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Halgerda mango Mango Höckerschnecke

Halgerda mango wird umgangssprachlich oft als Mango Höckerschnecke bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Steckbrief

lexID:
18222 
AphiaID:
Wissenschaftlich:
Halgerda mango 
Umgangssprachlich:
Mango Höckerschnecke 
Englisch:
Mango Nudibranch 
Kategorie:
Nacktschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Doridida (Ordnung) > Discodorididae (Familie) > Halgerda (Gattung) > mango (Art) 
Erstbestimmung:
Donohoo & Gosliner, 2023 
Vorkommen:
Philippinen 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
5 - 20 Meter 
Habitate:
Korallenbruchsubstrate, Korallenriffe, Meerwasser 
Größe:
bis zu 2,0cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Es liegen keine gesicherten Informationen vor, Karnivor (fleischfressend), Nahrungsspezialist, Schwämme 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-03-17 14:49:07 

Haltungsinformationen

Halgerda mango Donohoo & Gosliner, 2023

Die Indopazifische Gattung Halgerda Bergh, 1880 zählt zu den artenreichsten und am besten erforschten Gattungen innerhalb der Nacktschneckenfamilie Discodorididae. Frühere Studien basierten überwiegend auf morphologischen Merkmalen; die Einbeziehung molekularer Daten führte jedoch sowohl zur Beschreibung neuer Arten als auch zur Aufklärung bisher ungeklärter Artenkomplexe.

Im Jahr 2023 gelang es durch die Gewinnung molekularer Daten folgende 14 neue Arten zu beschreiben:
Halgerda elegans Bergh, 1905 wurde mit Halgerda willeyi Eliot, 1904 synonymisiert.

Es wurden folgende 14 neuen Arten beschrieben:
Halgerda mango
Halgerda berberiani
Halgerda biqiea
Halgerda paulay
Halgerda labyrinthus
Halgerda anosy
Halgerda mesophotica
Halgerda profunda
Halgerda takipsilim
Halgerda Scripta
Halgerda hervei
Halgerda maaikeae
Halgerda pattiae
Halgerda radamaensis

Holotypus zur Beschreibungcon Halgerda mango war ein Exemplar, präpariert und sequenziert,20 mm. Typuslokalität: Devil’s Point, Insel Maricaban, Provinz Batangas,
Luzon, Philippinen, 24. Mai 2009, gesammelt von Peri Paleracio in 6-23m Tiefe.

Etymologie: Diese Art ist nach der ähnlichen, leuchtend gelb-orangen Färbung der Carabao- oder Philippinischen Mango benannt, einer köstlichen Frucht, die schon viele Expeditionen auf die Philippinen angezogen hat.

Beschreibung Halgerda mango: Ausgewachsene, konservierte Tiere ca. 20 mm lang. Körper oval, starr und gallertartig. Rückenfarbe einheitlich zitronengelb mit winzigen, hellbraunen Sprenkeln über den gesamten Mantel. Rippen netzartig angeordnet mit stark erhabenen Spitzen an den Rippenverbindungen. Dünnes, halbdurchsichtiges weißes Mantelband säumt den Mantelrand. Mantelunterseite zitronengelb mit gelegentlichen großen braunen Flecken. Kiemen umgeben den erhöhten After mit sechs doppelt, manchmal dreifach gefiederten Kiemenblättern. Kiemenäste durchscheinend weiß mit hellbrauner dorsaler Auskleidung. Undurchsichtige weiße Drüsen in den gefiederten Abschnitten der Kiemenachse. Kiementasche glatt mit ähnlicher Rückenfärbung. Rhinophoren spitz zulaufend und durchbrochen mit 16 Lamellen. Rhinophoralscheide und Lamellen durchscheinend weiß mit diffusem braunem subapikalem Pigment
und posterioren Flecken nahe der Basis. Fuß breit, anterior eingekerbt, zitronengelb mit gelegentlichen mittelgroßen bis dunklen braunen Flecken. Mundtentakel fingerförmig.

Die Färbung der Jungtiere variiert mit der Größe. Bei kleinen Jungtieren einheitlich orange mit kleinen bis großen, unregelmäßigen schwarzen Flecken (Abb. 3d). Leisten und Leistenspitzen weniger ausgeprägt mit gelegentlicher weißer Färbung. Dünnes, halbdurchsichtiges weißes Mantelband ähnlich dem der adulten Tiere. Mantelunterseite ähnlich der Rückenfärbung mit einem Ring aus kleinen bis großen braunen und dunkelbraunen Flecken. Kiemenäste
durchscheinend weiß mit dunkelbrauner Auskleidung. Weniger undurchsichtig.

Geografische Verbreitung: Bekannt von den Philippinen.

Halgerda mango kommt in flachen Riffen zwischen 5 und 15 m Tiefe und auf Korallenschutt in etwa 20 m Tiefe vor.

Anmerkungen: Halgerda mango ist die Schwesterart der ähnlich gefärbten Art Hslgerda dalanghita. Analysen zur Artabgrenzung zeigten, dass kleinere Exemplare (zuvor als Halgerda sp. 3, Gosliner et al. 2018, beschrieben) Jungtiere von Halgerda mango sind. Analysen zur Artabgrenzung bestätigten, dass Halgerda mango. eine eigenständige Art ist, die sich von Halgerda dalanghita unterscheidet.

Mitglieder der Gattung ernähren sich als Nahrungsspezialisten von bestimmten Schwämmen. Die genaue Schwammnahrung von Halgerda mango ist leider nicht bekannt.

Weiterführende Links

  1. researchgate (en). Abgerufen am 17.03.2026.

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Allgemein


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