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Tridacna maxima Mördermuschel, Riesenmuschel

Tridacna maxima wird umgangssprachlich oft als Mördermuschel, Riesenmuschel bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
790 
Wissenschaftlich:
Tridacna maxima 
Umgangssprachlich:
Mördermuschel, Riesenmuschel 
Englisch:
Blue Maxima Clam, Small Giant Clam, Elongate giant clam 
Kategorie:
Muscheln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Bivalvia (Klasse) > Cardiida (Ordnung) > Cardiidae (Familie) > Tridacna (Gattung) > maxima (Art) 
Erstbestimmung:
(Röding, 1798) 
Vorkommen:
Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Australien, Australinseln (Tubuai-Inseln und Bass-Inseln), Britisches Territorium im Indischen Ozean, Brunei Darussalam, China, Cookinseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Gambierinseln, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Guam, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kambodscha, Kenia, Kiribati, La Réunion, Lakkadivensee, Lord Howe Insel, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Niue, Ogasawara-Inseln, Ost-Afrika, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Rotes Meer, Salomon-Inseln, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Singapur, Sri Lanka, Süd-Afrika, Taiwan, Thailand, Timor-Leste, Tokelau, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, United States Minor Outlying Islands, Vanuatu, Vietnam, Wallis und Futuna 
Meerestiefe:
6 - 13 Meter 
Größe:
bis zu 30cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Plankton, Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Nachzucht:
Einfache Nachzucht möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
LR geringeres Risiko, abhängig vom Naturschutz 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-11-27 08:19:21 

Nachzuchten

Tridacna maxima lässt sich gut züchten. Im Handel sind Nachzuchten verfügbar. Wenn Sie Interesse an Tridacna maxima haben, fragen Sie bitte Ihren Händler nach einem Nachzuchtier anstelle eines Wildfangs. Sie helfen so die natürlichen Bestände zu schützen.

Haltungsinformationen

(Röding, 1798)

Riesenmuscheln (Tridacninae) sind eine Muschel Unterfamilie. Sie gehören zur Familie der Herzmuscheln (Cardiidae) und damit zur Ordnung Cardiida. Seit geraumer Zeit schon sind die Riesenmuscheln wegen Überfischung, Umweltverschmutzung und als Folge des Klimaphänomens El Niño vom Aussterben bedroht. Sie stehen auf der Liste des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Man versucht heute durch gezielte Züchtungen die Arten zu erhalten. Im asiatischen Raum glaubt man, dass der Verzehr des Fleisches, insbesondere des Schließmuskels, eine aphrodisierende Wirkung habe.
Den Namen Mörder Muschel hat sie deshalb erhalten, weil sie in der Lage ist durch das zuklappen der Mantelschalen Fische oder auch einen Arm festzuhalten. So gibt es die eine oder andere Dokumentation, dass Perlentaucher sich nicht mehr aus einer Muschel befreien konnten und ertranken. DieSes kann man oft auch bei Putzerlippfischen beobachten, nicht wenige mussten Ihr Leben lassen, weil die Muschel sich beim zupfen des Lippfisches gewehrt und zugeschnappt hat.

Zur Aquaristik:
Riesenmuscheln benötigen eine hohe Beleuchtungsstärke und optimale Wasserbedingungen (wie alle Tiere). Muscheln sollte auch erst in Becken eingebracht werden die etwas gereift sind. Nach Möglichkeit freihalten von Fadenalgen, kleinen Anemonen, Glasrosen... Sie sollten zudem nicht zu stark beströmt werden.

Tridacnas bohren sich in der Natur mechanisch und chemisch in Korallen ein und befestigt sich mit Byssusfäden. Um an die Tiere zu kommen werden bei Wildfängen ganze Korallenblöcke zerschlagen, deshalb bitte immer die, wenn auch teureren, Nachzuchten (NZ) vorziehen.

T. crocea ist anfälliger als die anderen Arten, da ihre Fussöffnung deutlich größer ist und somit auch Lippfische und Borstenwürmer leichter an sie rankommen.

Wichtig beim Kauf ist, dass das Tier nicht festgewachsen ist und dabei dann abgerissen wird, denn dadurch gibt es sehr schnell bakterielle Infektionen, welche die Muscheln meist nicht überleben. Am besten wäre es, wenn sie sich auf kleinen Steinen befestigt hat und man sie mit dem Stein kauft. Oft sind es auch die weniger guten Bedingungen im Aquarium, die die Muscheln zu sehr schwächen.

Im Becken selber braucht sie einen ruhigen Platz mit hellstmöglicher Beleuchtung, an dem sie sicher steht und auch nicht herunterfallen kann. Es dauert einige Zeit, bis sie sich von selbst wieder befestigt hat.

Ganz junge Tridacnen könne auch wandern, erst die adulten Tiere leben sessil -meistens aufgrund des Schalengewichts.

Die Muschel ernährt sich hauptsächlich durch die Produkte ihrer Zooxanthellen.

Das Interessanteste sind ihre tausenden Photorezeptoren, mit denen sie bewegte Objekte sehen können. Diese Rezeptoren sitzen in den breiten Mantellappen und sorgen auch dafür, dass das Licht gebündelt zu den Zooxanthellen gelangt. (Lichtleitereffekt).

Die Zooxanthellen werden noch im Larvenstadium aufgenommen, wobei man bis heute noch nicht genau weiß, wie die Muschel das macht. Es gibt eine Theorie, dass die Dinoflagellaten(Zooxanthellen) gefressen werden und im Darm durch spezielle Blasenzellen aufgenommen werden und durch den Körper zu den Mantellappen transportiert und dort eingelagert werden. Durch die eingelagerten Zooxanthellen können erst die ernormen Wachstumsraten erzielt werden und die Muschel sich gegen den Konkurrenzdruck der lichtaktiven Korallen behaupten.

Man nimmt an, dass z.B. die Tridacna crocea durchaus ein Alter von 40 - 50 Jahren erreichen kann, mit 15 cm Endgröße ist sie aber die kleinste Art der Familie Tridacnidae.

Synonyme:
Tridachnes maxima Röding, 1798
Tridachnes noae Röding, 1798
Tridacna (Chametrachea) maxima (Röding, 1798)
Tridacna acuticostata G. B. Sowerby III, 1912
Tridacna compressa Reeve, 1862
Tridacna elongata Lamarck, 1819
Tridacna elongatissima Bianconi, 1856
Tridacna fossor Hedley, 1921
Tridacna imbricata (Röding, 1798)
Tridacna lanceolata Sowerby II, 1884
Tridacna maxima var. fossor Hedley, 1921
Tridacna mutica Lamarck, 1819
Tridacna reevei Hidalgo, 1903
Tridacna rudis Reeve, 1862
Tridacna troughtoni Iredale, 1927

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Mollusca (Phylum) > Bivalvia (Class) > Heterodonta (Subclass) > Euheterodonta (Infraclass) > Veneroida (Order) > Cardioidea (Superfamily) > Cardiidae (Family) > Tridacninae (Subfamily) > Tridacna (Genus)



Bilder

Allgemein


Haltungserfahrung von Benutzern

timibo am 20.02.13#11
Heute hat unsere Tridacna maxima einen Putzerlippfisch geschnappt und ihn im Kopfbereich zerquetscht, siehe Foto. Damit haben wir die Bestätigung, dass auch topfite und schnelle Fische von ihr gefangen werden können... er war ihr wohl zu aufdringlich.
Phantasia am 12.12.11#10
Wir haben ebenfalls eine wunderschöne Tridacna Maxima mit ca. 14 cm Länge erworben. Sie hielt sich im 180 Liter Becken unter 4x24W T5 Beleuchtung im gemischten Korallen-/Fisch-Becken super gut und präsentierte sich stets offen und in den schönsten Farben. Selbst der kleine Putzerlippfisch, bei dem es in Verbindung mit Muscheln öfters scheinbar Probleme geben soll weil er an ihnen rumpickt und sie verletzt, hat sich richtig gut mit ihr vertragen.

An diesem Wochenende zeigte sich die größere Öffnung jedoch erheblich groß und ein Muschellappen fing an sich von der Muschel zu lösen. Die sofort durchgeführten Wassertests zeigten keine Veränderung der Werte, wodurch wir erstmal abwarteten. Hier kann ich nur jedem davon abraten! In so einem Fall würde ich sofort die Muschel untersuchen, da sie bei uns am nächsten Tag leider eingegangen ist.

Der Grund zeigte sich dann recht offensichtlich: Es hatte sich eine im Boden wühlende Gehäuseschnecke von unten in die Tridacna gefressen und diese von innen her angefressen.

Fazit: Die wunderschöne Tridacna war nicht mehr zu retten und ging am gleichen Tag ein.

Meine Empfehlung: Muscheln immer mit einem stabilen Halter ins Becken einbringen, der die empfindliche Unterseite schützt. Unser Halter kam leider zufällig zwei Tage zu spät an!
MarkusD. am 10.08.10#9
Ich konnte einem befreundeteten Händler eine wunderschöne Tridacna Maxima abschnacken, die schon eine recht stattliche Größe (ca. 12 cm) hatte. Selbst in meinem relativ kleinen Becken (400 l) fühlte sich dieses hübsche Tier unter 4 T8-Leuchten wohl. Ich fütterte nie zu und dennoch wuchs die Muschel. Jedoch hatte sie eine Kolonie von Krustenanemonen (Protopalythoa sp. 01) und eine Lederanemone auf ihren Schalen. Die Krusten vermehrten sich extrem stark auf ihrer Schale und zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von Palytoxinen der der verheerenden Wirkung. Als ich dann versuchte, einige Krustenpolypen zu entfernen, müssen diese eine volle Ladung ihres Toxins abgegeben haben. Am nächsten Tag öffnete sich die Muschel bereits nicht mehr und als ich einige Stunden später wieder danach schaute, konnte ich an glibberigen Fäden erkennen, dass sich das Gewebe bereits in der Blüte der Verwesung befand. Sehr trauriger Verlust-manche Krustenanemonen haben´s in sich! Nachdem ich das Fleisch entfernt hatte setzte ich die Schalen zurück ins Becken. Neben einem gelben und einem schwarzen Schwamm wachsen auch die Anemonen weiter-dennoch ein schlechter Ersatz!
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