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Porites farasani Kleinpolypige Steinkoralle

Porites farasani wird umgangssprachlich oft als Kleinpolypige Steinkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
12410 
AphiaID:
 
Wissenschaftlich:
Porites farasani 
Umgangssprachlich:
Kleinpolypige Steinkoralle 
Englisch:
Hard Coral, Stony Coral 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
(Reich) > (Stamm) > (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Porites (Gattung) > farasani (Art) 
Vorkommen:
Endemische Art, Rotes Meer, Saudi-Arabien 
Meerestiefe:
1 - 5 Meter 
Größe:
bis zu 6cm 
Temperatur:
23°C - 34°C 
Futter:
Fotosynthese , Gelöste anorganische Stoffe, Gelöste organische Stoffe, Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-09-15 16:08:24 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Porites farasani sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Porites farasani interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Porites farasani bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Am 4. September wurden aus dem Roten Meer und dem Golf von Aden zwei neue Porites Steinkorallen auf Taylor & Francis Online veröffentlich.
Wir danken Dr. Tullia Isotta Terraneo, einer der Autorinnen ganz herzlich für die prompte schriftliche Erlaubnis zur Nutzung der Fotos und des Textes "Morphology and molecules reveal two new species of Porites (Scleractinia, Poritidae) from the Red Sea and the Gulf of Aden"

Das Team um Professor Dr. Michael L. Berumen hat sich in den letzten Jahren durch zahlreiche Neubeschreibungen von Steinkorallen aus dem Roten Meer und dem Golf von Aden einen Namen gemacht.

Im Vorfeld der Studie wurden 79 Proben im Untersuchungsgebiet gesammelt.
Im Vorfeld der Untersuchung wurden 79 Porites Exemplare gesammelt, darunter waren:
Porites fontanesii, Qita al Kirsh, Saudi-Arabien
Porites columnaris, Balhaf, Jemen
Porites rus, Bir Ali, Jemen
Porites lobata, Farasan Banks, Saudi-Arabien
Poriteslutea, Sikha Island, Jemen
Poritesechinulata, Aden, Jemen
Porites annae, Bir Ali, Jemen
Porites solida, Balhaf, Jemen

Der Holotyp von Porites farasani stammt aus den sehr flachen und warmen Gewässern von Marka, Farasan Banks, Saudi-Arabien, gesammelt von Dr. Francesca Benzoni (Mitautorin.
Die lebenden Kolonien von P. farasani sind grün oder grünbraun, wobei das Polypengewebe typischerweise dunkler ist als der hellgrüne oder graue Coenosarc (lebende Gewebe der Koralle ohne das Polypengewebe).

Der Artname "farasani" bezieht sich auf die Farasan Banks und Farasan Islands (Farasan-Inseln) im südlichen Roten Meer, Saudi-Arabien, wo das vorhandene Material für diese Art gesammelt wurde.

Porites farasani ist aufgrund ihrer geringen Koloniegröße eher unscheinbar, diese kleinpolypige Steinkoralle wurde nur in flachen (1 - 5 Metern Tiefe) und geschützten Riffumgebungen beobachtet, und zeigten markante in "situ Unterschiede" zu anderen Poritesarten und waren durch kleine Krustenkolonien und ungewöhnliche Polypenfärbungen gekennzeichnet.

Obwohl die Autoren eine umfangreiche Probenahme von Porites Arten entlang der saudi-arabischen Küste des Roten Meeres durchführten (Terraneo et al., pers. comm.), wurde diese Art nur in den Farasan Banks und Farasan Islands beobachtet.
Bis zu ihrer Meldung an anderer Stelle gilt diese Art daher als endemisch im Roten Meer.

Bemerkungen. Eine der gesammelten Proben wurde in eine Studie über die Vielfalt und Verteilung der Symbiodiniaceae von Porites Arten im Roten Meer aufgenommen (Terraneo et al., in Bearbeitung).
Die Ergebnisse zeigten, dass die Probe eine exklusive Linie von Symbionten (Zooxanthellen) enthielt, die in keiner der 79 analysierten Kolonien vorhanden war, was die Unterscheidungskraft von P. farasani von anderen Porites Arten weiter unterstreicht.

Um eine Koralle exakt zu bestimmen, werden neben der üblichen morphologischen Begutachtung zusätzlich molekulare DNA-Untersuchungen durchgeführt.

Literaturfundstelle:
Tullia I. Terraneo, Francesca Benzoni, Andrew H. Baird, Roberto Arrigoni & Michael L. Berumen (2019)
Morphology and molecules reveal two new species of Porites (Scleractinia, Poritidae) from the Red Sea and the Gulf of Aden
Systematics and Biodiversity, DOI: 10.1080/14772000.2019.1643806

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