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Blenniella chrysospilos Rotpunkt-Schleimfisch

Blenniella chrysospilos wird umgangssprachlich oft als Rotpunkt-Schleimfisch bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Es wird ein Aquarium von mindestens 400 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2073 
Wissenschaftlich:
Blenniella chrysospilos 
Umgangssprachlich:
Rotpunkt-Schleimfisch 
Englisch:
Red-spotted blenny 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Blenniidae (Familie) > Blenniella (Gattung) > chrysospilos (Art) 
Erstbestimmung:
(Bleeker, 1857) 
Vorkommen:
Afrika, Amerikanisch-Samoa, Australien, Bandasee, Banggai-Inseln, Fidschi, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Guam, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kenia, Kokos-Keelinginseln, Komoren, La Réunion, Madagaskar, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Ost-Afrika, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomon-Inseln, Samoa, Seychellen, Taiwan, Tansania, Tonga, Vanuatu, Vietnam 
Meerestiefe:
0 - 6 Meter 
Größe:
bis zu 13cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Algen, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Detritus, Debris (totes organisches Material), Flockenfutter, Frostfutter (große Sorten), Invertebraten (Wirbellose), Mysis (Schwebegarnelen), Salzwasserflöhe (Cladocera) 
Aquarium:
~ 400 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2006-10-30 20:54:52 

Haltungsinformationen

(Bleeker, 1857)

Ein seltener Pflegling in unseren Aquarien.
Wie bei vielen Schleimfischen, sollte man darauf achten, dass sie anfangs nicht zu leicht aus dem Becken springen können.
Nehmen in der Regel aber schnell Futter auf. Leben im Meer an Stellen mit reichlich Algenwuchs, und verstecken sich gerne in "Wohnräumen", aus denen sie rauschauen können.
Dabei sieht man dann nur noch den Kopf des Tieres.

Mein Blenni wurde mitsamt toten Seeigel eingesetzt.
Dort schläft er dann auch Nachts, ob Mondschein oder totale Finsternis.
Nur der Kopf guckt dann noch heraus.
In der Regel ist dieser Blenni sehr pflegeleicht.
Eine Vergesellschaftung mit Rotpunktgrundeln (Maidengrundel) ist meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, da diese ständig angegriffen, bzw. weggescheucht werden.
Ich führe dieses Verhalten auf das ähnliche Farbmuster zurück.
Ansonsten werden andere Beckenbewohner nicht von ihm beachtet.
Falls sich jemand dazu entschließt, trotzdem Grundeln einzusetzen, kann ich nur empfehlen, diese gleichzeitig mit dem Blenni einzusetzen.
Es kann auch sein, daß es gar keine Probleme gibt; dies ist wohl von Fall zu Fall unterschiedlich.
Ansonsten guckt der Blenni gerne von seinem
" Ausguck " Fernsehen, oder beobachtet alles, was so draußen vor der Scheibe los ist.
Falls jemals ein Einsiedlerkrebs seinen Weg kreuzen sollte, wird der Blenni auf keinen Fall zurückstecken, sondern der Dinge, die da kommen, harren.
Da wird der Krebs wohl schon über den Blenni drüber klettern müssen.
Mein Blenni läßt sich sogar von meinen Putzergarnelen putzen, selbst wenn er sich im Seeigel befindet.

Synonyme:
Alticus evermanni Jordan & Seale, 1906
Istiblennius chrysospilos (Bleeker, 1857)
Istiblennius chrysospilos insulinus Smith, 1959
Istiblennius coronatus (Günther, 1872)
Istiblennius insulinus Smith, 1959
Salarias aureopuncticeps Fowler, 1946
Salarias belemnites De Vis, 1884
Salarias bryani Jordan & Seale, 1906
Salarias chrysospilos Bleeker, 1857
Salarias coronatus Günther, 1872
Salarias unimaculatus Aoyagi, 1954

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopteri (Class) > Perciformes (Order) > Blennioidei (Suborder) > Blenniidae (Family) > Salariinae (Subfamily) > Blenniella (Genus) > Blenniella chrysospilos (Species)

Weiterführende Links

  1. Fishbase (eng und german)

Bilder

Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

AndreLuty am 12.10.16#6
Nicht uneingeschränkt zu empfehlen!

Bei mir hat er einen jungen Acanthurus pyroferus ständig attackiert, der immer am gleichen Algenstein fressen wollte. Beide Fische haben genügend Zusatzfutter bekommen, aber die Aggressivität des Blennies hat sich in 2 Jahren nie gelegt.
Benjamin am 24.05.11#5
Versteckt lebender kleiner Kerl!
Es gleicht einen Suchspiel ihn in dem Lebendgestein und auch auf den DSB zu finden, besonders in den ersten Wochen.
Hat man aber seine Lieblingsplätze und Verstecklöcher lokalisiert, so macht es nicht mehr große Mühe ihn zu finden.
Wenn es stimmt, dass bei einigen Schleimfischarten die Männchen sehr an bestimmte Löcher oder auch Höhlen als Territorium orrientiert sind, so muß es sich bei meinen um ein Männchen handeln.
Schwimmt nicht viel herum, meist sitzt er in einen LS-Loch, aus dem nur sein Kopf heraus schaut, dabei ist die Rotpunktzeichnung seines Kopfes für die Tarnung perfekt.
Bewegt er sich über den DSB, so ändert er binnen Sekunden seine Färbung und wird deutlich heller mit unregelmäßigen Flecken und Punkten, so dass er auch dort fast nicht zu erkennen ist.
Beim Sozialverhalten gibt es wie schon bei seinen Vorgänger ( Salarius fasciatus ) der an Altersschwäche im Vorjahr starb, eine Abneigung gegen Mandarinfische, besonders wenn sie direkt an seiner Wohnhöhle vorbeischwimmen.
War besonders in der Eingewöhnungsphase etwas heikel in der Ernährung, darum sollte das Becken nicht klinisch sauber sein und dem Rotpunktblennie eine Vielzahl an Aufwuchs und den darin lebenden Kleinkrebsen bieten.
In reinen SPS-Becken könnte es in der Eingewöhnung zu Problemen kommen, darum dort den Besatz vorher genau überlegen.
Auch große und schnelle Schwimmer als Mitpfleglinge wie Doktorfische oder Lippfische scheinen mir nicht geeignet.

Rohleder am 09.01.11#4
Leider habe ich keine guten Erfahrungen bezüglich des "springens" mit diesem Bleni machen können.Selbst in einem 300 Liter Beckem welches gut strukturiert und mit vielen kleinen Höhlen versehen ist und außerdem nur kleine und keine hektischen Fische vorhanden sind, sind mir im laufe der Zeit vier dieser Rotpunkt Blenis innerhalb von je einem Monat aus dem Beckem gesprungen.
Jetzt ist Schluß mit dem Versuch diesen Fisch zu pflegen!!!!!
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