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Aplidium fuscum Schokoladen-Seescheide, Milchkaffee-Seescheide

Aplidium fuscum wird umgangssprachlich oft als Schokoladen-Seescheide, Milchkaffee-Seescheide bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Sylvain Le Bris, Frankreich

Foto: Caramassaigne, Marseille, Frankreich, Mittelmeer

/ 13.12.2025
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Sylvain Le Bris, Frankreich . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18114 
AphiaID:
1502183 
Wissenschaftlich:
Aplidium fuscum 
Umgangssprachlich:
Schokoladen-Seescheide, Milchkaffee-Seescheide 
Englisch:
Chocolate Sea Squirt 
Kategorie:
Seescheiden 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Ascidiacea (Klasse) > Aplousobranchia (Ordnung) > Polyclinidae (Familie) > Aplidium (Gattung) > fuscum (Art) 
Erstbestimmung:
Drasche, 1883 
Vorkommen:
Adria (Mittelmeer), Andamanen und Nikobaren, Europäische Gewässer, Frankreich, Ionisches Meer (Mittelmeer), Italien, Kroatien, Mittelmeer, Spanien 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
5 - 10 Meter 
Größe:
1 cm - 2 cm 
Temperatur:
3°C - 28°C 
Futter:
Filtrierer, Organische Schwebstoffe, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
  • Aplidium abditum
  • Aplidium abyssum
  • Aplidium acropodium
  • Aplidium acroporum
  • Aplidium aegeaensis
  • Aplidium albicans
  • Aplidium altarium
  • Aplidium amorphatum
  • Aplidium annulatum
  • Aplidium antillense
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-02-03 11:59:09 

Haltungsinformationen

Aplidium fuscum ist eine koloniale, mikrophage Seescheide, die im Meer in zahlreichen kleinen runden Polstern oder in einer einzigen großen flachen Polsterkolonie beobachtet werden kann und ihren Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeer hat.Es liegen aber auch zwei Fundmeldungen aus dem Indischen Ozean vor, einmal vom Kerguelen-Archipel, einer Inselgruppe in Französisch-Süd- und Antarktisgebieten und einmal von den Nikobaren im Golf von Bengalen.
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Dier Seescheide kommt in unterschiedlich dunklen Farbtönen vor, die der Farbe von Milchkaffee (Haselnuss) und auch Schokolade entsprechen.Die gemeinsame Tunika ist mit feinem Sand eingebettet, besonders an der Basis.Aplidium fuscum ist manchmal mit weißen Punkten oder kleinen weißen Flächen entlang der Zooid-Reihen sowie pigmentierten Einschlüssen gekennzeichnet.

Um mögliche Verwechselungen auszuschließen, die Seescheide kann, wenn sie von ihrem Sitzort entfernt wird, eine rötliche Farbe annehmen.

Die Oberfläche der Polster ist von gut sichtbaren Kloake-Kanälen durchzogen, die bei aktiven filternden Kolonien sichtbar sind.Diese Kanäle münden in einen oder wenigen Ausström-Siphonen (Kloake), die an kleine Schornsteine erinnern.

Die Zooiden sind in parallelen Linien oder Kreisen um die Ausström-Siphonen angeordnet, die Mund- und Kloake-Siphone sowie die Kanäle sind nur bei expandierten Tieren sichtbar, während eingezogene Kolonien einen glatten, harzartigen Aspekt annehmen.

Ihre charakteristische Haselnussfarbe macht es unwahrscheinlich, Aplidium fuscum mit anderen kolonialen Seescheiden, die ebenfalls in Polsterform auftreten, zu verwechseln.

Seescheiden erzeugen einen Wasserstrom (der durch die kleinen Einström-Öffnungen eintritt) durch die Bewegung der Flimmerhaare des Pharynx, um fressbare Mikropartikelpartikel zu fangen. Dieser selbst erzeugten Strom dient außerdem auch dem Gasaustausch der Seescheide.Nicht verwertbare Partikel, und hierzu gehört heute leider immer öfter auch menschverursachtes Mikroplastik, verlassen die Seescheide durch den Ausström-Siphon.

Vermehrung:
Die Gonaden befinden sich im langen Postabdomen, die Hoden sind ausgerichtet und der Eierstock ist relativ tief gelegen.
Pro Zooid gibt nur ein einziges Embryo, das in der Kloakalhöhle ausgebrütet wird, diese „Monobrut“ kann wahrscheinlich auch die lokal Verbreitung der Art verdeutlichen, wobei starke Strömungen die Embryos auch etwas verdriften können.
Nach der Freisetzung der Larven ins Meer schwimmt diese für eine sehr kurze Zeit lang frei herum, bis sie sich endlich an einem geeigneten Standort festsetzt.

Die Zooiden sind langgestreckt und relativ groß und erreichen eine durchschnittliche Länge von 1,5 cm lang.
Der Abdomen ist etwa gleich groß wie der Thorax, der zylindrische geformte Magen trägt 6 Längsrippen.

Synonym: Amaroucium fuscum Drasche, 1883 · unaccepted (original combination)

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Allgemein


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