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Millepora boschmai Feuerkoralle

Millepora boschmai wird umgangssprachlich oft als Feuerkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Korallenskelett aus Indonesien

Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers The Conversation, Australien Bilddetail


Steckbrief

lexID:
11411 
AphiaID:
287419 
Wissenschaftlich:
Millepora boschmai 
Umgangssprachlich:
Feuerkoralle 
Englisch:
Millepora Boschmai 
Kategorie:
Quallen - Hydrozoa 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Hydrozoa (Klasse) > Anthoathecata (Ordnung) > Milleporidae (Familie) > Millepora (Gattung) > boschmai (Art) 
Erstbestimmung:
De Weerdt & Glynn, 1991 
Vorkommen:
Australien, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Panama, Singapur, Thailand 
Meerestiefe:
2 - 18 Meter 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Gelöste organische Stoffe (z.B. Kohlenhydrate, Proteine, Nukleinsäuren...), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
CR vom Aussterben bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-02-22 16:08:14 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Millepora boschmai sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Millepora boschmai interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Millepora boschmai bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Lebende Kolonien der Feuerkoralle Millepora boschmai wurden zuletzt 1991 im Meeres-Nationalpark Golf von Chiriquí, Panama, Karibik, gesichtet, frühere Fundmeldungen stammten von Contreras Islands, Secas Islands, Coiba Island and Bahía Honda, Panama.
In den frühen 1990er Jahren wurden noch acht live Kolonien im Golf von Chiriquí gefunden; fünf Kolonien um die Uva-Insel und drei Kolonien am Nordende der Insel Coiba gefunden, nach dem El-Niño-Ereignis von 1982 / 1983 wurden jedoch nur noch tote Stöcke gefunden.
Auch intensive Suchen in den Jahren 1984 bis 1990 führten zu keinen Funden lebender Korallen.

Aufgrund der Funde in Panama gingen Wissenschaftler viele Jahre davon aus, dass Millepora boschmai in Panama endemisch vorkam.
Dr. Bert Hoeksema vom Naturalis Biodiversity Center, Leiden, Niederlange, bestätigte Funde von Millepora boschmai aus Indonesien und dem Indo-West Pazifik, hier wurde diese Feuerkoralle viele Jahre schlichtweg "übersehen", da sie in diesen Gegenden extrem selten und zudem nur sehr wenig bekannt war.
Trotz dieser Fundmeldungen sind uns bislang keine Fotos von lebenden Kolonien von Millepora boschmai bekannt.

Aquarianer sollten bei einer Haltung von Feuerkorallen im Meerwasseraquarium größtmögliche Vor- und Umsicht walten lassen, es empfehlen sich besonders lange Handschuhe, die möglichst auch den Oberarm bedecken sollten.


Auch wenn der Name es anders vermuten lässt, Feuerkorallen sind keine Korallen, sondern gehören zu den Hydrozoen, einer Klasse der Nesseltiere, die aus drei Ordnungen, Hydroidea (Hydroiden), Siphonophora (Staatsquallen) und Trachylina (Unterklasse der Nesseltiere) bestehen.
Insgesamt gibt es über 2.700 Arten, die überwiegend im Meer leben.

Achtung:

Badegäste, Schnorchler und auch Taucher sollten einen größeren Bogen um Feuerkorallen machen und diese Tiere auf gar keinen Fall berühren.
Das Nesselgift der Feuerkorallen ruft beim Menschen einen starken Juckreiz oder ein Brennen und sogar Bläschenbildung hervor.
Alle kennen das Brennen von Brennnesseln, ähnliche Hautreaktionen werden von den Nesselzellen der Feuerkorallen aufgelöst, im schlechtesten Fall kann sogar ein Kreislaufkollaps entstehen.
Ähnlich wie bei Kontakt mit Staatsquallen können die betroffenen Hautstellen mit 5%igem Essig benetzt werden, später kann eine juckreizlindernden und / oder antiallergischen Salbe auf die Haut aufgetragen werden.
Keinesfalls sollen die betroffenen Hautstellen mit Süßwasser oder Alkohol abgewischt werden, da dadurch noch weitere Nesselzellen platzen und die Situation verschlechtern. Vielmehr spült man die Areale mit Meereswasser oder Essig ab. Essig deaktiviert die Nesselzellen. Dadurch gelangt kein weiteres Gift in den Körper. Anschließend streicht man dann mit einem Spatel (auch Messerrücken oder EC-Karte) über den Körper, um verbliebene Tentakelrest zu entfernen. Danach sollte die Haut gekühlt und evtl. ein Antihistaminikum-Gel oder eine 2% ige Hydrocortisonsalbe aufgetragen werden. Tritt Schwitzen, Schwindel, Herzrasen auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Quelle: http://www.medizinfo.de/reisemedizin/gifttiere/meeresbewohner.shtml

Feuerkorallen gehören neben den bekannten Steinkorallen (Scleractinia) zu den Hauptriffbildnern unserer tropischen Korallenriffe!
Wie die riffbildenden Steinkorallen leben auch, so leben Feuerkorallen in Symbiose mit Zooxanthellen, die ihnen bis zu 75% der benötigten Energie liefern, den restlichen Anteil decken die Feuerkorallen durch den Fang und die energetische Verwertung von kleinem Zooplankton

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