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Millepora braziliensis Feuerkorallle

Millepora braziliensis wird umgangssprachlich oft als Feuerkorallle bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Es wird ein Aquarium von mindestens 100 Liter empfohlen. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
11396 
Wissenschaftlich:
Millepora braziliensis 
Umgangssprachlich:
Feuerkorallle 
Englisch:
Millepora braziliensis 
Kategorie:
Quallen - Hydrozoa 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Hydrozoa (Klasse) > Anthoathecata (Ordnung) > Milleporidae (Familie) > Millepora (Gattung) > braziliensis (Art) 
Erstbestimmung:
Verrill, 1868 
Vorkommen:
Brasilien, Endemische Art, Golf von Aden, Karibik, Rotes Meer 
Meerestiefe:
5 - 8 Meter 
Größe:
bis zu 200cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Gelöste organische Stoffe, Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 100 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
mittel 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
CITES:
Anhang II 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-02-14 19:44:14 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Millepora braziliensis sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Millepora braziliensis interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Millepora braziliensis bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Unser ganz besonderer Dank für die beiden ersten Bilder gehen an Nanda und Stephan Dohrn, die die Fotos der in Brasilien endemisch lebenden Feuerkoralle in
Tamandaré, Pernambuco machen konnten!

Wie auf den Fotos gut zu erkennen ist, können diese stark nesselnden Tiere eine große Fläche im Riff bilden.
Die meisten Feuerkorallen kommen in küstennahen Bereichen, oftmals in eher trübem Wasser mit schlammigen Böden vor.

Auch Aquarianer sollten bei einer Haltung von Feuerkorallen im Meerwasseraquarium größtmögliche Vor- und Umsicht walten lassen, es empfehlen sich besonders lange Handschuhe, die möglichst auch den Oberarm bedecken sollten
.



Auch wenn der Name es anders vermuten lässt, Feuerkorallen sind keine Korallen, sondern gehören zu den Hydrozoen, einer Klasse der Nesseltiere, die aus drei Ordnungen, Hydroidea (Hydroiden), Siphonophora (Staatsquallen) und Trachylina (Unterklasse der Nesseltiere) bestehen.
Insgesamt gibt es über 2.700 Arten, die überwiegend im Meer leben.

Achtung:

Badegäste, Schnorchler und auch Taucher sollten einen größeren Bogen um Feuerkorallen machen und diese Tiere auf gar keinen Fall berühren.
Das Nesselgift der Feuerkorallen ruft beim Menschen einen starken Juckreiz oder ein Brennen und sogar Bläschenbildung hervor.
Alle kennen das Brennen von Brennnesseln, ähnliche Hautreaktionen werden von den Nesselzellen der Feuerkorallen aufgelöst, im schlechtesten Fall kann sogar ein Kreislaufkollaps entstehen.
Ähnlich wie bei Kontakt mit Staatsquallen können die betroffenen Hautstellen mit 5%igem Essig benetzt werden, später kann eine juckreizlindernden und / oder antiallergischen Salbe auf die Haut aufgetragen werden.
Keinesfalls sollen die betroffenen Hautstellen mit Süßwasser oder Alkohol abgewischt werden, da dadurch noch weitere Nesselzellen platzen und die Situation verschlechtern. Vielmehr spült man die Areale mit Meereswasser oder Essig ab. Essig deaktiviert die Nesselzellen. Dadurch gelangt kein weiteres Gift in den Körper. Anschließend streicht man dann mit einem Spatel (auch Messerrücken oder EC-Karte) über den Körper, um verbliebene Tentakelrest zu entfernen. Danach sollte die Haut gekühlt und evtl. ein Antihistaminikum-Gel oder eine 2% ige Hydrocortisonsalbe aufgetragen werden. Tritt Schwitzen, Schwindel, Herzrasen auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Quelle: http://www.medizinfo.de/reisemedizin/gifttiere/meeresbewohner.shtml

Feuerkorallen gehören neben den bekannten Steinkorallen (Scleractinia) zu den Hauptriffbildnern unserer tropischen Korallenriffe!
Wie die riffbildenden Steinkorallen leben auch, so leben Feuerkorallen in Symbiose mit Zooxanthellen, die ihnen bis zu 75% der benötigten Energie liefern, den restlichen Anteil decken die Feuerkorallen durch den Fang und die energetische Verwertung von kleinem Zooplankton

Bilder

Allgemein


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