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Doris adrianae Adrianas Doris

Doris adrianae wird umgangssprachlich oft als Adrianas Doris bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Thomas Menut, Frankreich

Doris adrianae,Finistère, Bretagne, FR 2025


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Thomas Menut, Frankreich Thomas Menut. Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18558 
AphiaID:
1495386 
Wissenschaftlich:
Doris adrianae 
Umgangssprachlich:
Adrianas Doris 
Englisch:
Adriana's Doris 
Kategorie:
Nacktschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Doridida (Ordnung) > Dorididae (Familie) > Doris (Gattung) > adrianae (Art) 
Erstbestimmung:
Urgorri & Señarís, 2021 
Vorkommen:
Frankreich, Portugal, Spanien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
11 - 20 Meter 
Habitate:
Felsige, harte Meeresböden, Küstengewässer, Meerwasser 
Größe:
3 cm - 7,6 cm 
Temperatur:
°C - 22°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Nahrungsspezialist, Schwämme 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-08-20 13:34:01 

Haltungsinformationen

Doris adrianae Urgorri & Señarís, 2021

Typuslokalität zur Beschreibung von Doris adrianae ist Spanien. Die Typusart stammt aus der Ría de Ferrol (Nordwest-Iberische Halbinsel) und besiedelt felsige Böden in Tiefen zwischen 11 und 20 m, wo ihre Beute, der Schwamm *Polymastia boletiformis* (Lamarck, 1815), häufig vorkommt. Der Artname "adrianae* ehrt Adriana Álvarez Urgorri, der Enkelin eines der Erstautoren.

Der Körper ist gelb, bisweilen hellorange gefärbt, oval, hoch und stark gewölbt. Die gesamte Rückenfläche ist fein mit schwarzen Punkten übersät, die nur unter dem Mikroskop sichtbar sind; diese sind in den mittleren Seitenbereichen des Notums dichter angeordnet und bilden zwei etwas dunklere Bänder, die von den Rhinophoren bis zu den Kiemen verlaufen.

Der gesamte Rücken ist mit abgerundeten, aber leicht zugespitzten und rau oberflächigen Tuberkeln bedeckt, die dieselbe Farbe wie der Körper aufweisen und über einen kurzen, breiten Stiel an der Basis verfügen. Im Inneren der Tuberkel befindet sich eine dichte Struktur aus Spicula (Kalknadeln), die durch die Haut hindurch sichtbar ist, wobei die Spitzen der Spicula nicht aus der Haut herausragen.

Größere Tuberkel treten vorwiegend in der Mitte des Notums auf und nehmen zu den Rändern des Mantels hin an Größe ab. Sehr kleine Tuberkel sind über das gesamte Notum verstreut, einschließlich der Scheiden von Rhinophoren und Kiemen. Die Rhinophoren sind leicht nach hinten gebogen. Sie sind länglich und schmal und weisen in den distalen zwei Dritteln ihrer Länge 29–34 gelbe Lamellen auf. Der Stiel ist weiß und nahe der Basis leicht konisch, während die Spitze wie ein kleiner, oben flach abgeschnittener Zylinder geformt ist. Sie werden von einer hohen Scheide (etwa ein Drittel der Länge der Rhinophoren) geschützt und sind mit kleinen bis mittelgroßen Tuberkeln bedeckt.

Die Kiemen bestehen aus 6–8 dreifach gefiederten (tripinnaten) Blättern, die jedoch zweifach gefiedert (bipinnat) wirken. Bei einigen Exemplaren entspringen die beiden hintersten Kiemenblätter jeder Seite einer gemeinsamen basalen Gabelung. Die Farbe der Kiemen variiert stark; bei den meisten Exemplaren entspricht sie der Körperfarbe, bei anderen ist sie weißlich. Alle Blätter weisen winzige schwarze Punkte auf, ähnlich denen auf dem Rücken; auf der Hauptachse (Rachis) sind sie weniger dicht verteilt, während die übrigen Blattbereiche unterschiedliche Dichten aufweisen, was zu einer mehr oder weniger dunklen Färbung führt, besonders bei Exemplaren mit weißlichen Kiemenblättern.

Die Kiemen werden von einer Scheide geschützt, die jenen der Rhinophoren ähnelt, jedoch deutlich breiter ist. Wenn Rhinophoren und Kiemen eingezogen werden, schließen sich ihre Scheiden vollständig wie ein Schließmuskel. Der gelbliche After befindet sich am Ende der Analpapille, inmitten der Kiemen. Die Augen sind klein und liegen zwischen den beiden Lappen der Blutdrüse, sind jedoch von außen nicht sichtbar. Der Vorderrand des Fußes ist zweiblättrig (bilamellär) und weist keine Einkerbung auf. Anstelle von Mundtentakeln befinden sich zwei abgeflachte Lappen zu beiden Seiten des Mundes. Der hintere Teil des Fußes ragt nicht über den Mantelrand hinaus, selbst wenn sich das Tier bewegt. Die Unterseite des Mantels ist heller als die Oberseite; durchscheinend ist ein dichtes Netz aus Spikulae (Kalknadeln) erkennbar. Fuß, Kopf und Epipodium weisen eine eher orangefarbene Tönung auf, im Gegensatz zum übrigen Körper, und zeigen nur sehr wenige schwarze Punkte.

Die am Typusfundort entdeckten Exemplare lebten in Tiefen zwischen 11 und 20 Metern auf felsigem Untergrund, der mit der Gorgonie *Leptogorgia lusitanica* bewachsen war. Der Algenbewuchs war spärlich, während die benthische Fauna reichhaltig und vielfältig war.

Der Laich besteht aus einem gewellten, 15 mm hohen Band, das in einer Spirale aus 2 bis 2,5 Windungen auf dem Substrat abgelegt wird. Die am Substrat haftende Seite des Bandes ist glasig-weiß, während der übrige Teil leicht gräulich erscheint und die Oberseite aufgrund eingelagerter spindelförmiger Spikulae bräunlich gefärbt ist. Die Eikapseln enthalten gewöhnlich zwei Eier, die Anzahl kann jedoch zwischen einem und vier variieren.

Weiterführende Links

  1. OPK (multi). Abgerufen am 20.08.2026.
  2. researchgate (en). Abgerufen am 20.08.2026.

Bilder

Allgemein


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