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Millepora squarrosa Feuerkoralle

Millepora squarrosa wird umgangssprachlich oft als Feuerkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 720 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Nicole Helgason, reefdivers Bilddetail


Steckbrief

lexID:
11401 
Wissenschaftlich:
Millepora squarrosa 
Umgangssprachlich:
Feuerkoralle 
Englisch:
Box Fire Coral, Plate fire-coral 
Kategorie:
Quallen - Hydrozoa 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Hydrozoa (Klasse) > Anthoathecata (Ordnung) > Milleporidae (Familie) > Millepora (Gattung) > squarrosa (Art) 
Erstbestimmung:
Lamarck, 1816 
Vorkommen:
Barbados, Bolivien, Brasilien, Dominica, Dominikanische Republik, Golf von Aden, Grenada, Karibik, Kolumbien, Puerto Rico, Rotes Meer, Saint Martin / Sint Maarten, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Venezuela 
Meerestiefe:
2 - 40 Meter 
Größe:
bis zu 30cm 
Temperatur:
26°C - 27,5°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Frostfutter (kleine Sorten), Gelöste organische Stoffe, Invertebraten (Wirbellose), Krill (Euphausiidae), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 720 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-03-21 17:33:52 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Millepora squarrosa sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Millepora squarrosa interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Millepora squarrosa bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Unser ganz besonderer Dank für die beiden ersten Bilder geht an Nicole Helgason!

Die Farbe von Millepora squarrosa reicht von hellbraun, senffarben bis zu einem braun mit rötlichen oder lavendelfarbigen Farbtönen, die Spitzen der Feuerkoralle sind weißlich und ähneln den Wachstumsbereichen von Steinkorallen.

Millepora squarrosa bildet offene, dickwandige, kastenförmige Strukturen, oft mit einem Wabenmuster mit einem wellenartigen Muster, dass sich oben von einer krustenförmigen Basis erweitert.
Höhe.
Die Oberfläche ist glatt und mit winzigen Poren bedeckt, in denen innerhalb, die ihre Polypen leben, die aus den Poren herausragen können und wie kurze, feine Haare aussehen.
.
Millepora squarrosa kommt im Flachwasser in Riffdächern, auf Steinen und Felsen und auch auf abgestorbenen Korallenskeletten vor, meistens in Tiefen bis 10 Meter mit einem kräftigen Wellengang.
Es liegen aber auch Fundberichte aus Tiefen von über 40 Metern vor.
Diese Feuerkorallenart siedelt sowohl in oft trüben küstennahen Bereichen, die eine Tendenz zur Verschlammung anzeigen, als auch in klaren Offshore-Standorten.





Auch wenn der Name es anders vermuten lässt, Feuerkorallen sind keine Korallen, sondern gehören zu den Hydrozoen, einer Klasse der Nesseltiere, die aus drei Ordnungen, Hydroidea (Hydroiden), Siphonophora (Staatsquallen) und Trachylina (Unterklasse der Nesseltiere) bestehen.
Insgesamt gibt es über 2.700 Arten, die überwiegend im Meer leben.

Achtung:

Badegäste, Schnorchler und auch Taucher sollten einen größeren Bogen um Feuerkorallen machen und diese Tiere auf gar keinen Fall berühren.
Das Nesselgift der Feuerkorallen ruft beim Menschen einen starken Juckreiz oder ein Brennen und sogar Bläschenbildung hervor.
Alle kennen das Brennen von Brennnesseln, ähnliche Hautreaktionen werden von den Nesselzellen der Feuerkorallen aufgelöst, im schlechtesten Fall kann sogar ein Kreislaufkollaps entstehen.
Ähnlich wie bei Kontakt mit Staatsquallen können die betroffenen Hautstellen mit 5%igem Essig benetzt werden, später kann eine juckreizlindernden und / oder antiallergischen Salbe auf die Haut aufgetragen werden.
Keinesfalls sollen die betroffenen Hautstellen mit Süßwasser oder Alkohol abgewischt werden, da dadurch noch weitere Nesselzellen platzen und die Situation verschlechtern. Vielmehr spült man die Areale mit Meereswasser oder Essig ab. Essig deaktiviert die Nesselzellen. Dadurch gelangt kein weiteres Gift in den Körper. Anschließend streicht man dann mit einem Spatel (auch Messerrücken oder EC-Karte) über den Körper, um verbliebene Tentakelrest zu entfernen. Danach sollte die Haut gekühlt und evtl. ein Antihistaminikum-Gel oder eine 2% ige Hydrocortisonsalbe aufgetragen werden. Tritt Schwitzen, Schwindel, Herzrasen auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Quelle: http://www.medizinfo.de/reisemedizin/gifttiere/meeresbewohner.shtml

Feuerkorallen gehören neben den bekannten Steinkorallen (Scleractinia) zu den Hauptriffbildnern unserer tropischen Korallenriffe!
Wie die riffbildenden Steinkorallen leben auch, so leben Feuerkorallen in Symbiose mit Zooxanthellen, die ihnen bis zu 75% der benötigten Energie liefern, den restlichen Anteil decken die Feuerkorallen durch den Fang und die energetische Verwertung von kleinem Zooplankton


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