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Fusigobius transversus Quergestreifte Sandgrundel

Fusigobius transversus wird umgangssprachlich oft als Quergestreifte Sandgrundel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Journal of the Ocean Science Foundation

Foto: East Cape, Milne Bay, Papua-Neuguinea

/ frischer Holotyp, WAM P.36190-00, Weibchen, 26,6 mm SL / Fotograf Mak V. Erdmann
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Journal of the Ocean Science Foundation . Please visit www.oceansciencefoundation.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18434 
AphiaID:
1900575 
Wissenschaftlich:
Fusigobius transversus 
Umgangssprachlich:
Quergestreifte Sandgrundel 
Englisch:
Transverse Sandgoby 
Kategorie:
Grundeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Gobiiformes (Ordnung) > Gobiidae (Familie) > Fusigobius (Gattung) > transversus (Art) 
Erstbestimmung:
Allen, Erdmann, Brooks & Ichida, 2026 
Vorkommen:
Papua-Neuguinea 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
- 62 Meter 
Habitate:
Bodenlebendes Meerestier (demersal), Felsvorsprünge, Mesophotische Riffe (40 -150 Meter), Riffhänge, Sandige Meeresböden 
Größe:
bis zu 2,66cm 
Temperatur:
°C - 27,6°C 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang III (Individuen oder entsprechende Produkte aus dem genannten Land benötigen eine Ausfuhrgenehmigung, aus anderen Ländern ist ein Herkunftszertifikat notwend) 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-07-14 10:09:14 

Haltungsinformationen

Die Erstbeschreibung von Fusigobius transversus erfolgte anhand eines weiblichen Holotyps mit 26,6 mm SL im Juni 2026.

Die neue Art ist bislang nur vom Typusfundort in der Provinz Milne Bay in Papua-Neuguinea bekannt, dürfte jedoch auf tieferen mesophotischen Riffen in ganz Ostindien weiterverbreitet sein. Der Holotyp wurde auf sandigem Grund unter einem Felsvorsprung an einem steilen Außenriffabfall in 62 Metern Tiefe gesammelt.

Fundort: Papua-Neuguinea, Provinz Milne Bay, Umgebung von East Cape, unter Wasser liegendes Riff 0,9 km südöstlich der Insel Boia Boia Waga und 3 km nordöstlich des Festlandes bei East Cape, Tauchplatz „Cobb’s Cliff“.

Beschreibung:
Kopf und Körper der Grundel sind halb transluzent mit vereinzelten, unterschiedlich großen, orangefarbenen Flecken und weißen Sprenkeln, von denen die meisten deutlich kleiner als die Pupille sind, mit Ausnahme eines relativ großen Flecks auf der unteren Wange direkt unterhalb des Auges, eines rötlich-orangefarbenen Flecks auf der unteren Hälfte des Kiemendeckels und eines unregelmäßig geformten Flecks in der Mitte der Seite unterhalb der ersten Rückenflosse

An den Seiten von Kopf und Körper befinden sich vereinzelte, winzige Melanophoren, am deutlichsten sichtbar an der Wange unterhalb der Augenmitte, an der Basis der obersten Brustflossenstrahlen, am vorderen Körperabschnitt zwischen der Basis der ersten Rückenflosse und der Körpermitte sowie seitlich am Schwanzstiel.

Die Mittelflossen sind überwiegend durchscheinend bis weißlich ohne auffällige Zeichnung, mit Ausnahme der äußeren Hälfte der ersten Rückenflosse zwischen den ersten vier Stacheln, die ein markantes, rechteckiges, grünlich-gelbes, leicht schräges Band sowie einen breiten, braunen Außenrand an den ersten drei Membranen aufweist.
Der Rest der Flosse weist mattweiße Bereiche unterhalb des farbigen Bandes und entlang des hinteren Flossenrandes auf, die zweite Rückenflosse ist durchscheinend, mit Ausnahme der basalen Hälfte jedes Flossenstrahls, die einige winzige weiße und gelbe Flecken aufweist.

Die Schwanzflosse weist zahlreiche winzige weiße Flecken und Streifen sowie vier oder fünf Querreihen kleiner gelber Flecken auf.
Die Afterflosse ist überwiegend weißlich mit einem schwach gelben Randstreifen und gelben Streifen entlang der Basis der dritten, sechsten und letzten segmentierten Strahlen.

Die Brustflossen sind durchscheinend, mit Ausnahme des basalen Abschnitts der 9 untersten Strahlen, die weiß sind; die entsprechenden Membranen sind dicht weiß gefleckt, gelbe Markierungen an der Basis der obersten Strahlen.
Ein markantes, schräg verlaufendes weißes Band zieht sich quer über die Mitte der Brustflossenbasis, das in ein gebogenes, silberweißes Band am unteren Rand des Kiemendeckels übergeht.

Die Bauchflossen sind überwiegend weiß, die Iris ist gelblich-rot mit 4 oder 5 relativ unauffälligen rötlichen, speichenartigen Markierungen auf der dorsalen Skleraloberfläche.

Hinweis:
Mehrere Arten aus relativ tiefen Gewässern (30–114 Metern) weisen ein gut ausgeprägtes Quermuster auf, was auf einen Zusammenhang zwischen tieferen Lebensräumen und dem Papillenmuster hindeutet.

Etymologie.
Die neue Grundelart wurde in Anlehnung an ihr auffälligstes Merkmal, die quer verlaufende Anordnung der Sinnespapillen im Wangenbereich, „transversus“ (lateinisch: quer) benannt.

QUELLENANGABE:
Allen, G.R., Erdmann, M.V., Brooks, W.M. & Ichida, N.K. (2026) Eine neue Art der mesophotischen Fusigobius-Grundel (Teleostei: Gobiidae) aus dem Osten Papua-Neuguineas. Journal of the Ocean Science Foundation, 46, 63–70.
https://doi.org/10.5281/zenodo.20587166
Erscheinungsdatum: 7. Juni 2026

Weiterführende Links

  1. https://oceansciencefoundation.org/josf/josf46d.pdf (en). Abgerufen am 25.06.2026.

Bilder

Weiblich


Allgemein


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