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Rhynchocinetes durbanensis Durban-Tanzgarnele

Rhynchocinetes durbanensis wird umgangssprachlich oft als Durban-Tanzgarnele bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
844 
Wissenschaftlich:
Rhynchocinetes durbanensis 
Umgangssprachlich:
Durban-Tanzgarnele 
Englisch:
Pepermint hingeback shrimp 
Kategorie:
Garnelen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Rhynchocinetidae (Familie) > Rhynchocinetes (Gattung) > durbanensis (Art) 
Erstbestimmung:
Gordon, 1936 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Japan, Karibik, Mikronesien, Neukaledonien, Raja Ampat, Süd-Afrika 
Meerestiefe:
16 Meter 
Größe:
3 cm - 4 cm 
Temperatur:
24°C - 29,2°C 
Futter:
Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten) 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-02-15 09:13:56 

Haltungsinformationen

Gordon, 1936

Realtiv leicht zu halten und wenig empfindlich.
Wobei angemerkt sein sollte, dass alle Garnelen ein wenig dichteempfindlich sind.
Daher beim Einsetzen gut anpassen.
Achtung: Die Tanzgarnele kann sich an empfindlichen Wirbellosen vergreifen, wie Scheibenanemonen oder Krustenanemonen oder auch Xenien.
Da man vorher nie sicher sagen kann, was diese Art schädigt, sollte man im Gemeinschaftsbecken auf den Besatz verzichten.
Kann in der Gruppe gehalten werden, wobei aber nur ein Männchen und viele Weibchen besetzt werden sollte.
Kommt oft in den Handel.
Nach neusten Erkentnissen (Th. Pohl 2007) eignen sich diese Garnelen zur Prophylaxe gegen Strudelwürmer bei Korallen der Gattung Acropora und bei Montiporaschnecken sowie der Eigelege beider Arten.

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Multicrustacea (Superclass) > Malacostraca (Class) > Eumalacostraca (Subclass) > Eucarida (Superorder) > Decapoda (Order) > Pleocyemata (Suborder) > Caridea (Infraorder) > Nematocarcinoidea (Superfamily) > Rhynchocinetidae (Family) > Rhynchocinetes (Genus) > Rhynchocinetes durbanensis (Species)

Bilder

Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

water am 14.02.17#11
Halte seit Dezember letzten Jahres eine Tanzgarnele.Sie hat sich schon zwei mal in dieser Zeit gehäutet .
Seit der letzten Häutung ist sie nicht mehr scheu und zeigt sich sehr oft.Sie weiß auch schon,wenn der " Große Schatten"
kommt,gibt es Futter.Sie kommt dann auf die freie Sandfläche und scheint mich zu beobachten.
Ansosten turnt sie im Inneren meines linken Riffteils herum und ist immer beschäftigt.
Sie teilt sich 360 l mit zwei Clownfischen und zwei Kardinalbarschen,Einsiedlern und Schnecken.
Feinde hat sie also nicht :)
Ich empfinde die Garnele als recht groß und kräftig. Die 4 Zentimeter hat sie locker überschritten.
Meine Amanogarnelen mit 5cm Länge,die ich im Süßwasserbecken halte, wirken dagegen kleiner und zierlicher !
Meine Garnele hat bis jetzt keine Korallen geschädigt,sie stiefelt auch über die Krusten,aber da finde ich die kleinen Einsiedler viel rücksichtsloser :).
Sie ist sehr robust und hat mein Becken von Anfang an überlebt ( war ein verfrühtes Geschenk ) und freut sich über alle Arten Futter.Ich mag sie !
K.N. am 26.05.12#10
Halte seit einem halben Jahr auch zwei dieser Garnelen in meinem Riffbecken.

Sie leben versteckt, kommen fast nur zum Fressen raus und gingen bisher noch nie an Korallen oder Anemonen ran!

Hübsche Tiere, die sich leider kaum zeigen...
erik1982 am 24.05.12#9
habe seit 3 monaten (anfangs 3) 2 dieser lustigen Garnelen und meine glasrosen schwinden..habe sie gekauft da sie mir als glasrosenfresser angepriesen wurden...beobachten konnte ich sie noch nicht dabei aber scheinbar tun sie´s
11 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Rhynchocinetes durbanensis

CGReef am 07.05.18#1
Hallo,

nach über 1 Jahr Haltung dieser Garnelen, möchte ich einen etwas anderen Bericht hier mal schreiben.

Bevor es direkt um die Garnelen geht, muss ich allerdings etwas ausholen.

Vor etwas über einen Jahr bin ich mit meinen Riffaquarium umgezogen und alles hat gut den Umzug überstanden.

Das einzigste was mir auffiel, das eine bräunlich gefärbte Kolonie auf einen Lebendgestein auf einmal rasant anfing zu wachsen. Bis dato wusste ich nie was es war und hatte diese Tierchen ignoriert. Nach knapp 2 Wochen hatte sich diese Kolonie auf gut 30cm vergrößert und ich fing an herauszufinden was da wuchert. Nach einigen Tagen suchen, wurde ich hier im Lexikon schließ fündig: Hydropolypen.

Eine Plage, welches das Gestein komplett überwuchert und alles andere unter sich erstickt.

Nachdem ich nun wusste worum es sich handelte, fing ich an diese Polypen von Hand mit einer Pinzette zu zupfen. Um es kurz zu halten: keine Chance. Nach gerade einmal 1 Monat waren ca 70% des Gestein stark befallen.

Also suchte ich einen Fressfeind gegen diese Plage. Es gibt eine Nacktschnecke, welche sich davon ernähren soll, aber an diese heranzukommen war aussichtslos.

Ich suchte also weiter und stieß dann auf die Durban Tanzgarnele, welche angeblich auch Hydropolypen fressen soll. Angesichts der Plage in meinen Aquarium, kaufte ich mir voller Hoffnung 2 dieser Garnelen.

Zum Tag des einsetzen lebten bereits 3 Putzergarnelen in den Riff. 2 L. debelius und 1 L. amboinensis.

Die Putzergarnelen reagierten sehr ungehalten auf die neuen. Vor allem die Weissbandputzergarnele jagte die Durbans durch das ganze Riff.

Also waren die Durbans erst einmal verschwunden und erst nach ein paar Tagen zeigten sich diese in der Blaulichtphase. Sobald die Putzergarnelen die Durbans sahen, wurden diese verjagt.

Dies sollte sich auch im Laufe des Jahres nie ändern, allerdings wurden sie geduldet bis zu einen gewissen Abstand.

Ok und nun zu den Hydropolypen, diese wucherten, ich zupfte wie gewohnt und den Garnelen war es gleich.

Diese wurden nun mutiger und zeigten sich auch nun öfters am Tag. Bis dahin also alles normal.

Nicht ganz normal war, das meine LPS nicht mehr aufgehen wollten wie sonst, wobei die Wasserwerte wie immer waren.

Erst fingen die Caulastrea an zu degenerieren und zu verschwinden. Gefolgt von einer Euphyllia glabrescens, einer Wunderkoralle und einer Bartkoralle. Alle diese LPS waren innerhalb von wenigen Wochen Tod bzw. aufgefressen.

Anfangs dachte ich, das etwas mit den Wasser nicht stimmt, aber eine Wasseranalyse zeigte das Gegenteil. Ich war ratlos, bis ich eines Nachts nicht schlafen konnte und aufstand.

Ich leuchtete mit einer Taschenlampe ins Aquarium und konnte live sehen, wie die Durbans eine LPS am verspeisen waren.

Normalerweise wäre jetzt der Zeitpunkt gewesen, diese aus den Aquarium zu fangen. Aber das ging nicht, weil ich hatte ja das Problem mit dieser Plage noch.

Ja sie fressen Hydropolypen, aber lieber Korallen.

Es verging wieder einige Zeit und meine LPS waren alle vernichtet, bis auf die E. paraancora, anscheinend nesselt diese zu stark oder schmeckt einfach nicht.

Inzwischen waren meine 2 Debelius innerhalb von 1 Monat verschwunden, die erste war einfach weg, die 2te lag eines Morgens wirklich zerfetzt im Aquarium.

Ich konnte mir das nicht erklären. Die Durbans zeigten inzwischen deutliches Wachstum und sind ca auf 7cm plus Antennen zu echten Riesen herangewachsen. Auch die Weissbandputzergarnele hatte nun nichts mehr zu melden, absofort jagten die Durbans diese, sobald sie diese ausmachten.

Inzwischen ist mein Aquarium Hydropolypen frei, dank der Garnelen.

Neben den LPS wurde ein eingesetzter grabender Seestern (über Nacht komplett zerstückelt und halb aufgefressen) und eine Kupferanemone durch die Garnelen zerlegt.

Auch meine Weissbandputzergarnele ist seit ein paar Tagen spurlos verschwunden.

Das war der Anlass, sie zu fangen mit einer selbstgebauten Falle. Nach knapp 3 Stunden hatte ich sie. Ab sofort leben diese in einen Algenaquarium ohne Korallen und sonstige Wirbellose.

Ich habe diesen Bericht geschrieben, weil diese Garnelen gerne von Händlern als Reef Save verkauft werden und es scheint ja auch bei manchen zu klappen.

Auch wenn ich es nicht beweisen kann, bin ich fest überzeugt, daß die Putzergarnelen von den Durbans getötet wurden.

Daher eine klare Empfehlung diese Garnelen NICHT zu kaufen.

Dank dieser Garnele ist mein Aquarium frei von Hydropolypen nach über 1 Jahr.

Auf diesem Weg haben die Garnelen viele Sachen gefressen oder zerlegt.

Achja eine letzte Bemerkung noch, Krusten und Scheibenanemonen haben Sie bei mir nie gefressen, die LPS haben wohl besser geschmeckt.

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