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Hypoplectrus indigo Indigo-Hamlettbarsch

Hypoplectrus indigo wird umgangssprachlich oft als Indigo-Hamlettbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 600 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
1160 
Wissenschaftlich:
Hypoplectrus indigo 
Umgangssprachlich:
Indigo-Hamlettbarsch 
Englisch:
Indigo hamlet 
Kategorie:
Sägebarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Hypoplectrus (Gattung) > indigo (Art) 
Erstbestimmung:
(Poey, 1851) 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Bolivien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Florida, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Haiti, Hawaii, Honduras, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Martinique, Montserrat, Nicaragua, Niederländischen Antillen, Panama, Puerto Rico, Saba und Sint Eustatius, Saint Martin / Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, USA, Venezuela, West-Atlantik  
Meerestiefe:
3 - 45 Meter 
Größe:
bis zu 13cm 
Temperatur:
21°C - 27°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Kleine Fische, Muschelfleisch, Mysis (Schwebegarnelen) 
Aquarium:
~ 600 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-09-06 11:48:55 

Haltungsinformationen

(Poey, 1851)

Experten zweifeln derzeit, ob die Aufteilung in über 10 Arten der Gattung gerechtfertigt ist, oder ob die Tiere nicht generell große Farbabweichungen zeigen und alle Hypoplectrus unicolor zuzuordnen sind.

Hamletbarsche sind friedliche, ca. 13 cm Länge erreichende Kleinfisch- und Garnelenräuber in Bodennähe.

Sie lassen sich in kleinen Gruppen pflegen und wechseln als Zwitter ständig ihr Geschlecht.

Dass allerdings ein Tier mit sich selbst ablaichen kann, halte ich für ein Märchen.
Anmerkung: In der Biologie gibt es die sogeannte Jungfernzeugung (Parthenogenese), eine Form der eingeschlechtlichen Fortpflanzung, bei der Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen entstehen!

Synonyme:
Hypoplectrus bovinus (Poey, 1852)
Plectropoma bovinum Poey, 1852
Plectropoma indigo Poey, 1851

Systematik:: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Serranidae (Family) > Serraninae (Subfamily) > Hypoplectrus (Genus) > Hypoplectrus indigo (Species)

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

robertbaur am 14.07.09#3
Meine Erfahrungen zum Hypoplectrus indigo – Indigo Hamletbarsch

Ich halte dieses Tier jetzt seit ungefähr 8 Monaten, seit November 2008. Leider ist über den Indigo Hamletbarsch nicht allzu viel in der Literatur zu erfahren, so dass ich versuchen möchte, dass was ich mit ihm erlebt und über ihn gelesen habe, zusammen zu fassen.

Er gehört der Ordnung Perciformes – Barschartige an. Weiter wird er in Unterordnung Percoidei – echte Barsche, Familie Serranidae – Sägebarsche / Zackenbarsche, Unterfamilie Serraninae – eigentliche Sägebarsche, Gattung Hypoplectrus – Hamletbarsch, Klasse Actinopterygii – Strahlenflosser eingeteilt.

Sein natürliches Vorkommen ist die Karibik und der Golf von Mexiko, in einer Tiefe von 3 bis 45 m. Dort lebt er in kleinen Gruppen in Bodennähe.

Seine Größe wird in der Literatur mit 10-15 cm angegeben. Damit ist er wohl die größte karibische Hamletbarschart. Mir ist von Tauchern berichtet worden, dass er in der Natur noch größer werden soll. Das von mir gepflegte Tier misst etwa 10 cm.

Er ist ein Räuber, wie schon am großen Maul zu erkennen ist. In der Natur ernährt er sich von kleinen Fischen, Krebstieren und Garnelen. Bei mir im Aquarium nimmt er regelmäßig größeres Frostfutter wie Krill und Mysis, jeden 2. Tag entweder einen ganzen Stint oder eine Sandgarnele, alles Frostfutter, zu sich. Kleinere Süßwasserfische wie Guppys werden auch gerne genommen, gibt es aber nur höchst selten. Flocken- und Granulatfutter werden nicht angerührt.

Etwas vorsichtig sollte man beim Nachsetzen von Fischen sein. So hat er bereits eine Grundel, welche nahezu seine Länge hatte wenige Sekunden nach dem Einsetzen erlegt. Aus dem „Altbestand“ ist lediglich eine andere, kleinere Grundel sein Opfer geworden. Neue Fische werden daher in der Regel erst nach Abschalten der Hauptbeleuchtung während der Nachtbeleuchtung eingesetzt. Seit dem gab es keinerlei Problem. Er ist nicht aggressiv nur räuberisch.

Er ist zwar ein Lauerjäger, der gerne unter einem Felsüberhang oder ähnlichem steht, bewegt sich aber auch recht häufig im Freiwasser des Aquariums. Vor allem Nachts im Schein der LEDs sieht man ihn immer mal wieder im Becken patrouillieren. Dann ist die Rückenflosse meist aufgerichtet. Ich stufe ihn mal als scheu ein, da immer wieder Versteckmöglichkeiten in der Dekoration gesucht werden, wenn man zum Füttern mit einem Greifer in das Becken langt, oder wenn man sich zu schnell dem Becken nähert.

Auf einer englischsprachigen Internetseite fand ich die Haltungsempfehlung für Aquarien mit mehr als 60 Gallonen, was etwa 230 Liter entspricht. In einem deutschsprachigen Buch ist ab 200 Litern die Rede. Ich halte ihn in einem brutto 385 Liter Becken.

Als die Pumpe meines UV-C Klärers mal ausgefallen ist, konnte ich beobachten, dass dieser relativ schnell Pünktchen bekam. Nach Beheben dieses Defekts verschwanden diese wieder recht schnell. Von Putzergarnelen lässt er sich nicht anrühren.

Er ist ein Zwitter und kann sein Geschlecht nach Bedarf ändern. Eine Selbstbefruchtung kann jedoch nicht stattfinden, da bei einem Laichvorgang immer nur Spermien oder Eier abgegeben werden.

Sollte ich jemals in den Genuss kommen ein zweites Tier erstehen zu können, würde ich dies sofort machen. Leider ist dieser wohl auch in Übersee kein Kandidat, welcher gewöhnlich im Handel anzutreffen ist. Dort aber wohl häufiger als bei uns, jedenfalls wird er auf div. Internetseiten angeboten.

Er ist für ein Korallenbecken uneingeschränkt geeignet, wenn der restliche Besatz so gewählt wird, dass er von der Größe nicht zu klein ist, bzw. wenn der Hamletbarsch erst später hinzu gesetzt wird und etwas Vorsicht beim Nachsetzen beachtet wird. Jedenfalls schädigt er keine Korallen oder andere sessile Wirbellose. Für ein Fischbecken gilt diese Eignung aus meiner Sicht sowieso.



Dirk Gaschka im Juli 2009
jailwarrior am 24.01.09#2
Auch Fische, die nahezu so groß sind wie er selbst werden erbeutet. Heute eine frisch eingesetzte Amblygobius phalaena - Bagger Grundel. Siehe oben das Bild, wo noch die Schwanzflosse rausguckt. Deshalb wir die Haltung nicht unbedingt einfacher.
jailwarrior am 18.12.08#1
Ich hatte vor etwa 6 Wochen Glück zwei dieser Tiere zu erstehen.
Konnte an denen nicht vorbei, da diese ja wie kleine Zackenbarsche aussehen und ich eigentlich ein Fischbecken wollte, meiner Frau zu liebe aber wieder ein Riffbecken eingerichtet habe, bzw. dabei bin. Leider hat einer nach nur einen Tag das zeitliche gesegnet. Er hatte eine Verletzung am Maul und nicht gefressen. Dem anderen geht es gut. Hat sich eingelebt und mißt etwa 7 cm. Ist ruhig und jagt wenig andere Fische und macht auch sonst keinen Stress. Frisst gerne Krill, Mysis und mittlerweile auch Flocken. Auch kleine Guppys werden gerne genommen. Zwei Trimma Grundeln wurden jedoch aquch ein paar Tage nach seinem Einsetzen nicht mehr gesehen, obwohl ich nie diese jagen sah. Sowohl Händler als auch
ich dachten, dass diese, da immer in irgendwelchen Spalten und Ritzen versteckt, schneller als der Jäger sind. Dem war wohl nicht so. Meine Gobidion histrio mochte er noch nie. Diese wurde immer gejagt, wenn er sie erspäte. Heute nach wie gesagt 6-7 Wochen war es soweit. Obwohl diese
auch etwa 4 cm lang war, wurde sie seine Beute. Es schaute nur noch die Schwanzflosse aus seinem Maul. Doch der Brocken war doch zun groß, nach 5-6 Stunden freuten sich die Einsiedler über die Grundel, allerdings ohne Kopf. Mal abwarten, was der noch so alles schluckt, wenn er mal die 13 cm erreicht, wenn er dann ausgewachsen ist. Zur Not muss er dann umziehen. Ansonsten ein sehr schöner, toll anzuschauender Fisch, für Fischbecken und Riffbecken mit nicht allzukleinen Fischen. Ich halte ihn ineinem etwa 400 Liter Becken.
Wenn ich noch mal einen ergattern kann werde ich bestimmt zuschlagen, da er ja laut meiner Info in kleinen Gruppen gehalten werden soll.
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