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Emblemariopsis occidentalis Glasschleimfisch

Emblemariopsis occidentalis wird umgangssprachlich oft als Glasschleimfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Journal of Threatened Taxa

Foto: Exumas, Bahamas, Karibik

/ dunkles Männchen in der Terminalphase / Foto: Frank Krasovec
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Journal of Threatened Taxa

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13578 
AphiaID:
280662 
Wissenschaftlich:
Emblemariopsis occidentalis 
Umgangssprachlich:
Glasschleimfisch 
Englisch:
Bahamas Red Banner Blenny, Blackfin Blenny 
Kategorie:
Schleimfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Chaenopsidae (Familie) > Emblemariopsis (Gattung) > occidentalis (Art) 
Erstbestimmung:
Stephens, 1970 
Vorkommen:
Bahamas, Endemische Art, Karibik, Turks- und Caicosinseln 
Meerestiefe:
1 - 41 Meter 
Größe:
bis zu 1,8cm 
Temperatur:
27°C - 29°C 
Futter:
Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-01-25 18:41:12 

Haltungsinformationen

Emblemariopsis occidentalis wurde 1970 anhand eines einzigen männlichen TP-Holotyps von den Bahamas und 8 TP-Paratypen von den entfernten Windward-Kleinen Antillen (Dominica südlich bis Tobago) erstbeschrieben.
Diese Paratypen wurden von Dr. Benjamin Victor nun als neue Art Emblemariopsis lancea beschrieben, mit vielen Unterschieden zu Emblemariopsis occidentalis sowohl in der IP als auch der TP.

Die auf den Bahamas gefundene Rotbinden-Glasschleimfischart wurde lange Zeit verwechselt, so z.B. mit E. carib oder E. signifera, was auch eine falsche Zuordnung der Arten zu ihrer eigentlichen Distribution zur Folge hatte.

Emblemariopsis occidentalis ist eine Art von Emblemariopsis mit einem Orbitalzirrus und einem roten Banner, territoriale TP
Männchen mit schwarzem Kopf und geschwärzter vorderer Rückenflosse sowie mit einem distalen roten Band (bis mindestens zur 5.
Membran) über einem schmalen weißen Band und einem dünnen weißen Rand, werden häufig in Löchern von Korallen angetroffen.
Die eigentlich bevorzugten Substrate der Art sind unbekannt, viele Tiere wurden aber auf lebendem und totem Korallensubstrat fotografiert.

Auch bei dieser Art sind die vielfältigen Erscheinungsbilder der Tiere in den einzelnen Entwicklungsstufen sehr interessant und hübsch.

Emblemariopsis occidentalis kommt nicht in den deutschen Fachhandel, daher fehlen auch längerfristige Haltungserfahrungen über diese kleinen Rabauken.



Springschutz
Ein Springschutz / Sprungschutz verhindert das Rausspringen (nachtaktiver) Fische.
Viele Lippfische, Korallenwächter, Schleimfische und verschiedene Grundeln springen leider manchmal erschreckt aus einen nicht geschützten Becken, wenn ihre Nachtruhe gestört, leider werden diese Springer morgens oft vertrocknet auf Teppichböden, Glasrändern oder später hinter dem Becken gefunden.
Muränen schaffen es sogar trotz vorhandenem Springschutz aus dem Becken zu kommen, daher sollte dieser zusätzlich beschwert werden.

https://www.korallenriff.de/artikel/1925_5_SpringschutzLsungen_fr_Fische_im_Aquarium__5_Netzabdeckungen.html#

Ein kleines Nachtlicht hilft ebenfalls, da es den Fischen im Dunklen eine Orientierungsmöglichkeit bietet!

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


Bilder

Juvenil (Jugendkleid)


Männlich


Initialphase


Transition (Übergang in die Terminalphase)


Allgemein


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