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Hypoplectrus puella Braunband-Hamletbarsch

Hypoplectrus puella wird umgangssprachlich oft als Braunband-Hamletbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kein Anfängertier. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2685 
AphiaID:
281120 
Wissenschaftlich:
Hypoplectrus puella 
Umgangssprachlich:
Braunband-Hamletbarsch 
Englisch:
Barred Hamlet 
Kategorie:
Sägebarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Hypoplectrus (Gattung) > puella (Art) 
Erstbestimmung:
(Cuvier, ), 1828 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Haiti, Honduras, Jamaika, Karibik, Kolumbien, Kuba, Martinique, Montserrat, Nicaragua, Panama, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicosinseln, USA, Venezuela 
Meerestiefe:
3 - 23 Meter 
Größe:
bis zu 15cm 
Temperatur:
25.3°C - 28.2°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Invertebraten (Wirbellose) 
Aquarium:
~ 500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Kein Anfängertier 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-04-21 09:35:23 

Haltungsinformationen

(Cuvier, 1828)
Dieses Foto entstand bei einem Tauchgang in der Dominikanische Republik.

Das Tier lebt im Meer in Tiefen von 3 - 23 Metern und lebt riffgebunden solitär in Fels- und Korallenriffen.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Hypoplectrus vitulinus (Poey, 1852)
Plectropoma puella Cuvier, 1828
Plectropoma vitulinum Poey, 1852

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Serranidae (Family) > Serraninae (Subfamily) > Hypoplectrus (Genus) > Hypoplectrus puella (Species)

Weiterführende Links

  1. Fishbase (multi)

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

jailwarrior am 20.02.10#1
Ich halte diesen Fisch seit 3 Monaten mit einem H. indigo zusammen. Eigentlich wollte ich diesem einen Partner gönnen, aber der H. puella wurde statt dessen geliefert. Da man wohl mittlerweile davon ausgeht, dass es nureine Art in verschiedenen Farbvarianten gibt entschloss ich mich dazu die beiden gemeinsam zu halten. 5 % dieser Fische laichen wohl auch mit Partnern anderer Farbvarianten ab. Stress gab es keinen. Die ersten drei Tage wurde der H. puella mal vom H. indigo weggescheucht, aber das lies schnell nach. Mittlerweile leben diese recht friedlich neben einander. Der H. puella ist richtig verfressen. Nimmt recht gierig Artemia, Mysis, Krill, Sandgarnelen und ganze Stinte. Alles als Frostfutterter. Wie beim H. indigo sollte dieser Fisch stets gut genährt sein, damit er nicht im Becken beheimatete Garnelen oder andere kleine Fische räubert.
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