundtentakel fingerförmig.

Mitglieder der Gattung ernähren sich als Nahrungsspezialisten von bestimmten Schwämmen. Die genaue Schwammnahrung von Halgerda labyrinthus ist nicht bekannt.

Anmerkungen
Exemplare dieser Art wurden früher fälschlicherweise als Halgerda willeyi bestimmt oder als nicht näher identifizierte Halgerda-Art geführt, bevor Donohoo & Gosliner (2023) sie mittels molekularphylogenetischer Analysen als eigenständige Art erkannten. Sie ähnelt in ihrem Muster Halgerda willeyi (Westpazifik) und Halgerda paulayi (Rotes Meer), ist jedoch geografisch auf die Region der Ryūkyū-Inseln und Taiwan beschränkt und unterscheidet sich von beiden Arten sowohl äußerlich als auch genetisch. Im Vergleich zur sympatrisch vorkommenden Halgerda batangas (max. 40 mm) ist Halgerda labyrinthus deutlich größer und weist durchgehende schwarze Linien auf dem Rücken auf, die bei Halgerda batangas fehlen.

Weiterführende Links

  1. nudibranchdomain (en). Abgerufen am 05.07.2026.
  2. researchgate (en). Abgerufen am 05.07.2026.

Bilder

Allgemein


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